Akkordeon - Bauplan?

Akkordeon - Bauplan?

am 14.07.2006 12:27:25 von Mike Sound

et (u. später wieder zu macht), wie man vorsichtig mit
Spiritus o.ä. reinigt etc.
Gibt es sowas?
Ich habe unheimlich viel gegoogelt, aber nichts gefunden.

Für Hinweise sehr dankbar

MikeMike Sound wrote:

> Einer Anleitung, in der beschrieben wird, wie man ein
> Akkordeon öffnet (u. später wieder zu macht), wie man vorsichtig mit
> Spiritus o.ä. reinigt etc.
> Gibt es sowas?

nicht das ich dir helfen könnte, aber eine ähnliche Frage habe ich auch mal
gestellt. Ich bin eindrucksvoll von meinem Vorhaben abgebracht worden.

Ist in der F

Re: Akkordeon - Bauplan?

am 14.07.2006 13:09:39 von info

AQ verewigt, klick mal auf

Mal sehen ob du immer noch vor hast dein Akordeon selber zu stimmen ;-)

Grüße
AchimIn article <>,
(Andreas Klemm) writes:
> Ich ärgere mich immer noch, daß ich vor Jahren mal einen bestimmten
> Marshall Combo gekauft hatte. Der harmonierte klasse zu Les Pauls.

Re: Akkordeon - Bauplan?

am 14.07.2006 22:18:05 von Erhard Schwenk

in der beschrieben wird, wie man ein
> Akkordeon öffnet (u. später wieder zu macht), wie man vorsichtig mit
> Spiritus o.ä. reinigt etc.
> Gibt es sowas?
> Ich habe unheimlich viel gegoogelt, aber nichts gefunden.

Du kannst mal bei Hohner in Trossingen anfragen, die haben evtl. sowas.
Es gibt auch ab und an Reparaturkurse zu diversen Gelegenheiten.

Wobei - ganz grob gesagt - wenn Du nicht genau weißt, was Du tust: laß
die Finger weg. Die angerichteten Schäden sind sonst mit guten Chancen
größer als das, was Dich ein Werkstattbesuch kosten würde.

Kritische Elemente sind z.B.: Tastatur, Baßmechanik, Balgdichtung,
Stimmzungen, Registermechanik. Wenns da irgendwo klemmt und der Schaden
nicht durch einfachen Augenschein genau einzugrenzen ist, besser nen
Fachmann ranlassen. Kostet übrigens auch nicht die Welt, gute
Akkordeonwerkstätten hier in der Gegend verlangen z.B. für das
Austauschen einer Stimmplatte incl. Material und Nachstimmen bei einer
Morino IV S zwischen 20 und 35 Euro.

Versaut man beim Selbst-Reparaturversuch allerdings die Diskantstimmung
so, daß die Bezugstöne nicht mehr passen, dann ist man mit einmal
komplett Stimmen für 300-800 Euro dabei.

--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg -
APAYA running System - Achim Göbel wrote:
> Mike Sound wrote:
>
>
>>Einer Anleitung, in der beschrieben wird, wie man ein
>>Akkordeon öffnet (u. später wieder zu macht), wie man vorsichtig mit
>>Spiritus o.ä. reinigt etc.
>>Gibt es sowas?
>
>
> nicht das ich dir helfen könnte, aber eine ähnliche Frage habe ich auch mal
> gestellt

Re: Akkordeon - Bauplan?

am 14.07.2006 22:28:10 von Erhard Schwenk

. Ich bin eindrucksvoll von meinem Vorhaben abgebracht worden.
>
> Ist in der FAQ verewigt, klick mal auf
>
> Mal sehen ob du immer noch vor hast dein Akordeon selber zu stimmen ;-)

Also selber stimmen würd ich lassen - der FAQ-Beitrag geht ja auf eines
meiner Postings zurück.

Was relativ ungefährlich ist, ist das Ausblasen der Stimmstöcke. Man
sollte das aber nur in einem trockenen, möglichst staubfreien Raum
machen und sehr vorsichtig zu Werke gehen:

1. Balg öffnen (meist die entsprechenden Nägel ziehen, bei manchen
instrumenten auch Schrauben. Achtung, dabei kann man das Gehäuse
verkratzen. Nein, keine rohe Gewalt, das muß nacher wieder alles absolut
luftdicht schließen. Passendes Werkzeug benutzen, das die Balgnägel
nicht beschädigt (also keine Seitenschneider, keine Flachzange mit
Riffelung auf den Backen, keine Beißzange, keinen Geisfuß oder
dergleichen, sondern am besten eine speziell für diesen Zweck
vorgesehene Kugelzange)

2. den betroffenen Stimmstock und die betroffene Zunge genau
identifizieren. Erstmal schauen, ob Schmutz (z.B. eine Faser, ein Haar,
Staubkorn) im Luftspalt erkennbar sind. Achtung: nicht die Ventile knicken!

Falls Fremdkörper gefunden: mit einer kleinen Pinzette vorsichtig
entfernen. Nicht ins Gehäuse fallen lassen!

3. tut sich immer noch nichts, kann man den Stimmstock _vorsichtig_
ausbauen. Meist heißt das, eine Schraube lösen, einen Riegel
zurückschieben und den Stimmstock entnehmen. ACHTUNG: bei einigen
Instrumenten (z.B. Hohner Concerto der ersten Serien) sind die
Registerschieber in die Stimmstöcke integriert. Da darf man die Schieber
nicht verbiegen! Im Zweifelsfall lieber Finger weg und zur Werkstatt!

Auf dem ausgebauten Stimmstock kann man vorsichtig wie auf einer
Mundharmonika blasen und so evtl. Fremdkörper "herauspusten". Man sollte
spätestens jetzt sehen können, ob evtl. die Stimmplatte ab ist.

Instrument nun wieder vorsichtig in umgekehrter Reihenfolge
zusammensetzen. Aufpassen: die Stimmstöcke müssen plan und dicht auf der
Füllung sitzen, die Registerschieber dürfen nicht hakeln, der Balg muß
dicht sein. Kratzer oder andere Schäden am Gehäuse sollte man auch
vermeiden, denn die sind auf dem Zelluloid nicht einfach zu entfernen.
Und natürlich nicht mit irgendwelchen Werkzeugen Löcher in den Balg drücken!

Wenns der Ton jetzt geht -> Glück gehabt. Wenn nicht bzw. wenn die
Stimmplatte als abgebrochen identifiziert wurde -> Instrument zur
Werkstatt bringen.



--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg -
APAYA running System - Hallo Leute, seit heute Morgen spiele ich Saxophon, eben mußte ich
aufhören weil mich meine Frau angeschnauzt hat ;-(
Also die Thomann-Kanne für 498,-Euronen ist so schlecht nicht.
Ein stabiler Holzkoffer, lederbezogen.
Die optische Verarbeitung des Instrumentes ist nicht übel. Das
Klappenwerk ist nicht geräuschlos aber das ist es wohl auch nicht. Die
linke-kleiner Finger Mechanik ist mir n

Re: Akkordeon - Bauplan?

am 15.07.2006 12:03:05 von Mike Sound

ert :-(
Mein Instrument muss viel aushalten, es ist in einem Koffer wie PA-Teile,
damit im Bus darauf gestapelt werden kann. Trotz Ermahnung gehen Roadies oft
nicht sehr "erschütterungsfrei" damit um. Dann die Temperaturschwankungen.
Gibt es Instrumente, die bekannt dafür sind, dass sie robust sind?

MikeMike Sound wrote:
> Danke für die guten Tips, Eberhard!

Ich heiße Erhard. Ohne "be" :-)

> Deine Anleitung hab ich mir sofort ausgedruckt!
> Genau das war's, worauf ich aus war: kleinere Reinigung, um klemmende Töne
> wieder zum Klingen zu bringen. Da muss man natürlich wissen, wie man das
> Akkordeon richtig auf u. zu macht. Stimmen würde ich mir n

Re: Akkordeon - Bauplan?

am 15.07.2006 12:44:35 von Erhard Schwenk

ie trauen! Weil
> ich es mit Klavier ganz gut hinkriege, hab ich das mal mit einem
> Fender-Rhodes probiert :-(

Wie gesagt, Du kannst auch so schon genug kaputt machen. Ein verbogener
Registerschieber kann z.B. unter bestimmten Umständen sogar zu einem
Beinahe-Totalschaden ausarten. Und die Balgdichtung ist auch nicht unheikel.

> Mein Instrument muss viel aushalten, es ist in einem Koffer wie PA-Teile,
> damit im Bus darauf gestapelt werden kann. Trotz Ermahnung gehen Roadies oft
> nicht sehr "erschütterungsfrei" damit um. Dann die Temperaturschwankungen.
> Gibt es Instrumente, die bekannt dafür sind, dass sie robust sind?

Kommt erstmal drauf an, was Du für Ansprüche ans Instrument stellst
(Tonumfang, Register, Klang). Und natürlich, wieviel Geld Du ausgeben
möchstest.

Der Marktführer hierzulande ist zweifellos Hohner, man kriegt aber bei
anderen Herstellern durchaus auch mal mehr oder ein besseres Instrument
für weniger Geld. Wobei die Listenpreise der Hersteller ohnehin maximal
ne Verhandlungsbasis sind, in der Regel ist da noch Spielraum.

Einen guten Marktüberblick gibt die entsprechende Halle der Musikmesse
Frankfurt.

Bei den Konzertakkordeons gibt es ganz grob eine gute Hand voll größere
deutsche Firmen - Hohner, Kratt, Harmona dürften die bekanntesten sein,
aber es gibt auch noch ein paar kleinere wie z.B. Gomes -, ca. 40-50
italienische Hersteller (die meisten aus der Gegend von Castelfidardo,
z.B. Pigini, Dallape, Bugari, Beltuna, Zero Sette), dann noch ein paar
russische (Jupiter, Akko, ...), die Niederländische Firma Accordiola und
diverse Kleinhersteller und Exoten. ich hoffe, ich hab jetzt nix
nennenswertes unterschlagen.

Darüber hinaus gibt es noch einige eher volkstümlich orientierte oder
nur lokal arbeitende Hersteller - da würde ich z.B. Kärntnerland, Zupan,
Hemgesberg und Konsorten dazuzählen.

Die richtig hochwertigen Konzert-Instrumente (also z.B. Hohner Morino
und Gola, Pigini Bayan Superior, Weltmeister Supita aus der "richtigen"
Serie) sind eher auf Klang als auf Robustheit konstruiert. Insbesondere
Temperaturschwankungen mögen deren Stimmplatten aufgrund des kleinen
Luftspalts überhaupt nicht gerne. Aufgrund der teuren Teile
(höchstwertige Stimmplatten, Mechanik in Handarbeit ausgeführt) sind
auch Reparaturen hier oft kostspielig.

Die meisten Schülerinstrumente hingegen sind relativ robust und gut zu
reparieren, aber halt auch klanglich nicht der Überbrüller, außerdem ist
die Ausstattung halt meist etwas eingeschränkt. Wobei das Thema "Klang"
auch von Deinem Klangideal abhängt.

Was Du beschreibst hört sich eher nach Unterhaltungsmusik oder
Band-Betrieb an. Melodiebaß oder Convertor dürfte für Dich dann eher
kein Thema sein, ein "großes" 41/V/120er Standardbaßinstrument
wahrscheinlich auch schon zu groß. 96 Bässe, 37 Diskanttasten und 4
Chöre wären vielleicht ein ganz gut spielbarer Kompromiß zwischen
Handlichkeit und Flexibilität. Ob Cassotto oder nicht, hängt von Deinem
klangideal ab.

Da würde ich mich mal bei Victoria, Pigini, Hohner, Beltuna, Gomes und
Harmona umschauen, die Hersteller haben aber im Prinzip alle teils
mehrere Varianten in dieser Größe im Programm. Wenns eher
alpenländisch-volkstümlich angehaucht sein soll oder Du mit spezielleren
Klangidealen arbeitest, wäre auch Zupan vielleicht interessant.

Auf dem Gebrauchtmarkt könntest Du z.B. auf eine brauchbare Hohner
Favorit IVp, Cassotto I oder Morino 374 stoßen - zumindest die Favorit
sollte aber ein Fachmann durchschauen, weil da verzieht sich manchmal
Kunststoffgehäuse im Lauf der Zeit, was einem Totalschaden gleichkommt.

--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg -
APAYA running System - > writes:

> Tach miteinander, :-)
>
> ich brauche mal ein paar Stimmen/ Erfahrungen bezüglich
> Geigenunterricht für Kinder:
> Ein 7 jähriges Mädchen äußert von sich aus, es würde gerne Geige
> spielen lernen.

Re: Akkordeon - Bauplan?

am 15.07.2006 19:48:17 von unknown

rumentalunterricht an Gymnasien

Re: Akkordeon - Bauplan?

am 17.07.2006 13:43:01 von Mike Sound

ngende
Töne beseitigen, dicht(!) wieder zumachen)
ist nicht so ohne. Inzwischen frag ich mich, ob ich nicht die Finger davon
lassen sollte :-((

Einen schönen Tag allen!
Mike


"Barbara Kiray-Hueholt" <> schrieb im Newsbeitrag
news:
> Hallo Mike,
>
> "Mike Sound" <> schrieb:
>
>>Danke für die guten Tips, Eberhard!
>>Deine Anleitung hab ich mir sofort ausgedruckt!
>>Genau das war's, worauf ich aus war: kleinere Reinigung, um klemmende Töne
>>wieder zum Klingen zu bringen. Da muss man natürlich wissen, wie man das
>>Akkordeon richtig auf u. zu macht.
>
> Vielleicht kann Dir hier jemand weiterhelfen
> www.jula-bassana.de
> Das ist ein "Treff" von Akkordeon-Leuten für Akkordeon-Leute mit
> Forum.
> (Spiele selbst nicht, aber eine Freundin macht da mit.)
>
> Gruß
> Barbara
> --
> /\_/\
> / _ _ \
> ( >o< )
> www.textkladde.dePost removed (X-No-Archive: yes)Claus Stieghorst wrote:

>aufoktroieren

Aua. Sonst nicht meine Art, aber:

- es schreibt sich "oktroyieren"

- es kommt aus dem Französischen und bedeutet aufdrängen, aufzwingen - da
noch ein "auf" vorzusetzen tut mir immer weh.

Also lass das! ;)

Bye

woffi