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#1: Re: Suche OMS

Posted on 2003-10-13 20:35:59 by gacki

Martin Bochmann &lt;<a href="mailto:superboch&#64;feedbacksound.de" target="_blank">superboch&#64;feedbacksound.de</a>&gt; wrote:

&gt; Carsten Blüm &lt;<a href="mailto:bluem&#64;gmx.de" target="_blank">bluem&#64;gmx.de</a>&gt; wrote:
&gt;
&gt; &gt; Martin Bochmann &lt;<a href="mailto:superboch&#64;feedbacksound.de" target="_blank">superboch&#64;feedbacksound.de</a>&gt; wrote:
&gt; &gt;
&gt; &gt; &gt; Sei froh. Allerdings sind Teile wie der DX7 (Version 1) auch selbst in
&gt; &gt; &gt; Bezug auf MIDI ziemliche Gurken.
&gt; &gt;
&gt; &gt; Kein Wunder, oder? Der ist gerade mal ein Jahr jünger als MIDI.
&gt;
&gt; Ich vermute eher, daß YAMAHA mal wieder einen proprietären Standard
&gt; erschaffen wollte, um &quot;ihr eigenes&quot; MIDI zu haben.

Nö.

&gt; Technisch dürfte es
&gt; kein Problem gewesen sein, Controller von 1-128 statt von 1-100 zu
&gt; definieren.

Beim &quot;alten&quot; DX-7 betraf das aber nicht die Controller, sondern die
Velocity. Und die war auf 100 begrenzt, weil die interne Klangerzeugung
nur in 100 Stufen auflöste (weshalb die DX auch etwas komisch klangen,
wenn sie von einer Tastatur gespielt wurden, die bis 127 ging).
Man darf dabei nicht vergessen, daß der DX de facto der erste
anschlagdynamische MIDI-Synth war; die Erfahrungen gab es einfach mal
nicht. Und was die ersten MIDI-Implementationen anderer Hersteller
angeht, da kann ich Sachen erzählen...

&gt; Martin, gerade nicht wissend, wohin zu fuppen wär

Ich mache mal ein Angebot.

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#2: Re: Suche OMS

Posted on 2003-10-13 22:23:27 by Oliver Sprenger

Malte Rogacki wrote:

&gt; Und was die ersten MIDI-Implementationen anderer Hersteller
&gt; angeht, da kann ich Sachen erzählen...

&lt;mich mal einmischend&gt;
Ich habe hier noch einen (wohl zu dieser Zeit) für teures Geld
nachträglich midifizierten Korg Poly 61, der fällt wohl unter diese
Kategorie... :-)
&lt;/mich mal einmischend&gt;

Gruß,
--
Oliver Sprenger
<a href="http://www.AudiCommunity.org" target="_blank">http://www.AudiCommunity.org</a>
Die älteste deutschsprachige Audi-Gemeinschaft im Netz!

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#3: Re: Suche OMS

Posted on 2003-10-13 23:32:24 by gacki

Oliver Sprenger &lt;<a href="mailto:o_sprenger&#64;audi80.com" target="_blank">o_sprenger&#64;audi80.com</a>&gt; wrote:

&gt; &gt; Und was die ersten MIDI-Implementationen anderer Hersteller
&gt; &gt; angeht, da kann ich Sachen erzählen...
&gt;
&gt; &lt;mich mal einmischend&gt;
&gt; Ich habe hier noch einen (wohl zu dieser Zeit) für teures Geld
&gt; nachträglich midifizierten Korg Poly 61, der fällt wohl unter diese
&gt; Kategorie... :-)
&gt; &lt;/mich mal einmischend&gt;

Ja, das ist auch so ein Kandidat. Fast alle MIDI-Geräte bis etwa 1985
hatten irgendeine Macke. Legendär sind z.B. die ersten Firmware-Releases
des Prophet 600 (was ja der erste MIDI-Synthesizer überhaupt war). Das
reichte wirklich gerade mal dafür, einen anderen Prophet 600 mit der
Tastatur anzusteuern; Pitch Bend und Modulation lieferten höchstens
Zufallswerte; und wenn man ihn von einer anderen Tastatur spielte, bekam
man (wegen fehlender Umsetzung von Note On mit Velocity 0) mit etwas
Glück nur Notenhänger.

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#4: Re: Suche OMS

Posted on 2003-10-14 18:51:56 by superboch

Malte Rogacki &lt;<a href="mailto:gacki&#64;gacki.sax.de" target="_blank">gacki&#64;gacki.sax.de</a>&gt; wrote:

&gt; &gt; &gt; &gt; Sei froh. Allerdings sind Teile wie der DX7 (Version 1) auch selbst in
&gt; &gt; &gt; &gt; Bezug auf MIDI ziemliche Gurken.
&gt; &gt; &gt;
&gt; &gt; &gt; Kein Wunder, oder? Der ist gerade mal ein Jahr jünger als MIDI.
&gt; &gt;
&gt; &gt; Ich vermute eher, daß YAMAHA mal wieder einen proprietären Standard
&gt; &gt; erschaffen wollte, um &quot;ihr eigenes&quot; MIDI zu haben.
&gt;
&gt; Nö.

Barum?

&gt; &gt; Technisch dürfte es
&gt; &gt; kein Problem gewesen sein, Controller von 1-128 statt von 1-100 zu
&gt; &gt; definieren.
&gt;
&gt; Beim &quot;alten&quot; DX-7 betraf das aber nicht die Controller, sondern die
&gt; Velocity. Und die war auf 100 begrenzt, weil die interne Klangerzeugung
&gt; nur in 100 Stufen auflöste

Die Tastatur übrigens nur in 7 oder 8 Schritten. Es betraf aber AFAIR
die kompletten numerischen Werte. Ich kann das aber frühestens am
Donnerstag oder Freitag nachprüfen. Im Proberaum hab ich keinen
Computer, und am Computer hab ich gerade keinen DX7. :-)

&gt; (weshalb die DX auch etwas komisch klangen,
&gt; wenn sie von einer Tastatur gespielt wurden, die bis 127 ging).

Jepp.

&gt; Man darf dabei nicht vergessen, daß der DX de facto der erste
&gt; anschlagdynamische MIDI-Synth war; die Erfahrungen gab es einfach mal
&gt; nicht. Und was die ersten MIDI-Implementationen anderer Hersteller
&gt; angeht, da kann ich Sachen erzählen...

Erzähl mal.

&gt; &gt; Martin, gerade nicht wissend, wohin zu fuppen wär
&gt;
&gt; Ich mache mal ein Angebot.

Gute Wahl. :-)

Martin

--
Weltherrscher zu detebe www.ganzabnormal.de .--.
(CddF)
-- ART Topfenstrudel 1703 -- Ich war dabei! -- °--°
Ein einmaliges Erlebnis!

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#5: Re: Suche OMS

Posted on 2003-10-15 14:27:22 by gacki

Martin Bochmann &lt;<a href="mailto:superboch&#64;feedbacksound.de" target="_blank">superboch&#64;feedbacksound.de</a>&gt; wrote:

&gt; &gt; &gt; Ich vermute eher, daß YAMAHA mal wieder einen proprietären Standard
&gt; &gt; &gt; erschaffen wollte, um &quot;ihr eigenes&quot; MIDI zu haben.
&gt; &gt;
&gt; &gt; Nö.
&gt;
&gt; Barum?

Weil das Verhalten von Yamaha in diesem Bereich typisch für die
&quot;Kinderkrankheiten&quot; nahezu aller Hersteller war. Tatsächlich hat Yamaha
(abgesehen von den Problemen mit der allerersten Revision des DX-7, die
Aftertouch als Controller zu senden versuchte) eine ziemlich robuste
Implementation hinbekommen.

&gt; &gt; &gt; Technisch dürfte es
&gt; &gt; &gt; kein Problem gewesen sein, Controller von 1-128 statt von 1-100 zu
&gt; &gt; &gt; definieren.
&gt; &gt;
&gt; &gt; Beim &quot;alten&quot; DX-7 betraf das aber nicht die Controller, sondern die
&gt; &gt; Velocity. Und die war auf 100 begrenzt, weil die interne Klangerzeugung
&gt; &gt; nur in 100 Stufen auflöste
&gt;
&gt; Die Tastatur übrigens nur in 7 oder 8 Schritten.

Die Auflösung ist etwas bizarr; die übertragenen Werte sind (bei meinem
DX) 0, 16, 17, 21, 24, 25, 31, 32, 36 usw. bis maximal 109.

&gt; Es betraf aber AFAIR
&gt; die kompletten numerischen Werte.

Nö. Alle anderen Bereiche (Controller, Pitch Bend usw.) laufen stufenlos
durch. Wobei Pitch Bend sogar als 14 bit-Wert gesendet wird, dabei aber
nur das MSB &quot;sinnvoll&quot; benutzt wird (das LSB, was normalerweise den
Bereich zwischen den MSB feiner aufteilen sollte, wird nur bei Bendings
nach oben benutzt und dort auch schnöde zusammen mit den MSB jeweils um
1 erhöht). Wie gesagt, die Implementation war relativ robust, aber
natürlich noch verbesserbar (siehe Grey Matter E!, Jellinghaus usw.)

&gt; &gt; Man darf dabei nicht vergessen, daß der DX de facto der erste
&gt; &gt; anschlagdynamische MIDI-Synth war; die Erfahrungen gab es einfach mal
&gt; &gt; nicht. Und was die ersten MIDI-Implementationen anderer Hersteller
&gt; &gt; angeht, da kann ich Sachen erzählen...
&gt;
&gt; Erzähl mal.

Ich hatte ja in einem anderen Posting schon kurz was angedeutet. Das
wird jetzt aber sehr technisch und setzt gewisse Kenntnisse voraus.
Sequential (die ja maßgeblich federführend bei der Entwicklung von MIDI
waren) brachte den Prophet 600 mit einem absolut rudimentären
Betriebssystem im Hinblick auf MIDI heraus; es dauerte mehrere
Revisionen, bis MIDI damit halbwegs vernünftig funktionierte. Wie
bereits beschrieben, hatten die ersten Revisionen außer Note On/Off
nicht viel mehr an Bord, was funktionierte. Witzigerweise hatte man aber
das &quot;Note On mit Velocity 0 entspricht einem Note Off&quot; nicht eingebaut.
Nun war der Prophet 600 nicht anschlagsdynamisch und ignorierte
folgerichtigerweise die übertragene Velocity. Spielte man ihn nun von
einem anderen Synth, der statt Note Off ein Note On mit Velocity 0
sendete, triggerte der Prophet 600 die selbe Note noch mal, statt sie
&quot;abzuschalten&quot;.
Die Crumar-Ingenieure wiederum legten beim Bit One die Funktion von
&quot;Running Status&quot; sehr kreativ aus. Ich bekam aus dem Teil irgendwie kein
sinnvolles MIDI heraus; an der Schnittstelle &quot;fehlte&quot; irgendwas. Tja,
ich hatte den Fehler gemacht, das Gerät erst einzuschalten und *danach*
das MIDI-Kabel anzuschließen. &quot;Running Status&quot; dient ja eigentlich dazu,
die Daten etwas &quot;auszudünnen&quot;, indem nur dann ein neues Statusbyte
gesendet wird, wenn sich das Statusbyte (ergo der Befehl) ändert. Spiele
ich z.B. mehrere Noten hintereinander, hätten die alle das selbe
Statusbyte; es würde also nur für die erste Note das Statusbyte
geschickt werden, für die darauffolgenden nur die Datenbytes. Was
dachten sich also die Crumar-Ingenieure in ihrer unendlichen Weisheit?
&quot;Hm, der Bit One kann ja nur Noten übertragen, keine Modulation, Pitch
Bend usw. Am einfachsten ist wohl, wir schicken beim Einschalten (!) ein
einzelnes Statusbyte für Note On, dann brauchen wir danach nur noch
Datenbytes zu senden.&quot;
Da wäre Casio, die bei einem ihrer frühesten Instrumente (CZ-Serie?)
Master Tune auf einen Controller legten, der standardmäßig eigentlich
anders benutzt wurde (ich habe vergessen, ob es Data Entry oder Master
Volume war). Die Folgen in einem größeren Setup sind wohl vorstellbar.
Casio schaffte es auch, ein sehr eigenwilliges Handshaking in der
SysEx-Kommunikation einzubauen.
Dann neigten verschiedene Hersteller dazu, im SysEx-Bereich die
ausgehenden und eingehenden Dumps unterschiedlich anzulegen, was dazu
führte, daß man nicht einfach Sounds von einem zum anderen Gerät
übertragen konnte (bzw. sie in einem Bankloder abspeichern konnte),
sonern immer durch irgend eine Software gehen mußte, die die Header
modifizierte.
Dann das ganze Hickhack mit den verschiedenen Modes (Omni, Mono, Poly),
von dem anscheinend keiner wußte, wie man die richtig implementieren
sollte.
Ein Hersteller (ich glaube, es war Roland) schoß mal einen kapitalen
Bock - das Gerät sendete beim Loslassen der jeweils letzten gedrückten
Taste ein &quot;All Notes Off&quot;. Also einen Befehl, den andere Geräte
normalerweise mit &quot;schalte alles stumm&quot; interpretierten. Das war
besonders prickelnd, wenn man am steuernden Roland-Gerät z.B. das
Sustain-Pedal getreten hatte und somit auf einen &quot;stehenden&quot; Klang
hoffte.
Da gab es noch viele andere Dinge, wie z.B. die Frage der korrekten
Anwendung des Bank Select-Controllers.

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#6: Re: Suche OMS

Posted on 2003-10-15 20:58:07 by superboch

Malte Rogacki &lt;<a href="mailto:gacki&#64;gacki.sax.de" target="_blank">gacki&#64;gacki.sax.de</a>&gt; wrote:

&gt; Weil das Verhalten von Yamaha in diesem Bereich typisch für die
&gt; &quot;Kinderkrankheiten&quot; nahezu aller Hersteller war. Tatsächlich hat Yamaha
&gt; (abgesehen von den Problemen mit der allerersten Revision des DX-7, die
&gt; Aftertouch als Controller zu senden versuchte) eine ziemlich robuste
&gt; Implementation hinbekommen.

Na, immerhin eine absturzsichere, das muß ich zugeben.

&gt; &gt; &gt; Beim &quot;alten&quot; DX-7 betraf das aber nicht die Controller, sondern die
&gt; &gt; &gt; Velocity. Und die war auf 100 begrenzt, weil die interne Klangerzeugung
&gt; &gt; &gt; nur in 100 Stufen auflöste
&gt; &gt;
&gt; &gt; Die Tastatur übrigens nur in 7 oder 8 Schritten.
&gt;
&gt; Die Auflösung ist etwas bizarr; die übertragenen Werte sind (bei meinem
&gt; DX) 0, 16, 17, 21, 24, 25, 31, 32, 36 usw. bis maximal 109.

Ups, das habe ich jetzt auch mit der &quot;Key Velocity Sensitivity&quot; in den
Einzelprogrammen velwexert. Wieviel die allerdings &quot;real&quot; auflöste, ist
mir nicht bekannt. Deine Werte kommen bei meinem auch so in etwa hin.

&gt; Nö. Alle anderen Bereiche (Controller, Pitch Bend usw.) laufen stufenlos
&gt; durch. Wobei Pitch Bend sogar als 14 bit-Wert gesendet wird, dabei aber
&gt; nur das MSB &quot;sinnvoll&quot; benutzt wird (das LSB, was normalerweise den
&gt; Bereich zwischen den MSB feiner aufteilen sollte, wird nur bei Bendings
&gt; nach oben benutzt und dort auch schnöde zusammen mit den MSB jeweils um
&gt; 1 erhöht). Wie gesagt, die Implementation war relativ robust, aber
&gt; natürlich noch verbesserbar (siehe Grey Matter E!, Jellinghaus usw.)

Stimpt auch. Hab eben noch mal in der Anleitung nachgeschaut. Die
&quot;internen&quot; Werte sind nur bis 99, werden aber in 127 übersetzt.

[Ganz ausgezeichnete Story geschnippt]

Danke!

&gt; Dann das ganze Hickhack mit den verschiedenen Modes (Omni, Mono, Poly),
&gt; von dem anscheinend keiner wußte, wie man die richtig implementieren
&gt; sollte.

Die Frage der Benutzung derselben stellt sich beim DX7 ja nicht
wirklich. :-)

Martin

--
Weltherrscher zu detebe www.ganzabnormal.de .--.
(CddF)
-- ART Topfenstrudel 1703 -- Ich war dabei! -- °--°
Ein einmaliges Erlebnis!

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