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Afrob ist schwul... [message #217102] Tue, 15 March 2005 14:34
Gabriel Zahn  
Süddeutsche Zeitung vom Dienstag, 15. März 2005, Seite 37, jetzt.de

Original-Layout (228kb):
http://jetzt.sueddeutsche.de/jetzt/dranbleiben/inderzeitung/ pdf/15032005.pdf

--->
Wahre Liebe wartet
Der Rapper Afrob hat eine eigene Theorie über Schwule

Hiphop kann hart sein. Wie soll ein 16-jähriger homosexueller Hiphop-Fan
damit umgehen, dass seine Vorbilder und seine Freunde immer sagen "Das
ist schwul", wenn sie etwas scheiße finden? "Ach, so etwas gibt es doch
immer", sagt der Stuttgarter Rapper Afrob – und zuckt mit den Schultern.
"Wenn einer in der Clique dick ist, dann sagen halt alle: Guck mal, der
ist doch voll fett. Wenn einer irgendwas nicht draufhat, dann sagen
alle: Der kann dies nicht, der kann das nicht. Es gibt in der Clique
immer einen, der unter irgendetwas leiden muss. Wer anders ist als die
anderen, muss lernen, damit umzugehen." Afrob redet gelassen, vollkommen
in sich selbst ruhend. Dann beißt er in ein belegtes Baguettebrötchen.
Der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Robert Zemichiel heißt, weiß aus
persönlicher Erfahrung, was es bedeutet, diskriminiert zu werden. Vor
dreieinhalb Jahren hat er das Themenalbum "Made in Germany" über sein
Leben mit alltäglichem Rassismus veröffentlicht. Er selbst würde schwul
nicht als Schimpfwort benutzen, betont er – "schließlich will ich auch
nicht, dass jemand Neger zu mir sagt". Zugegeben, Afrob lästert in
seinen Texten im Gegensatz zu anderen Rappern nicht über Schwule. Eine
Meinung hat er trotzdem: "Ich habe nichts gegen Schwule und auch nichts
gegen die Schwulenehe. Aber warum müssen Schwule auch noch in der Kirche
heiraten?" fragt er. Es sei zu viel verlangt, wenn Homosexuelle "ums
Verrecken" genau die gleichen Rechte einforderten, obwohl sie doch schon
sehr gut gestellt seien. "Ich als Immigrant könnte mir niemals
herausnehmen, so viel zu fordern."
Afrob gefällt sich in Denkerposen. Mal stützt er sein Gesicht auf seine
rechte Hand, mal starrt er angestrengt ins Leere. Immerwieder garniert
er seine Ausführungen mit der Nachfrage "Verstehst du?" Mehrmals leitet
er seine Antworten mit den Worten "Darüber habe ich schon viel
nachgedacht" ein. Afrob doziert. Er redet wie jemand, der überzeugt
davon ist, viel vom Leben verstanden zu haben – und froh ist, sein
Wissen weitergeben zu können. Dabei bemerkt er nicht, dass ein Satz wie
"Ich habe gar nichts gegen . . . , aber" auch von Rechtsradikalen gern
benutzt wird. Bekanntermaßen ein verräterischer der Satz, da, wer nichts
gegen jemanden hat, das gar nicht zu betonen braucht. Es kommt ihm auch
nicht in den Sinn, dass es zweifelhaft sein könnte, wenn Minderheiten
sich gegeneinander ausspielen – nach dem Motto "Hey, der da drübenwird
ein bisschen weniger diskriminiert als ich, behandelt ihn doch endlich
schlechter."
Homophobie und Hiphop gehören für Afrob anscheinend zusammen. Es sei
normal und menschlich, dass die Leute vor etwas so Fremdem wie dem
Schwulsein erst mal eine Abneigung hätten, sagt er. Es sei auch völlig
unmöglich, dass zwei schwule Fans Hand in Hand zu einem seiner Konzerte
kämen. "Die anderen Leute würden die beiden die ganze Zeit beschimpfen."
Der Rapper sagt das ohne jedes Bedauern in der Stimme. Schwule MCs – und
es gebe welche – könnten sich schließlich auch nicht outen. Afrob
unterbricht sich selbst: Zeit für einen weiteren Biss ins
Baguette-Brötchen. Er genießt, kaut ohne jede Hast. "Das ist so, und das
bleibt so", sagt er schließlich. Findet er es denn jetzt eigentlich in
Ordnung, wenn Rapper schwul als Schimpfwort benutzen? "Mich juckt das
nicht, ich sage den anderen nicht, wie sie sich verhalten sollen",
antwortet er.
Allmählich kommt es Afrob doch seltsam vor, dass er immer wieder Fragen
zum Thema Homosexualität beantworten soll, obwohl er doch eigentlich
viel lieber über sein neues Album "Hammer" sprechen würde. "Sag mal,
bist du eigentlich schwul?", fragt er. "Ja", antworte ich. Afrob
versichert wortreich seine Toleranz, er wisse ja auch, was andere in der
Hiphop-Szene über Schwule so sagen, und da sei er viel toleranter. Er
selbst kenne Schwule allerdings nur aus dem Fernsehen. Afrob lächelt
milde, sichtlich erfreut, seinen aufgeschlossen Umgang mit Schwulen
soeben am lebenden Objekt aus seiner Sicht eindrucksvoll bewiesen zu
haben. Sonst hätte am Ende vielleicht irgendjemand denken können, er sei
gar nicht tolerant.
Dabei hat Afrob doch so viel Verständnis, auch und gerade für junge
Schwule. Die sind, meint der Rapper, häufig nur manipuliert worden. "Bei
manchen mag es sein, dass sie sich schon immer zu Männern hingezogen
fühlen", räumt Afrob ein. "Aber wenn du heute Teenager bist und Probleme
hast, eine Freundin zu finden, dann werden viele schwul: Weil sie
denken, das ist doch normal. Schwule sind doch in jedem Magazin und
werden als schick dargestellt, als hippe Subkultur. Schwulewerden so zu
einer Art Elite gemacht. Viele Teenager sind dadurch so einer Art
Gehirnwäsche unterzogen worden. Dabei müsste, wer keine Freundin findet,
vielleicht einfach nur ein bisschen warten. Meine erste Freundin habe
ich auch erst mit 19 gehabt." Glaubt er wirklich, dass man so schwul
wird? "Ja", sagt er. Echt jetzt? "Ja." Dann ist das Interview vorbei.
Afrob zerknüllt die Papiertüte des Baguettebrötchens und wirft sie in
den Papierkorb.
<---

Ohne Worte, Gabs
Re: Afrob ist schwul... [message #217107 ] Tue, 15 March 2005 14:57
Manuel Fritsch  
Hallo,

> Wahre Liebe wartet
> Der Rapper Afrob hat eine eigene Theorie =C3=BCber Schwule

autsch. ich hab doch neulich was dar=C3=BCber gesagt, wie Oli P. und Co d=
en=20
HipHop beschmutzen? Vergesst das, die Me=C3=9Flatte wurde neu gesetzt.

manu
Re: Afrob ist schwul... [message #217109 ] Tue, 15 March 2005 15:02
ralf theil  
Gabriel Zahn meinte:

> Wahre Liebe wartet
> Der Rapper Afrob hat eine eigene Theorie über Schwule

quester: morgen wirft hannes loh dem autor sicher
ausländerfeindlichkeit vor :)
DuckterPepper: haha
DuckterPepper: poste das so ;)

Q
Re: Afrob ist schwul... [message #217112 ] Tue, 15 March 2005 17:22
Demir Cesar  
"Gabriel Zahn" <gabsenthor [at] gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:d16o9n$tgf$1 [at] piesbach.saarnet.de...

Ohh Krass! Da hat sich aber jemand richtig zielstrebig gegen eine schöne
Wand geredet!

Cesar
Re: Afrob ist schwul... [message #217113 ] Tue, 15 March 2005 17:48
Manuel Fritsch  
Demir Cesar wrote:

> Ohh Krass! Da hat sich aber jemand richtig zielstrebig gegen eine schöne
> Wand geredet!

wobei man sagen muss, dass der autor auch nich wirklich fair is.
jemanden zu einem neuen album zu interviewen und ihn dann so auflaufen
zu lassen zu einem anderen Thema und danach nen subjektiven, einseitigen
bericht über DIESES Thema darüber zu verfassen ohne den Interview
Partner vorher darüber zu informieren is keine journalistische
Meisterleistung sonder hinterhältig. Das soll aber auf keinen Fall
Afrobs Dummheit verteidigen, Was der Mann redet ist Bockmist und klar
hat er sich da selber reingeredet in die Scheiße. Ich hatte körperliche
Schmerzen beim lesen, siehe oben.

und jetzt können wir ja mal mutmaßen, wie Savas bei dem Interview
abgeschnitten hätte ;)

manu
Re: Afrob ist schwul... [message #217114 ] Tue, 15 March 2005 18:53
hatschi  
Manuel Fritsch wrote:
> Demir Cesar wrote:
>
>> Ohh Krass! Da hat sich aber jemand richtig zielstrebig gegen eine
>> schöne Wand geredet!
>
>
> wobei man sagen muss, dass der autor auch nich wirklich fair is.
> jemanden zu einem neuen album zu interviewen und ihn dann so auflaufen
> zu lassen zu einem anderen Thema und danach nen subjektiven, einseitigen
> bericht über DIESES Thema darüber zu verfassen ohne den Interview
> Partner vorher darüber zu informieren is keine journalistische
> Meisterleistung sonder hinterhältig.

dann kommt bestimmt bald exclusiv interview reloaded ;)

jens
Re: Afrob ist schwul... [message #217127 ] Wed, 16 March 2005 09:05
Manuel Fritsch  
Hallo Jens,

> dann kommt bestimmt bald exclusiv interview reloaded ;)

[x] daf=FCr. war eh Afrobs bester Track ever.

manu
Re: Afrob ist schwul... [message #217135 ] Wed, 16 March 2005 09:48
Under Ground  
Manuel Fritsch <duck23_nospam [at] gmx.de> wrote:
>[Afrobs Aussagen] Ich hatte körperliche Schmerzen beim lesen [...]

Als betroffener würde mich das auch kränken ...

;) + scnrrrr!!11elffff

Udo, ganz ganz ganz schnell wegrennend ...
--
"Und das alles danken wir die Grosse Schwanz Advocaat!"

Ein Holländer, ein Babelfish, ein posting in drs.fussball
Re: Afrob ist schwul... [message #217145 ] Wed, 16 March 2005 13:49
miko  
Mein Senf,

"Gabriel Zahn" <gabsenthor [at] gmx.de> wieß im Newsbeitrag
news:d16o9n$tgf$1 [at] piesbach.saarnet.de auf das Interview mit Afrob
in der Süddeutschen Zeitung vom Dienstag, 15. März 2005, Seite 37, hin
>
> http://jetzt.sueddeutsche.de/jetzt/dranbleiben/inderzeitung/ pdf/15032005.pdf
> [...]

ich mochte Afrob nie so recht, musikgeschmackstechnisch, was aber er ja
scheinbar von sich gelassen hat läßt erkennen was er unter der Matte hat:
Nicht viel. Viel erschreckender ist, dass die meisten Menschen in diesem
Lande und weltweit - redenwirnichtdrüber(TM) - ähnlich denken. Heterosexuell
und Homosexuell sind zwei konstruierte Begriffe Kein Mensch ist auf das eine
oder andere Geschlecht festgelegt. Was die fortpflanzung angeht ist das klar
geregelt, jegliche sexualität ist geschlechtsneutral, jegliches gefühl von
"ne, mit nem typen könnte ich nicht" ist nunmal gesellschaftlich
konstruiert, ebenso wie das geschlecht insgesamt, die unterteilung zwischen
mann und frau, diese ist sozial gesehen überhaupt ohne halt und nur
konstruiert und ob das biologisch so klar ist, ob man oder frau sei
dahingestellt, da streiten sich die wissenschaftler ja auch noch drum. Huh-

Viel schlimmer finde ich aber, dass Afrob in meinen Augen ein typischer
Vertreter der IchkommmitSchulenKlar-Generation ist. Ist wahrscheinlich hip
tolerant zu sein, aber Toleranz bedeutet auch an sich selber zu zweifeln und
sich auch Intolleranz einzugestehen anstatt immer so peacemässig zu tun. Wer
so ein Bild von vermeindlicher Homosexualität hat, wird ein entsprechendes
Bild von Sexualität, von Frauen (was wir als Frauen verstehen) und von
Menschen allgemein haben. Würg

cya, el miko
Re: Afrob ist schwul... [message #217146 ] Wed, 16 March 2005 13:50
miko  
Mein Senf,

"Gabriel Zahn" <gabsenthor [at] gmx.de> wieß im Newsbeitrag
news:d16o9n$tgf$1 [at] piesbach.saarnet.de auf das Interview mit Afrob
in der Süddeutschen Zeitung vom Dienstag, 15. März 2005, Seite 37, hin
>
> http://jetzt.sueddeutsche.de/jetzt/dranbleiben/inderzeitung/ pdf/15032005.pdf
> [...]

ich mochte Afrob nie so recht, musikgeschmackstechnisch, was aber er ja
scheinbar von sich gelassen hat läßt erkennen was er unter der Matte hat:
Nicht viel. Viel erschreckender ist, dass die meisten Menschen in diesem
Lande und weltweit - redenwirnichtdrüber(TM) - ähnlich denken. Heterosexuell
und Homosexuell sind zwei konstruierte Begriffe Kein Mensch ist auf das eine
oder andere Geschlecht festgelegt. Was die fortpflanzung angeht ist das klar
geregelt, jegliche sexualität ist geschlechtsneutral, jegliches gefühl von
"ne, mit nem typen könnte ich nicht" ist nunmal gesellschaftlich
konstruiert, ebenso wie das geschlecht insgesamt, die unterteilung zwischen
mann und frau, diese ist sozial gesehen überhaupt ohne halt und nur
konstruiert und ob das biologisch so klar ist, ob man oder frau sei
dahingestellt, da streiten sich die wissenschaftler ja auch noch drum. Huh-

Viel schlimmer finde ich aber, dass Afrob in meinen Augen ein typischer
Vertreter der IchkommmitSchulenKlar-Generation ist. Ist wahrscheinlich hip
tolerant zu sein, aber Toleranz bedeutet auch an sich selber zu zweifeln und
sich auch Intolleranz einzugestehen anstatt immer so peacemässig zu tun. Wer
so ein Bild von vermeindlicher Homosexualität hat, wird ein entsprechendes
Bild von Sexualität, von Frauen (was wir als Frauen verstehen) und von
Menschen allgemein haben. Würg

cya, el miko
Re: Afrob ist schwul... [message #217147 ] Wed, 16 March 2005 14:05
Marcus Klein  
miko wrote:

ist ja gut, dass du eine dezidierte meinung besitzt, aber musst du die
gleich 4x kund tun?

marcus

--
also:::: es war ein shcöner wruftag!!!! HAHAHA!! es gab fiel kuhcen!!!!
NUSSKUHCEN, SHCOKOKUCHNE, KLEINE SHCOKOKCHUNEN, ERDBRÄKUCHNE!!! YO! es
hat allne gut gefalen und geshcmekct und ihc habe von ein SHCÖNES
MÄDCHNE EIN KÜSSHCEN GEKIERGT!!!!!!!!!!!!!!!! YO!!! [MC COOL in damh]
Re: Afrob ist schwul... [message #217148 ] Wed, 16 March 2005 14:13
hatschi  
Marcus Klein wrote:
> miko wrote:
>
> ist ja gut, dass du eine dezidierte meinung besitzt, aber musst du die
> gleich 4x kund tun?

"das komische forum hier zeigt meine beiträge nie an" ;)

jens
Re: Afrob ist schwul... [message #217149 ] Wed, 16 March 2005 14:16
Marcus Klein  
Jens König wrote:
>> ist ja gut, dass du eine dezidierte meinung besitzt, aber musst du die
>> gleich 4x kund tun?
> "das komische forum hier zeigt meine beiträge nie an" ;)

he, he. aber miko war ja schon mal hier und sollte das besser wissen.

apropos forum: server weg unten?

marcus

--
also:::: es war ein shcöner wruftag!!!! HAHAHA!! es gab fiel kuhcen!!!!
NUSSKUHCEN, SHCOKOKUCHNE, KLEINE SHCOKOKCHUNEN, ERDBRÄKUCHNE!!! YO! es
hat allne gut gefalen und geshcmekct und ihc habe von ein SHCÖNES
MÄDCHNE EIN KÜSSHCEN GEKIERGT!!!!!!!!!!!!!!!! YO!!! [MC COOL in damh]
Re: Afrob ist schwul... [message #217150 ] Wed, 16 March 2005 14:21
Ronald Potratz  
Am Wed, 16 Mar 2005 14:16:46, ließ Marcus Klein die Tasten klappern:

>he, he. aber miko war ja schon mal hier und sollte das besser wissen.

X-Newsreader: Microsoft Outlook Express 6.00.2900.2180

gruss
ronald, nuff said ;)
--
d | Erziehungsberechtigter
a (|:-) | http://www.damh.de
m | | d.a.m.h.-Capoeirista
h | http://www.gingapura.de
Re: Afrob ist schwul... [message #217151 ] Wed, 16 March 2005 14:23
sebastian  
"miko" <miko [at] NOSPAMkohlrabi2002.de> wrote:

>Lande und weltweit - redenwirnichtdrüber(TM) - ähnlich denken. Heterosexuell
>und Homosexuell sind zwei konstruierte Begriffe Kein Mensch ist auf das eine
>oder andere Geschlecht festgelegt.

demnach macht einen die erziehung erst schwul oder heterosexuell? wer
erzählt denn so nen mist?
quelle?

snip
--
http://www.sinandsoul.com
emotional photography
Re: Afrob ist schwul... [message #217152 ] Wed, 16 March 2005 14:27
Michael Schmitz  
"Gabriel Zahn" <gabsenthor [at] gmx.de> schrieb :

>
http://jetzt.sueddeutsche.de/jetzt/dranbleiben/inderzeitung/ pdf/15032005.pdf

hat eigentlich einer von euch so ein online abo von der sz?

würde gerne diesen artikel lesen:
"Viel Feind, viel Ehr', viel Geld - Großes Hitparaden-"Massacre": Der
HipHop-Held "50 Cent" bittet zur Audienz und mimt den
Journalistinnenversteher "

;o)

M
Re: Afrob ist schwul... [message #217153 ] Wed, 16 March 2005 14:30
ralf theil  
Ronald Potratz meinte:

> X-Newsreader: Microsoft Outlook Express 6.00.2900.2180

der ist sicher auch schuld daran, dass afrob mist erzählt, fettes brot
nicht hiphop sind und meine kleine grüne suppenschüssel verschwunden
ist.

Q
Re: Afrob ist schwul... [message #217154 ] Wed, 16 March 2005 14:33
Marcus Klein  
ralf theil wrote:

> meine kleine grüne suppenschüssel verschwunden ist.

noe, deine kleine gruene suppenschuessel treibt gerade den rhein hinan
richtung konstanz :)

und ich habe sie hier in koelle reingeworfen! he, he!!

ach wie gut, dass niemand ...

;)

--
also:::: es war ein shcöner wruftag!!!! HAHAHA!! es gab fiel kuhcen!!!!
NUSSKUHCEN, SHCOKOKUCHNE, KLEINE SHCOKOKCHUNEN, ERDBRÄKUCHNE!!! YO! es
hat allne gut gefalen und geshcmekct und ihc habe von ein SHCÖNES
MÄDCHNE EIN KÜSSHCEN GEKIERGT!!!!!!!!!!!!!!!! YO!!! [MC COOL in damh]
Re: Afrob ist schwul... [message #217156 ] Wed, 16 March 2005 15:21
Manuel Fritsch  
Hallo,

> http://jetzt.sueddeutsche.de/jetzt/dranbleiben/inderzeitung/ pdf/15032005.pdf

inder-zeitung

lustiger foldername ;)

manu
Re: Afrob ist schwul... [message #217157 ] Wed, 16 March 2005 15:34
Michael Schmitz  
"Manuel Fritsch" <duck23_dontspam [at] gmx.de> schrieb:

> inder-zeitung

am kiosk gibt es nur noch die sz von heute...

M
Re: Afrob ist schwul... [message #217158 ] Wed, 16 March 2005 15:46
Manuel Fritsch  
Hallo M,

>>inder-zeitung
>
>
> am kiosk gibt es nur noch die sz von heute...

war ja auch die indische ausgabe

Karl Auer
Re: Afrob ist schwul... [message #217159 ] Wed, 16 March 2005 15:58
miko  
Ole,

"S. Unterreitmeier" <sebastian [at] sinandsoul.com> schrieb im Newsbeitrag
news:uocg31pi0utvfusko9minudtrv5d71qe9c [at] 4ax.com...
> demnach macht einen die erziehung erst schwul oder heterosexuell? wer

da habe ich mich womöglich nicht eindeutig ausgedrückt. Die Erziehung macht
aus einem Menschen Frau oder Mann im Sinne des Gender, also des sozialen
Geschlechtes. Mehr dazu unter http://de.wikipedia.org/wiki/Gender

Zum Thema homosexualität ist anzumerken, dass gleichgeschlechtliche
Beziehungen in grauer Vorzeit, heißt vor ca. 200 Jahren noch
anerkanntermaßen vor allem in adeligen Kreisen m.W. geduldet und genossen
wurden. Der Begriff ist erst im 19.Jh. entstanden, vgl.
http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Maria_Kertbeny

Grüsse, miko, keine grundsatzdiskussion anstiftend, aber das thema ist mehr
als spannend und öffentlich derbe unterrepräsentiert.
Re: Afrob ist schwul... [message #217160 ] Wed, 16 March 2005 16:04
miko  
pardon,

Marcus Klein wrote:
> ist ja gut, dass du eine dezidierte meinung besitzt, aber musst du die
> gleich 4x kund tun?

es war natürlich nicht mein wunsch, dass das hier 4 mal kommt, OX s***s,
wie dem auch sei, habe auch cancels rausgeschickt aber die gehen ebenso
raus oder nicht, OX hat mir angezeigt, dass die nachricht nicht
rausgegangen sei, naja, war sie, 4 mal.... arg... jetzt versuche ich das
mal mit thunderbird...

pardon
Re: Afrob ist schwul... [message #217162 ] Wed, 16 March 2005 16:20
Ronald Potratz  
Am Wed, 16 Mar 2005 16:04:11 +0100, ließ miko die Tasten klappern:

>jetzt versuche ich das mal mit thunderbird...

gute wahl :)

gruss
ronald
--
d | Erziehungsberechtigter
a (|:-) | http://www.damh.de
m | | d.a.m.h.-Capoeirista
h | http://www.gingapura.de
Re: Afrob ist schwul... [message #217163 ] Wed, 16 March 2005 16:25
Thomas Richter  
Moin,

miko <miko [at] nospamkohlrabi2002.de> wrote:

> Zum Thema homosexualität ist anzumerken, dass gleichgeschlechtliche
> Beziehungen in grauer Vorzeit, heißt vor ca. 200 Jahren noch
> anerkanntermaßen vor allem in adeligen Kreisen m.W. geduldet und genossen
> wurden.

Anerkanntermassen vielleicht unter Adligen. Ansonsten halte ich das fuer
ein Geruecht. http://de.wikipedia.org/wiki/Sodomiterverfolgung

so long tho
--
Posting at the top because that's where the cursor happened to be is
like shitting in your pants because that's where your asshole
happened to be.
Unknown
Re: Afrob ist schwul... [message #217167 ] Wed, 16 March 2005 17:27
Manuel Fritsch  
Hallo Jens,

> wenn wir da schon beim thema sind .. wo kann ich bei dem ding ne sig=20
> einstellen? :)

gibt glaub nen plugin f=FCr nen sigwechsler, war bisher aber auch stets z=
u=20
faul das zu testen. bei mails hab ich aber ein automatisches sig drin,=20
das is einfach ne txt datei die du in einen bestimmten folder legst und=20
die option aktivierts.

manu
Re: Afrob ist schwul... [message #217168 ] Wed, 16 March 2005 17:25
hatschi  
Ronald Potratz wrote:
> Am Wed, 16 Mar 2005 16:04:11 +0100, ließ miko die Tasten klappern:
>
>
>>jetzt versuche ich das mal mit thunderbird...
>
>
> gute wahl :)

wenn wir da schon beim thema sind .. wo kann ich bei dem ding ne sig
einstellen? :)

ich find da nix

jens
Re: Afrob ist schwul... [message #217176 ] Wed, 16 March 2005 20:12
Gabriel Zahn  
Michael Schmitz schrieb am 16.03.2005 14:27:

> hat eigentlich einer von euch so ein online abo von der sz?

gabs, der sz-bot....:


Viel Feind, viel Ehr" , viel Geld
Großes Hitparaden-¸¸Massacre": Der HipHop-Held "50 Cent" bittet zur
Audienz und mimt den Journalistinnenversteher

Was ist los mit dem Mann? Eben noch drang brüllendes Gelächter und das
Geräusch von Händen, die auf Schultern klopfen, aus 50 Cents
Hotelzimmer. Dann ging die Tür auf und der Redakteur eines großen
HipHop-Magazins stolperte mit einem Ohr-zu-Ohr-Grinsen heraus. Jetzt
sitzt der derzeit angesagteste Gangsta-Rapper der Welt auf dem
frischkäsefarbenen Sofa seiner Suite und macht ein Gesicht wie ein
kleiner Junge, der seiner Kindergärtnerin die Sache mit dem kaputten
Plastiktraktor beichten muss. Man sieht ihm an, dass er am liebsten von
seinem neuen Album "The Massacre" erzählen würde, und davon, dass er
gerade drei Singles in den US-Top-Five hat. Das Problem ist, dass da
neben ihm jemand sitzt, der andere Sachen wissen will. Zum Beispiel,
warum seine Texte so aggressiv sind und warum Frauen darin vor allem als
Sättigungsbeilage fürs Bett auftauchen. Ein paar Herzschläge lang starrt
50 Cent vor sich hin. Dann hebt er den Kopf, setzt einen geraden Blick
auf und sagt: "Also, ich übertreibe da manchmal. Wenn man in der
Aufnahmekabine steht, sagt man eben, was sich gut anhört. Das passiert
einfach."


Er könnte kaum größer sein, der Kontrast zwischen dem 50 Cent, der diese
Sätze sagt, und dem Rapper, der mehrmals täglich mit dicker Hose Mord-
und Totschlag verkündend durch MTV-Videos stapft. Irgendwie ist es genau
das, was man von der Begegnung mit einem Rapper wie ihm erwartet: Man
nimmt an, dass dieses aufgeblasene Böse-Buben-Image in sich
zusammenfallen muss, sobald man dem Künstler auf Armeslänge nahe kommt.
Bloß denkt man nicht, dass es so schnell geht. Es fängt schon damit an,
wie er aussieht. Vielleicht liegt es an dem Langarmshirt, das seine
Muskeln verdeckt. Vor allem aber liegt es an seiner Haltung: Ein
bisschen krumm, die Schultern leicht zusammengezogen, sitzt er auf dem
Sofa. Ein Gangsta-Rapper, der Muttergefühle weckt. Man fragt sich, was,
bitteschön, so toll an 50 Cent ist, dass Millionen Menschen seine
Platten kaufen und seine Konzerte stürmen - im Moment ist er Nummer Eins
der Album-Charts in Deutschland und in den USA. Was ist der Grund dafür,
dass hier in San Francisco, 3000 Meilen entfernt von 50 Cents
Heimatstadt New York, die Straßen voll sind mit Menschen, die Shirts mit
dem 50-Cent-Schriftzug tragen?


Zeige deine Wunde


Da ist - natürlich - die Musik. Die ist, zugegeben, ziemlich gut. Denn
jedes Stück, das auf einem 50-Cent-Album landet, wird von den beiden
Königen unter den Rap-Produzenten, Dr. Dre und Eminem, nachgeschliffen
und mit einer chartstauglichen Hitglasur versehen. Dann ist da noch 50
Cents unverwechselbare Nuschelstimme, die sich samtig über die harten
Beats seiner Songs legt. Die Kombination hat beim letzten Album
funktioniert, sie packt auch beim neuen kräftig zu. Wenn man sie hört
und dabei aus dem Fenster guckt, bekommt man ziemlich gute Laune,
einfach, weil das alles so gut zusammenpasst. Wer Eminem zu hysterisch
findet und Snoop Doggy Dog zu primitiv, für den ist 50 Cents Musik genau
das Richtige. Die Musik ist aber nicht allein der Grund, warum sich 50
Cent-Alben besser verkaufen als alles andere, was es derzeit auf diesem
Sektor gibt. Der wahre Grund ist seine Lebensgeschichte, eine Mischung
aus Vorstrafenregister und Armer-Waisenknabe-Märchen. Sie sorgt dafür,
dass jeder Teenager, der vom Mathelehrer ungerecht behandelt wird, sich
mit 50 Cent identifiziert. Da ist auch die Sorgfalt, mit der 50 Cent in
kurzen Abständen öffentliche Kämpfe mit anderen Rappern inszeniert,
zuletzt mit seinem eigenen Schützling The Game. Und nicht zuletzt ist da
die Legende, die sich um jenen sonnigen Vormittag vor fünf Jahren rankt,
an dem 50 Cent vor dem Haus seiner Großmutter in Queens über den Haufen
geschossen wurde. Angeblich. Der nette junge Mann, der hier auf dem Sofa
sitzt, sieht ja, wie gesagt, nicht so aus, als hätte er schon mal etwas
Gefährlicheres als ein Waffeleisen in der Hand gehabt. Ob man ihn das
einfach mal so fragen kann?


Man kann. Als Antwort beugt er sich vor, sperrt den Mund auf und deutet
auf seinen Unterkiefer. Der sieht aus der Nähe nicht so aus, als hätte
50 Cent jemals eine Zahnspange getragen. Viel verstörender als die
schiefen Zähne ist aber die Stelle, auf die sein Finger zeigt: Da, wo
eigentlich Zahnfleisch sein müsste, ist ein Loch. Nach einer Weile nimmt
er den Finger aus dem Mund und erklärt: "Eine von den Kugeln ging durch
die Backe; der Knochen hat sie gebremst." Dann lehnt er sich zurück und
lächelt. Schräg unterhalb des Lächelns ist noch ein vernarbtes Loch, in
Kugelgröße.


Da nach dieser Vorführung zur Abwechslung mal sein Gegenüber betroffen
schweigt, fängt 50 Cent an, die Geschichte dieser Löcher zu erzählen.
Und weil man sich wegen seines Unglaubens in Bezug auf die Schießerei
ein bisschen blöd vorkommt, guckt man ihm einfach mal beim Reden zu. Er
knetet seine Hände, runzelt die Stirn, macht immer wieder Pausen: Es ist
ihm sichtlich wichtig, dass das, was er sagt, richtig ankommt. Aus dem
Nebenzimmer krachen die Bässe des neuen Albums durch die Wand. 50 Cent
erzählt und erzählt und plötzlich fallen einem ein paar Zeilen ein, die
er auf "The Massacre" singt: "Da, wo ich herkomme, lernt man, sich
anzupassen", und "Ich bin ein Schwamm, wenn es um Wissen geht. Ich lerne
schnell. Ich bin der Einzige in meiner Klasse".


Und auf einmal machen all die Widersprüche Sinn, die 50 Cent umgeben:
Die Tatsache, dass er sich als garstiger Ex-Krimineller verkauft und
trotzdem in der Lage ist, sich normal zu unterhalten.


Seine kumpelhafte Jovialität mit dem HipHop-Magazin-Menschen am Anfang,
seine anschließende Verlegenheit, seine überraschend ehrlich wirkenden
Antworten. Es geht gar nicht darum, dass der Mann hundertmal besser
rappt oder tausendmal besser eine Knarre halten kann als all die anderen
Rapper da draußen. Es geht darum, dass 50 Cent es jedem recht macht: dem
Highschool-Kid, das einen Helden will genauso wie der Journalistin, die
unbedingt den Menschen hinter dem Star sehen möchte. Das weiß er und
damit spielt er professionell, weil er den Unterschied zwischen dem
Leben auf der Bühne und dem wirklichen Leben versteht. Vielleicht muss
man genau so sein, wenn man heutzutage als Rapper den ganz großen Erfolg
haben will - ein Chamäleon.


Als die Zeit abgelaufen ist, steht 50 Cent auf, streckt die Hand aus und
lächelt. Es fehlt nur noch, dass er zum Handkuss ansetzt. Doch der
nächste Besucher steht schon in der Tür - und wer weiß, was der für ein
Bild von 50 Cent haben will. THERESA BÄUERLEIN


Quelle: Süddeutsche Zeitung
Nr.62, Mittwoch, den 16. März 2005 , Seite 14
Re: Afrob ist schwul... [message #217508 ] Thu, 17 March 2005 16:01
Steffen Jahn  
hallo,

Gabriel Zahn schrieb:
> Es geht darum, dass 50 Cent es jedem recht macht: [...] Vielleicht muss
> man genau so sein, wenn man heutzutage als Rapper den ganz großen Erfolg
> haben will - ein Chamäleon.

gitb es irgendein größeres kompliment für einen künstler?

scnr,
steffen
Re: Afrob ist schwul... [message #217520 ] Thu, 17 March 2005 20:18
Michael Schmitz  
"Gabriel Zahn" <gabsenthor [at] gmx.de> schrieb :

> Was ist los mit dem Mann? Eben noch drang brüllendes Gelächter und das
> Geräusch von Händen, die auf Schultern klopfen, aus 50 Cents
> Hotelzimmer. Dann ging die Tür auf und der Redakteur eines großen
> HipHop-Magazins stolperte mit einem Ohr-zu-Ohr-Grinsen heraus.

:o)

HipHop-Magazin-"M"ensch
Re: Afrob ist schwul... [message #221478 ] Sat, 02 April 2005 17:14
ralf theil  
Gabriel Zahn meinte:

> Der Rapper Afrob hat eine eigene Theorie über Schwule

Ich glaube Dean Dawson, sein Backup, auch. Gestern beim Konzert in
Hamburg verkündete er: "Diese Veranstaltung ist strictly hetero,
strictly hetero! Ich bin hetero, mein Mann Afrob ist hetero, unser DJ
ist hetero - und warum? Weil wir auf Frauen stehen!!!1 Alle Typen die
auf Frauen stehen, sagt mal [Gröhl]!"

Q
Re: Afrob ist schwul... [message #221479 ] Sat, 02 April 2005 18:55
Marcus Klein  
ralf theil <master.quest [at] gmx.de> wrote:
> Gabriel Zahn meinte:
>> Der Rapper Afrob hat eine eigene Theorie über Schwule
> Ich glaube Dean Dawson, sein Backup, auch. Gestern beim Konzert in
> Hamburg verkündete er: "Diese Veranstaltung ist strictly hetero,

du gehst auf afrob-konzerte ;-) ?

m, cnr

--
"buelent, mit b, wie buelent."
buelent c. waehrend des koelner karnevals 2003
Re: Afrob ist schwul... [message #221480 ] Sat, 02 April 2005 19:36
ralf theil  
Marcus Klein meinte:

> du gehst auf afrob-konzerte ;-) ?

das konzert hat gerade erst angefangen, als es planmässig zu ende sein
sollte...

Q
Re: Afrob ist schwul... [message #221481 ] Sat, 02 April 2005 19:43
Marcus Klein  
ralf theil schrieb:

> das konzert hat gerade erst angefangen, als es planmässig zu ende sein
> sollte...

doof.

m.

--
"buelent, mit b, wie buelent."
buelent c. waehrend des koelner karnevals 2003
Re: Afrob ist schwul... [message #221483 ] Sun, 03 April 2005 12:53
ZDeeV  
ralf theil <master.quest [at] gmx.de> wrote in message news:<wh4lba6l8go8.dlg [at] news.djmasterquest.de>...
> Gabriel Zahn meinte:
>
> > Der Rapper Afrob hat eine eigene Theorie über Schwule
>
> $Unsinniges Geschwafel von Dean Dawson
Wie dumm und ignorant muss man für solche Aussagen sein?

ZDeeV, arrrgghhhhh..... :-/
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