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Musik » de.rec.musik.rock+pop » Auch das noch...
| Auch das noch... [message #220480] |
Fri, 25 March 2005 15:32 |
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....Stefan Raab "als bester Musikproduzent des Jahres" für Echo nominiert.
Eben gelesen:
"Allroundtalent Stefan Raab ist für den Musikpreis Echo in der Kategorie
«Bester Musikproduzent des Jahres» nominiert. Die Auszeichnung soll am 1.
April im Berliner Estrel Convention Center vergeben werden.
Für den Preis muss sich Raab gegen namhafte Konkurrenz durchsetzen. Neben
dem Fernseh-Entertainer dürfen sich nach Veranstalterangaben auch der
Hannoveraner Produzent Mousse T. und Popstar Lukas Hilbert Hoffnungen auf
die Auszeichnung machen.
Am 2. April findet die offizielle Echo-Gala in Berlin statt, bei der
erfolgreiche Künstler aus der deutschen und internationalen Musikszene in 25
Kategorien ausgezeichnet werden. Moderiert wird die Show von RTL-Mann Oliver
Geissen und der Sängerin Yvonne Catterfeld.
Unter anderem sind Auftritte von Popstars wie Anastacia, Mariah Carey und
Nena geplant. Zudem haben sich Bands wie Die Fantastischen Vier und Wir sind
Helden angesagt. Der Kölner Privatsender RTL überträgt die Preisverleihung
am Abend zeitversetzt im Fernsehen.
Die sächsische Band Silbermond liegt mit insgesamt vier Nominierungen bei
der diesjährigen Verleihung vorn. Die mit dem Hit «Symphonie» bekannt
gewordene Band ist unter anderem als beste nationale Rock-Pop-Gruppe und als
bester nationaler Live-Act nominiert. Je drei Nominierungen räumten der
Berliner Rapper Sido, die Sängerin Annett Louisan sowie die Bands Rammstein,
Juli und Beatsteaks ab. Als erfolgreichste Single des Jahres geht neben
anderen «Schnappi, das kleine Krokodil» ins Rennen.
Der Echo wird seit 1992 jährlich von der Deutschen Phono-Akademie vergeben
und gilt als einer der renommiertesten Musikpreise. Zu den Echo-Preisträgern
der vergangenen Jahre zählen unter anderen Herbert Grönemeyer, Marius
Müller-Westernhagen oder Madonna."
---
Ganz klar: Deutschland für Schnappi!!!
Gruß ;)
Rainer
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| Re: Auch das noch... [message #220486 ] |
Fri, 25 March 2005 19:43 |
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Rainer Bartels wrote:
> ...Stefan Raab "als bester Musikproduzent des Jahres" für Echo
> nominiert.
Ein guter Produzent ist er ja. Und hey, es ist nur der Echo, der
unwichtigste wichtigste Musikpreis Europas.
mfg, Sebastian
--
Als ich ein kleiner Junge war und der Rock'n'Roll nach Ostdeutschland
kam, da haben die Kommunisten gesagt, er sei subversiv - Möglich dass
sie recht hatten. (Arnold Schwarzenegger in Phantom Kommando)
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| Re: Auch das noch... [message #220490 ] |
Sat, 26 March 2005 03:37 |
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Sebastian Sachse wrote:
>
> Rainer Bartels wrote:
> > ...Stefan Raab "als bester Musikproduzent des Jahres" für Echo
> > nominiert.
>
> Ein guter Produzent ist er ja.
Ja gut ääääh, früher bedeutete der Begriff "Produzent" mal was anders
als mit einem Wok zu rodeln, musikalisch desolate Fliegenfränze zum
Eurovision Song Contest zu schicken oder am lautesten über seine eigenen
dummen Witze zu lachen.
Unter einem Produzent verstehe ich Leute wie Phil Spector, George
Martin, Tony Visconti etc., aber keinesfalls Klassenkasper wie Raab.
Zumal es zu seiner Nominierung mit Tommi Eckart, Inga Humpe, Paul van
Dyk, Chris Rautenkranz, Uwe Fahrenkrog Petersen etc. selbst in
heimischen Gefilden genügend talentierte Alternativen gäbe.
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| Re: Auch das noch... [message #220491 ] |
Sat, 26 March 2005 06:49 |
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"Rainer Bartels" <rainer.b-mail [at] lycos.de> zitierte:
> ...Stefan Raab "als bester Musikproduzent des Jahres" für Echo nominiert.
>
> Eben gelesen:
>
| ....
Oh vielen Dank Rainer.
Jetzt hab ich meinen Monitor so vollgereihert, jetzt darf ich alles wieder
saubermachen. Iiiih.
Andreas
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| Re: Auch das noch... [message #220494 ] |
Sat, 26 March 2005 08:35 |
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Sebastian Sachse wrote:
> Rainer Bartels wrote:
>> ...Stefan Raab "als bester Musikproduzent des Jahres" für Echo
>> nominiert.
>
> Ein guter Produzent ist er ja.
Hallo
Einen Namen hat er sich gemacht, das ist wahr. Raab bedient immer fein
die Marktlücken die er und sein Team finden. Die meisten scheinen nach
den Lücken zu suchen indem soe aug Knien rutschen denn "tiefer" kann man
oft nicht sinken. Wo findet Raab seine Fans: Bei ständig auf die eine
oder andere Art angeschickerten Party-People und superangepassten
"bittesagunswastrendistdamitichnichtsverpasse-Freaks", kritik- und
hirnlosen Mitläufern.... (in der Hinsicht kann man allerdings froh sein,
daß es "nur" ein Raab ist, dem sie hinterherlaufen!)
Raab und guter Produzent? Ich weiß nicht, was gut an seinen Songs
sein soll, die sind aus steinalten, Tausendfach gehörten Schnipseln
zusammengesetzt. Musik auf dem Niveau einer guten Anfänger-Schulband.
Sicher, das kommt natürlich bei seinen speziellen Fans gut an weil alles
ja schon irgendwie bekannt ist - gut ist aber was anderes.
Preise gibts natürlich: Raab hat großen Einfluss auf den Markt da
ihm seine Fans kritiklos nachlaufen (wie gesagt), da muss man ihm schon
deshalb Preise verleihen damit man ihn bei Laune hält, reines
Geschäftsdenken.
Lutz
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| Re: Auch das noch... [message #220497 ] |
Sat, 26 March 2005 13:36 |
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Lutz Bojasch schrieb:
[...]
> Raab und guter Produzent? Ich wei=DF nicht, was gut an seinen Songs=20=
> sein soll [...]
Was zeichnet einen guten Produzenten denn aus?
Christian
--=20
herunterladen - w=E4hlen - aktualisieren - handhaben - weiterleiten - =
Spiel
Spielfilm - Geschwindigkeit - Kinder - Ansturm - Kundendienst - Ereign=
is
Nachrichten - Leibw=E4chter - Trainer - Eintrittskarte - Rummel - K=F6d=
er - DNS
|
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| Re: Auch das noch... [message #220499 ] |
Sat, 26 March 2005 16:43 |
|
Christian Janoff wrote:
> Lutz Bojasch schrieb:
>
> [...]
>> Raab und guter Produzent? Ich weiß nicht, was gut an seinen Songs
>> sein soll [...]
>
> Was zeichnet einen guten Produzenten denn aus?
MUT
|
|
|
| Re: Auch das noch... [message #220500 ] |
Sat, 26 March 2005 16:45 |
|
Werner Franke schrieb:
> Sebastian Sachse wrote:
>=20
>>Rainer Bartels wrote:
>>
>>>...Stefan Raab "als bester Musikproduzent des Jahres" f=FCr Echo
>>>nominiert.
>>
>>Ein guter Produzent ist er ja.
=2E..
>=20
> Unter einem Produzent verstehe ich Leute wie Phil Spector, George
> Martin, Tony Visconti etc., aber keinesfalls Klassenkasper wie Raab.
> Zumal es zu seiner Nominierung mit Tommi Eckart, Inga Humpe, Paul van
> Dyk, Chris Rautenkranz, Uwe Fahrenkrog Petersen etc. selbst in
> heimischen Gefilden gen=FCgend talentierte Alternativen g=E4be.
das mit Paul van Dyk meinst Du doch nicht ernst, oder?
H=F6r Dir mal die letzten beiden PVD-Alben an, die er m.W. allein
produziert hat, und die ersten beiden, wo ein echter Produzent (Jens
Woynar) mitwirkte.
Da liegen f=FCr mich Welten zwischen.
Uwe Fahrenkrog Petersen ruht sich imho auch schon lange auf den
Nena-Lorbeeren aus. Wirklich berauschend waren seine Erg=FCsse seitdem ja=
nun wirklich nicht.
Gruss,
Chris
x-fup d.r.m.r+p
--=20
Dirk Bach (schon etwas angeheitert) an die Vertreter der Musikindustrie
bei der Echo-Verleihung angesichts der Nominierten:
"Und Ihr wundert euch, dass es Euch schlecht geht?"
http://www.ccc.de/campaigns/boycott-musicindustry?language=3 Dde
|
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| Re: Auch das noch... [message #220501 ] |
Sat, 26 March 2005 20:07 |
|
Lutz Bojasch schrieb:
> Christian Janoff wrote:
>> Lutz Bojasch schrieb:
>>=20
>> [...]
>>> Raab und guter Produzent? Ich wei=DF nicht, was gut an seinen Songs=
=20
>>> sein soll [...]
>>=20
>> Was zeichnet einen guten Produzenten denn aus?
>=20
> MUT
Gut, da=DF wir das gekl=E4rt haben.
Christian
--=20
herunterladen - w=E4hlen - aktualisieren - handhaben - weiterleiten - =
Spiel
Spielfilm - Geschwindigkeit - Kinder - Ansturm - Kundendienst - Ereign=
is
Nachrichten - Leibw=E4chter - Trainer - Eintrittskarte - Rummel - K=F6d=
er - DNS
|
|
|
| Re: Auch das noch... [message #220502 ] |
Sun, 27 March 2005 09:27 |
|
Christian Janoff wrote:
> Lutz Bojasch schrieb:
>
>> Christian Janoff wrote:
>>> Lutz Bojasch schrieb:
>>>
>>> [...]
>>>> Raab und guter Produzent? Ich weiß nicht, was gut an seinen Songs
>>>> sein soll [...]
>>>
>>> Was zeichnet einen guten Produzenten denn aus?
>>
>> MUT
>
> Gut, daß wir das geklärt haben.
Hallo
Du scheinst es nicht zu verstehen und reagierst
"eingeschnappt-überheblich"
Mut ist tatsächlich eine wichtige Eigenschaft eines guten Produzenten
denn es erfordert Mut:
* ausgetretende, Pfade zu verlassen
* auf vermeindlich schnelle, kommerzielle Erfolge zu verzichten
* junge Talente anzuerkennen und zu fördern
* eigene Visionen zulassen und an deren Verwirklichung arbeiten
* sich immer wieder selbst in Frage stellen
* ...
Gruß Lutz
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| Re: Auch das noch... [message #220503 ] |
Sun, 27 March 2005 11:13 |
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Rainer Bartels <rainer.b-mail [at] lycos.de> schrieb:
> Die Auszeichnung soll am 1. April ... vergeben werden.
^^^^^^^^^^^
Passend!
Gruß Frank
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| Re: Auch das noch... [message #220504 ] |
Sun, 27 March 2005 11:20 |
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"Christian Janoff" <usenet-mar-2005 [at] janoff.de> schrieb im Newsbeitrag
news:5980019.TVLq4Uzs8K [at] janoff.myfqdn.de...
Lutz Bojasch schrieb:
[...]
> Raab und guter Produzent? Ich weiß nicht, was gut an seinen Songs
> sein soll [...]
Was zeichnet einen guten Produzenten denn aus?
Es gibt zwei Möglichkeiten, ... er versucht nicht aus Scheiße Butter zu
machen oder er macht aus Scheiße Butter - je nach Standpunkt.
Gruss
Alex
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| Re: Auch das noch... [message #220506 ] |
Sun, 27 March 2005 13:03 |
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"Rainer Bartels" <rainer.b-mail [at] lycos.de> schrieb im Newsbeitrag
news:d217bv$pa5$00$1 [at] news.t-online.com...
> ...Stefan Raab "als bester Musikproduzent des Jahres" für Echo nominiert.
>
> Eben gelesen:
>
> "Allroundtalent Stefan Raab ist für den Musikpreis Echo in der Kategorie
> «Bester Musikproduzent des Jahres» nominiert. Die Auszeichnung soll am 1.
> April im Berliner Estrel Convention Center vergeben werden.
> Für den Preis muss sich Raab gegen namhafte Konkurrenz durchsetzen. Neben
> dem Fernseh-Entertainer dürfen sich nach Veranstalterangaben auch der
> Hannoveraner Produzent Mousse T. und Popstar Lukas Hilbert Hoffnungen auf
> die Auszeichnung machen.
> Am 2. April findet die offizielle Echo-Gala in Berlin statt, bei der
> erfolgreiche Künstler aus der deutschen und internationalen Musikszene in
25
> Kategorien ausgezeichnet werden. Moderiert wird die Show von RTL-Mann
Oliver
> Geissen und der Sängerin Yvonne Catterfeld.
> Unter anderem sind Auftritte von Popstars wie Anastacia, Mariah Carey und
> Nena geplant. Zudem haben sich Bands wie Die Fantastischen Vier und Wir
sind
> Helden angesagt. Der Kölner Privatsender RTL überträgt die Preisverleihung
> am Abend zeitversetzt im Fernsehen.
> Die sächsische Band Silbermond liegt mit insgesamt vier Nominierungen bei
> der diesjährigen Verleihung vorn. Die mit dem Hit «Symphonie» bekannt
> gewordene Band ist unter anderem als beste nationale Rock-Pop-Gruppe und
als
> bester nationaler Live-Act nominiert. Je drei Nominierungen räumten der
> Berliner Rapper Sido, die Sängerin Annett Louisan sowie die Bands
Rammstein,
> Juli und Beatsteaks ab. Als erfolgreichste Single des Jahres geht neben
> anderen «Schnappi, das kleine Krokodil» ins Rennen.
> Der Echo wird seit 1992 jährlich von der Deutschen Phono-Akademie vergeben
> und gilt als einer der renommiertesten Musikpreise. Zu den
Echo-Preisträgern
> der vergangenen Jahre zählen unter anderen Herbert Grönemeyer, Marius
> Müller-Westernhagen oder Madonna."
Wieder einmal eine der Friede,- Freude,- Eierkuchen,- für jeden etwas
- Musikwerbeveranstaltungen, die auf mich von peinlich bis lächerlich
wirken.
Gruß
Alex
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| Re: Auch das noch... [message #220507 ] |
Sun, 27 March 2005 16:07 |
|
Lutz Bojasch schrieb:
> Christian Janoff wrote:
>> Lutz Bojasch schrieb:
>>=20
>>> Christian Janoff wrote:
>>>> Lutz Bojasch schrieb:
>>>>=20
>>>> [...]
>>>>> Raab und guter Produzent? Ich wei=DF nicht, was gut an seinen Son=
gs=20
>>>>> sein soll [...]
>>>>=20
>>>> Was zeichnet einen guten Produzenten denn aus?
>>>=20
>>> MUT
>>=20
>> Gut, da=DF wir das gekl=E4rt haben.
>=20
> Hallo
> Du scheinst es nicht zu verstehen und reagierst=20
> "eingeschnappt-=FCberheblich"
Eine Reaktion ist die Folge des Auftretens von Ereignissen. ;-)
> Mut ist tats=E4chlich eine wichtige Eigenschaft eines guten Produze=
nten=20
Naja, "Mut" als Eigenschaft w=FCrde ich eher einem Hochseilartisten ohn=
e
Netz oder einem Arbeiter im Autobahnstra=DFenbau oder einem Polizisten
im Streifendienst zuschreiben als einem _Musik-Produzenten_.
> denn es erfordert Mut:
> * ausgetretende, Pfade zu verlassen
> * auf vermeindlich schnelle, kommerzielle Erfolge zu verzichten
> * junge Talente anzuerkennen und zu f=F6rdern
> * eigene Visionen zulassen und an deren Verwirklichung arbeiten
> * sich immer wieder selbst in Frage stellen
Und das trifft auf Raab nicht zu?
Christian
--=20
herunterladen - w=E4hlen - aktualisieren - handhaben - weiterleiten - =
Spiel
Spielfilm - Geschwindigkeit - Kinder - Ansturm - Kundendienst - Ereign=
is
Nachrichten - Leibw=E4chter - Trainer - Eintrittskarte - Rummel - K=F6d=
er - DNS
|
|
|
| Re: Auch das noch... [message #220508 ] |
Sun, 27 March 2005 16:17 |
|
Christian Janoff schrieb:
>>denn es erfordert Mut:
>>* ausgetretende, Pfade zu verlassen
>>* auf vermeindlich schnelle, kommerzielle Erfolge zu verzichten
....
> Und das trifft auf Raab nicht zu?
rhetorische Frage?
Gruss,
Chris
--
Dirk Bach (schon etwas angeheitert) an die Vertreter der Musikindustrie
bei der Echo-Verleihung angesichts der Nominierten:
"Und Ihr wundert euch, dass es Euch schlecht geht?"
http://www.ccc.de/campaigns/boycott-musicindustry?language=d e
|
|
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| Re: Auch das noch... [message #220509 ] |
Sun, 27 March 2005 16:33 |
|
Christian Janoff wrote:
>> Mut ist tatsächlich eine wichtige Eigenschaft eines guten Produzenten
>
> Naja, "Mut" als Eigenschaft würde ich eher einem Hochseilartisten ohne
> Netz oder einem Arbeiter im Autobahnstraßenbau oder einem Polizisten
> im Streifendienst zuschreiben als einem _Musik-Produzenten_.
Hallo
Du hast eben eine sehr eingeschränkte Auffassung, was Mut angeht, das
kann ich nicht ändern, das sind Erfahrungen die Dir fehlen. Ich finde,
es gehört schon Mut dazu seine finanzielle Existenz aufs Spiel zun
setzen, besonders dann, wenn man nicht im Hotel Mama wohnt ;)
>> denn es erfordert Mut:
>> * ausgetretende, Pfade zu verlassen
>> * auf vermeindlich schnelle, kommerzielle Erfolge zu verzichten
>> * junge Talente anzuerkennen und zu fördern
>> * eigene Visionen zulassen und an deren Verwirklichung arbeiten
>> * sich immer wieder selbst in Frage stellen
>
> Und das trifft auf Raab nicht zu?
Nein, tut es nicht, höre Dir die Musikstücke doch mal aufmerksam an, das
sind Sammlungen von ziemlich abgedroschenen Phrasen die man schon beim
ersten Mal anhören mitspielen kann. Er und sein Team fördern junge
Talente die genau das bedienen, nämlich bereits bekanntes - nur derzeit
einigermassen vergessenes - als neu darzustellen. Alles, was schon mal
da war, bietet eine gewisse Erfolgsgarantie.
Raab kann sich dann auch noch auf eine gewaltige Schar Fan verlassen,
die "alles" was er macht, gut finden. Wenn er sich hinstellt und
"Hühnerkacke" in Dosen als den Super-Geschenkegag anpreist, kannst Du
damit am nächsten Tag Umsatzrekorde erleben.
Ähh, Raab - und sich selbst in Frage stellen!? LOL, da wird eher eine
alte Kuh wieder jung.
Gruß Lutz
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| Re: Auch das noch... [message #220510 ] |
Sun, 27 March 2005 18:09 |
|
Lutz Bojasch schrieb:
> Christian Janoff wrote:
>=20
>>> Mut ist tats=E4chlich eine wichtige Eigenschaft eines guten Produ=
zenten=20
>>=20
>> Naja, "Mut" als Eigenschaft w=FCrde ich eher einem Hochseilartisten =
ohne
>> Netz oder einem Arbeiter im Autobahnstra=DFenbau oder einem Polizist=
en
>> im Streifendienst zuschreiben als einem _Musik-Produzenten_.
>=20
> Hallo
> Du hast eben eine sehr eingeschr=E4nkte Auffassung, was Mut angeht,=
das=20
> kann ich nicht =E4ndern, das sind Erfahrungen die Dir fehlen. Ich fin=
de,
> es geh=F6rt schon Mut dazu seine finanzielle Existenz aufs Spiel zun
> setzen, besonders dann, wenn man nicht im Hotel Mama wohnt ;)
Was Du so alles aus einem kleinen Absatz herausliest ... ;-) Genaugenom=
men
schrieb ich ja auch das kleine W=F6rtchen "eher", schlie=DFe also nicht=
aus,
da=DF ich einem Musikproduzenten keinen Mut zugestehe. Das beschr=E4nkt=
sich
aber nicht nur auf Musikproduzenten, sondern quasi auf beliebige Mensch=
en.
Klar, mit der finanziellen Existenz hast Du sicherlich recht. Aber desh=
alb
ist "Mut" noch nicht das, was einen Musikproduzenten ausmacht. Den Mut
triffst Du bei relativ vielen Personen/Berufen an. Bei den von mir oben=
genannten, vor allem auch bei Selbst=E4ndigen usw. Deshalb ist Deine un=
ten
angegebene Liste meines Erachtens besser geeignet, um "Musikproduzent"
zu charakterisieren.
=DCbrigens: In diesem speziellen Fall reden wir hier ja von Stefan Raab=
, dem
es sicherlich nichts ausmacht, ein Projekt (oder zwei oder drei) in den=
Sand setzt. ;-)
>>> denn es erfordert Mut:
>>> * ausgetretende, Pfade zu verlassen
>>> * auf vermeindlich schnelle, kommerzielle Erfolge zu verzichten
>>> * junge Talente anzuerkennen und zu f=F6rdern
>>> * eigene Visionen zulassen und an deren Verwirklichung arbeiten
>>> * sich immer wieder selbst in Frage stellen
>>=20
>> Und das trifft auf Raab nicht zu?
>=20
> Nein, tut es nicht,
Ich finde (unabh=E4ngig davon, ob diese Punkte als hinreichendes Kriter=
ium
f=FCr "guter Produzent" dienen k=F6nnen), da=DF ein paar Punkte schon z=
utreffen.
> h=F6re Dir die Musikst=FCcke doch mal aufmerksam an, das=20
> sind Sammlungen von ziemlich abgedroschenen Phrasen die man schon bei=
m=20
> ersten Mal anh=F6ren mitspielen kann.
Das bedeutet also, da=DF ein guter Musikproduzent Neues erfinden mu=DF =
oder
zumindest sollte? Ich dachte, das w=E4re eher die Aufgabe der Texter un=
d
Komponisten?
Ernstgemeinte Frage: Was macht denn dann so ein Musikproduzent *genau*?=
> Er und sein Team f=F6rdern junge Talente
Naja, damit w=E4re dann immerhin einmal Punkt 3 erf=FCllt.
> die genau das bedienen, n=E4mlich bereits bekanntes - nur derzeit=20
> einigermassen vergessenes - als neu darzustellen. Alles, was schon ma=
l=20
> da war, bietet eine gewisse Erfolgsgarantie.
Das w=E4re dann zumindest zeitgem=E4=DF, auch wenn ich das selbst auch =
nicht
guthei=DFe (aktuelles Beispiel: "Blue Lagoon - Do You Really Want To Hu=
rt
Me"). Risikobereitschaft ist also auch ein Kriterium, das ein guter
Musikproduzent erf=FCllen mu=DF? Und wenn er lieber auf der sicheren Se=
ite
ist, ist er kein guter?
> Raab kann sich dann auch noch auf eine gewaltige Schar Fan verlass=
en,=20
> die "alles" was er macht, gut finden. Wenn er sich hinstellt und=20
> "H=FChnerkacke" in Dosen als den Super-Geschenkegag anpreist, kannst =
Du=20
> damit am n=E4chsten Tag Umsatzrekorde erleben.
Das stimmt schon. Ich finde aber, um noch einmal auf die meines Erachte=
ns
zutreffenden Punkte zur=FCckzukommen, da=DF er damals mit seinen Ulk-Nu=
mmern
schon die ausgetretenen Pfade verlassen hat (Punkt 1). "Maschendrahtzau=
n"
usw. sind ja nun wirklich vom *Konzept* her nicht die 08/15-Musikst=FCc=
ke
(musikalisch gesehen schon eher), die nat=FCrlich "sein" Klientel anspr=
echen.
Aber meinst Du, er schreibt solche Lieder nur, um Geld damit zu verdien=
en?
Mir erscheint es eher so, als habe er selbst Spa=DF an den Nummern und =
dann
nat=FCrlich auch nichts dagegen, da=DF er so eine exponierte Position i=
nnehat,
die quasi alles zu Gold werden l=E4=DFt, was er anf=E4=DFt. Damit w=FCr=
de ich auch
Punkt 4 als erf=FCllt ansehen ("eigene Visionen zulassen und an deren V=
er-
wirklichung arbeiten"). H=E4tte ein guter Produzent diese Chance also n=
icht
genutzt?
Christian
--=20
herunterladen - w=E4hlen - aktualisieren - handhaben - weiterleiten - =
Spiel
Spielfilm - Geschwindigkeit - Kinder - Ansturm - Kundendienst - Ereign=
is
Nachrichten - Leibw=E4chter - Trainer - Eintrittskarte - Rummel - K=F6d=
er - DNS
|
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| Re: Auch das noch... [message #220511 ] |
Sun, 27 March 2005 21:28 |
|
Hallo Lutz,
Lutz Bojasch schrieb:
>> Gut, daß wir das geklärt haben.
>
>
> Hallo
> Du scheinst es nicht zu verstehen und reagierst
> "eingeschnappt-überheblich"
Ich hatte das gar nicht so ironisch verstanden, aber wie auch immer.
> Mut ist tatsächlich eine wichtige Eigenschaft eines guten Produzenten
> denn es erfordert Mut:
> * ausgetretende, Pfade zu verlassen
> * auf vermeindlich schnelle, kommerzielle Erfolge zu verzichten
> * junge Talente anzuerkennen und zu fördern
> * eigene Visionen zulassen und an deren Verwirklichung arbeiten
> * sich immer wieder selbst in Frage stellen
Ich stimme Dir zu.
Dann muss man allerdings konstatieren,
dass Raab den Preis nicht zu Unrecht erhält.
- Er verließ ständig ausgetretene Pfade, machte Dinge, die zunächst
originell waren (okay, darin wiederholt er sich nun, aber es waren auch
dabei noch sonderbare Stücke dabei)
- Er verzichtete auf offensichtlich schnelle, kommerzielle Erfolge, auch
wenn seine Stücke welche wurden.
- Er entdeckte und anerkannte junge Talente und fördert sie
- Visionen wären ein bißchen hochgegriffen, aber bereits vor dem Trend
nutzte er bspw. ausschließlich deutsche Sprache. Sein Ziel, den Grand
Prix zu renovieren und die deutsche Beteiligung daran in Szene zu setzen
war zu dieser Zeit durch aus etwas in der Art, zumindest ein besonderes
Ziel.
- Sich selbst in Frage stellen - hm, da wird's dann schwierig. Er nimmt
sich zwar durchaus auch selbst auf die Schippe aber inzwischen wurden er
und seine Stücke stilistisch eintöniger. Immer von Souleinflüssen
getränkt, was zwar für deutsche Produzenten ungewöhnllich war aber
inzwischen bei Raab-Songs langweilig wird. Trotzdem bei genauem hinhören
meist gut und überzeugend gemacht.
--
Moege der Inhalt wichtiger sein als die Form
www.wachstumsstudien.de
www.schauan.com
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| Re: Auch das noch... [message #220512 ] |
Sun, 27 March 2005 22:30 |
|
Hallo,
Lutz Bojasch schrieb:
> Nein, tut es nicht, höre Dir die Musikstücke doch mal aufmerksam an, das
> sind Sammlungen von ziemlich abgedroschenen Phrasen die man schon beim
> ersten Mal anhören mitspielen kann.
Abgedroschen dahingestellt - letzteres ist kein Negativpunkt sondern ein
Pluspunkt. Die erfolgreichsten Stücke sind so konstruiert und zumindest
wenn sie das erste Mal in der betreffenden Weise eingesetzt werden, ist
sowas genial. Das gab es bei Beatles, Stones meinetwegen auch Abba. Was
einfacheres als das Riff von "Satisfaction" gibt es wohl kaum. Aber
trotz mehrhundertjähriger Existenz der Gitarre und des nötigen
Notensystems wurde es erst 1965 von Keith Richard und Bill Wyman auf ne
Platte gebracht, die sich verkaufte (es ist übrigens völlig egal, ob das
jetzt geklaut war oder nicht). Mag banal gewesen sein, traf aber den
Geschmack vieler Leute und den Nerv der Zeit.
Er und sein Team fördern junge
> Talente die genau das bedienen, nämlich bereits bekanntes - nur derzeit
> einigermassen vergessenes - als neu darzustellen. Alles, was schon mal
> da war, bietet eine gewisse Erfolgsgarantie.
Das stimmt nicht ohne weiteres. Du musst schon das richtige aussuchen.
Auch Retro kann floppen. Außerdem: Die ganze Rock/Pop-Geschichte ist
eine von Zitaten, Klau und Einflüssen. Das Gros arbeitet immer noch mit
4/4-Takt, gewöhnlichen Kadenzen und Songstrukturen. Dabei kann dennoch
sehr unterschiedliches herauskommen. Mir fällt bspw. bei Max nichts ein,
was irgendwas mit Plagiat oder dergleichen zu tun hat. Okay, es werden
Soulelemente und eine starke Stimme benutzt. Der Stil erinnert mich am
ehesten an Curtis Stigers, ohne aber davon geklaut zu sein. Für
Deutschland war der Song jedenfalls wirklich interessant, ich kann mich
an keinen deutschen Song erinnern, der so klang und wo die Stimme auf
diese Weise eingesetzt worden ist. Den Erfolg fand ich durchaus
berechtigt, natürlich wurde das Lied wieder totgedudelt, das ist aber
nicht unbedingt das Problem des Song.
> Raab kann sich dann auch noch auf eine gewaltige Schar Fan verlassen,
> die "alles" was er macht, gut finden. Wenn er sich hinstellt und
> "Hühnerkacke" in Dosen als den Super-Geschenkegag anpreist, kannst Du
> damit am nächsten Tag Umsatzrekorde erleben.
Das haben schon viele gedacht und sind dann auf die Nase gefallen. Nein,
du musst immer noch den richtigen Riecher haben und Erfolg kann auch
ganz schnell vergehen. Doch wenn das so ist, wie Du beschreibst - auch
das hat ja einen Grund. Das war übrigens auch bei vielen Künstlern zu
ihren Hochzeiten so, bspw. Beatles, Stones etc.
Schon auf dem Meilenstein Sgt. Pepper waren Sachen drauf, die
wahrscheinlich eher ein Witz waren, später kamen dann so Dinger wie
Octopus's Garden und Ob la Di (von dem ich hoffe, dass es ein Scherz
war). Die konnten irgendwann auch machen, was sie wollten, es wurde ein
gekauft und ein Hit.
Generell ist es sicher schwierig, die Arbeit eines Produzenten zu
bewerten, da Produzenten sehr unterschiedlich zu den Werken beitragen
und sich das nicht richtig messen lässt. Nicht zuletzt, weil später dann
Produzent und Künstler jeweils behaupten, den größten Anteil daran zu
haben und sich das von außen gar nicht beurteilen lässt.
Ein Beispiel ist der Produzent, der an einigen meiner Lieblingsalben,
Sgt. Pepper, Atom Heart Mother und Dark Side of the Moon beteiligt war -
Alan Parsons. Der stritt sich eine ganze Weile mit den Floydern darüber,
wer jetzt für den Sound von DSOTM verantwortlich ist. Mag sein, dass
seine Beteiligung wichtig war, nur zeigten erstens die Floyder mit WYWH,
dass sie auch ohne Alan fantastische Alben produzieren konnten und
zweitens waren die Alan Parsons Project-Alben sicher klanglich toll
produziert, doch die sind viele Songs meiner Meinung nach zu belanglos -
The Raven mal ausgenommen.
George Martin hatte sicherlich ein Auge auf die Band, aber seine Größe
lag ja sicher auch darin, den Musikern Freiheiten zu geben, damit DIESE
sich hinterfragen und experimentieren konnten. Ohne deren
Experimentierfreude und musikalische Genialität wäre vieles für die
Musikwelt prägende sicher nicht passiert. War es jetzt also Martin,
Lennon, Harrison, Starr oder McCartney, der für Sound, Erfolg und Musik
der Beatles verantwortlich war?
Ich denke das ist nicht eindeutig beantwortbar und wird irgendwann müßig.
Man kann nur sagen, dass der Produzent dem ganzen nicht abträglich war.
Welche Rolle Raab bei seinen Produktionen als Komponist, Ideengeber und
Produzent im Einzelnen hatte, lässt sich sicher kaum sagen.
Und was Raabs Fähigkeiten betrifft, sicher noch weniger, weil niemand
wissen kann, was er noch könnte, wenn er wollte. Ich persönlich traue
ihm da einiges zu.
Keith Richard gilt als bester schlechter Gitarrist der Welt und Charlie
Watts wurde nie als besonders genialer Schlagzeuger erwähnt. Ich halte
ihn genau wegen seinem reduzierten, unaufdringlichen Spiel genial. Es
ist ziemlich sicher, dass beide mehr können, als sie bei den Stones
zeigen. Charlie sagte in einem Interview mal, dass er das bei den Stones
eigentlich nur zum Geld verdienen macht und mit der Musik noch nicht mal
richtig was anfangen kann. Normalerweise sei er Jazz-Schlagzeuger.
Sicher kann der Produzent kaum was machen, wenn der Künstler nix taugt.
Und der gute Künstler kann durch einen unfähigen Produzenten extrem
behindert werden.
Ich stelle z.B. fest, dass viele Alben, die mir gefallen, zwar durchaus
von unterschiedlichen Produzenten und Künstlern erstellt wurden, jedoch
oft an den gleichen Orten! In meinem Fall sind das bspw. Abbey Road,
dieses französische Schloss-Studio, dass den Namen für die Elton
John-Platte Honky Chateau hergab (wo aber noch viele andere Alben
produziert wurden) oder dieses fahrbare Stones-Studio, das auch von
anderen Künstlern benutzt wurde.
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