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Musik » de.rec.musik.rock+pop » Germany 12 Points
| Germany 12 Points [message #216412] |
Sun, 13 March 2005 01:51 |
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Da sich meine Affinität zum Banalpop mittlerweile in der NG
rumgesprochen haben dürfte, will ich mal schnell 'ne Lanze für Gracia
brechen, nachdem ich sie vorhin mit 5 Anrufen a 12 Cent beim deutschen
Vorentscheid zum ESC durchgeboxt habe. (Ach, wäre doch nur unser alter
Freund Alan noch hier, er wäre sicher stolz auf mich :)
Für alle, die sich diese Beckmann-moderierte Nervenprobe entgehen
ließen, hier mein kurzes Resümee:
THE MURPHY BROTHERS: Hausbackener US-Mainstream-Rock, in dem Rahmen fast
sowas wie R.E.M. (nicht schlagen, ich sagte: in *DEM* Rahmen :)
Selbstverständlich chancenlos.
ELLEN TEN DAMME: Weil wir's neulich gerade hatten: Sag bitte nie wieder
jemand was zum IQ von Nena, solange Reinschlagfressen wie Udo Lindenberg
in ein öffentliches Mikrofon lallen dürfen. Der Text der von ihm
protegierten Hollandmamsell hatte ähnliche Qualitäten.
ORANGE BLUE: Wer des Englischen nicht mächtig ist, sollte seine Finger
von abgrundverblödeten Poesiealbumreimen wie "A million teardrops make
an ocean and only love can stand the tide" lassen. Ein früher
Befindlichkeitstest, leider hatte man dank "öffentlich-rechtlich" keine
Chance auf eine Werbepause zwecks Bereitstellung von Kotztüten.
KÖNIGSWERQ: Mit hochschwangerer Sängerin eher ein Fall fürs
Gimmick-Album. Grottenschlechter Nachwuchswettbewerbspoprock a la Juli,
symptomatischerweise auch noch aus der Stadt des musikalischen Grauens, Mannheim.
VILLAINE: Überraschung! Guter Popsong, leider nicht ganz mit der
Professionalität einer Gracia vorgetragen.
ALLEE DER KOSMONAUTEN: Heiliger Strohsack, "Christian Rock"!!! Sein Lied
ist dein Lied und so. Xaver Naidoo in der Rocker-Variante. Ungefähr so
erfreulich wie die Zeugen Jehovas vor der Tür.
GRACIA: Ich will nicht wieder übertreiben, aber die Performance, der
Song, das Aussehen etc. waren schon beachtlich professionell. Eine
würdige Gewinnerin und sicherlich seit 100 Jahren der unpeinlichste
deutsche Beitrag zum Grand Prix. (Hat jemand 'nen Screenshot von der
Stelle, als sie Probleme mit ihrem BH hatte? :)))
NICOLE SÜSSMILCH & MARCO MATIAS: Mit Abstand der erbrechenerregendste
Dreck dieses Wettbewerbs. Kein Wunder, Ralph Siegel. Anmerkung für die,
die's verpasst haben: Diese beiden feldwegblöden Flachschippen standen
dank des erlesenen Geschmacks des durchschnittsdeutschen Televoters im
Endduell mit Gracia. Ein Schreckensszenario, wenn die gewonnen hätten.
Dankt eurem Werner, dass er ein Handy in Griffnähe hatte :)
STEFAN GWILDIS: Erfüllte bestens seine Mission, die mittlerweile zu
solchen Sendungen gehörende tumbe Stammtischgeselligkeit eines Max
Mutzke zu vertreten.
MIA AEGERTER: Nee, liebe Schweiz, diese Eidgenossen-Version von April
Lasagne behaltet mal schön für euch.
Sehr lustig fand ich dann in der Pause auch Al Di Meola. So sehr ich
seine Musik auch hasse, aber der Mann scheint wirklich Humor zu haben,
wenn er sein Lehrer-Stammpublikum mit Auftritten in solchen Sendungen
beglücken möchte.
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| Re: Germany 12 Points [message #216413 ] |
Sun, 13 March 2005 02:03 |
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Also parteiisch bist Du wohl gar nicht, oder ;-)?
>MIA AEGERTER: Nee, liebe Schweiz, diese Eidgenossen-Version von April
>Lasagne behaltet mal schön für euch.
Nicht, dass mich das jetzt leidenschaftlich bewegen würde, aber
interessieren würde es mich schon, warum Du dieser Gracia gegenüber
obiger Interpretin den Vorzug gibst. Die Stücke sind sich ja
musikalisch recht ähnlich, aber letztere kann m.E. nicht nur besser
singen und sieht besser aus, sonder hatte vor allem in ihrem Refrain
nicht dieses Pseudo-Cranberries-Jodeln, das mich bei Gracia ziemlich
genervt hat ;-).
Patrick
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| Re: Germany 12 Points [message #216414 ] |
Sun, 13 March 2005 02:22 |
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Patrick Pohlmann wrote:
> Nicht, dass mich das jetzt leidenschaftlich bewegen würde, aber
> interessieren würde es mich schon, warum Du dieser Gracia gegenüber
> obiger Interpretin den Vorzug gibst.
Einfache Frage, einfache Antwort: Ich fand Gracia wesentlich cooler als
dieses unbedarfte vegetarische Bravo-TV-Almmädel.
> aber letztere kann m.E. nicht nur besser
> singen und sieht besser aus,
Tja, so haben wir alle unsere Präferenzen :)))
> sonder hatte vor allem in ihrem Refrain
> nicht dieses Pseudo-Cranberries-Jodeln, das mich bei Gracia ziemlich
> genervt hat ;-)
Du wirst es nicht glauben, aber ich hasse die Cranberries abgrundtief,
konnte aber bei Gracia keinerlei Ähnlichkeiten mit Dolores O'Riordans
nervigem Gekiekse feststellen. Mich erinnert Gracia eher an Cher.
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| Re: Germany 12 Points [message #216415 ] |
Sun, 13 March 2005 05:59 |
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Werner Franke schrieb:
> NICOLE SÜSSMILCH & MARCO MATIAS: Mit Abstand der erbrechenerregendste
> Dreck dieses Wettbewerbs. Kein Wunder, Ralph Siegel. Anmerkung für die,
> die's verpasst haben: Diese beiden feldwegblöden Flachschippen standen
> dank des erlesenen Geschmacks des durchschnittsdeutschen Televoters im
> Endduell mit Gracia. Ein Schreckensszenario, wenn die gewonnen hätten.
Entsetzlich! Ich hatte schon überlegt, ob man ihnen im Notfall die
Reisepässe entziehen oder sie vor der Reise zum "Krank Brie" unter
BSE-Quarantäne stellen könnte.
Auf der anderen Seite wäre es ein würdiger Vertreter für Doitschland
gewesen. Nach Dosenpfand, Mautsystem, und ähnlichen Blamagen wäre es
unserem Niveu ensprechend ;-)
Warum hat eigentlich Lindenberg vorher seinen Koffer so weit
aufgerissen? Sein Scheiß war doch keinen Deut besser!
> Dankt eurem Werner, dass er ein Handy in Griffnähe hatte
*SichvorDankbarkeitaufdenBodenwerfend*
--
Gruß
Pedro
http://www.hotsauce.de "Scharfe Chilis & teuflische Saucen"
http://www.w-c-fields.de "By god, i was born lonely."
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| Re: Germany 12 Points [message #216418 ] |
Sun, 13 March 2005 11:13 |
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Peter Hammer schrieb:
> Auf der anderen Seite wäre es ein würdiger Vertreter für Doitschland
> gewesen. Nach Dosenpfand, Mautsystem, und ähnlichen Blamagen wäre es
> unserem Niveu ensprechend ;-)
Meinst du Nivea oder Niveau?
Dosenpfand und Mautsystem funktionieren jedenfalls erstaunlich prächtig,
letzteres wenn auch mit einiger Verspätung.
> Warum hat eigentlich Lindenberg vorher seinen Koffer so weit
> aufgerissen? Sein Scheiß war doch keinen Deut besser!
>
>
>> Dankt eurem Werner, dass er ein Handy in Griffnähe hatte
Ich habe die Sendung leider verpasst. Oder habe ich vielleicht doch nichts
verpasst?
Lars
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| Re: Germany 12 Points [message #216420 ] |
Sun, 13 March 2005 13:47 |
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Hallo Werner
>
> THE MURPHY BROTHERS: Hausbackener US-Mainstream-Rock, in dem Rahmen fast
> sowas wie R.E.M. (nicht schlagen, ich sagte: in *DEM* Rahmen :)
> Selbstverständlich chancenlos.
War durchaus ok.Nichts besonderes.Aber warum ist US Mainstream
automatisch immer schlecht.Macht es sich der Kritiker da nicht ein wenig
einfach ?
>
> ELLEN TEN DAMME: Weil wir's neulich gerade hatten: Sag bitte nie wieder
> jemand was zum IQ von Nena, solange Reinschlagfressen wie Udo Lindenberg
> in ein öffentliches Mikrofon lallen dürfen. Der Text der von ihm
> protegierten Hollandmamsell hatte ähnliche Qualitäten.
Einer meiner Favoriten.Die Stimme und der Auftritt waren perfekt.Über
den Text lässt sich streiten.Auch ohne Infos hätte man auf Udo
Lindenberg kommen können.Die Fortsetzung von "Warum sind Kriege da".Udo
hat sich nicht verbessert,aber auch nicht verschlechtert.
>
> ORANGE BLUE: Wer des Englischen nicht mächtig ist, sollte seine Finger
> von abgrundverblödeten Poesiealbumreimen wie "A million teardrops make
> an ocean and only love can stand the tide" lassen. Ein früher
> Befindlichkeitstest, leider hatte man dank "öffentlich-rechtlich" keine
> Chance auf eine Werbepause zwecks Bereitstellung von Kotztüten.
Schmalziges gesülze
>
> KÖNIGSWERQ: Mit hochschwangerer Sängerin eher ein Fall fürs
> Gimmick-Album. Grottenschlechter Nachwuchswettbewerbspoprock a la Juli,
> symptomatischerweise auch noch aus der Stadt des musikalischen Grauens, Mannheim.
Durchaus ok
>
> VILLAINE: Überraschung! Guter Popsong, leider nicht ganz mit der
> Professionalität einer Gracia vorgetragen.
Stimme,Strophe und Refrain= alles Grottenschlecht.Platz 2 meiner negativ
Liste
>
> ALLEE DER KOSMONAUTEN: Heiliger Strohsack, "Christian Rock"!!! Sein Lied
> ist dein Lied und so. Xaver Naidoo in der Rocker-Variante. Ungefähr so
> erfreulich wie die Zeugen Jehovas vor der Tür.
ACK
>
> GRACIA: Ich will nicht wieder übertreiben, aber die Performance, der
> Song, das Aussehen etc. waren schon beachtlich professionell. Eine
> würdige Gewinnerin und sicherlich seit 100 Jahren der unpeinlichste
> deutsche Beitrag zum Grand Prix. (Hat jemand 'nen Screenshot von der
> Stelle, als sie Probleme mit ihrem BH hatte? :)))
Schlecht! peinlich!.Nach Süssmilch und Villaine das schlechteste Stück
des Abends.Fortsetzung von Deutschland sucht den Superstar.Am
peinlichsten waren die Gitaristen,die scheinbar wirklich meinten so was
wie Rock zu spielen.Ein Bein weit vors andere und dann heftig mit dem
Kopf hin und her/fertig ist der Heavy Metal Gitarist.
>
> NICOLE SÜSSMILCH & MARCO MATIAS: Mit Abstand der erbrechenerregendste
> Dreck dieses Wettbewerbs. Kein Wunder, Ralph Siegel. Anmerkung für die,
> die's verpasst haben: Diese beiden feldwegblöden Flachschippen standen
> dank des erlesenen Geschmacks des durchschnittsdeutschen Televoters im
> Endduell mit Gracia. Ein Schreckensszenario, wenn die gewonnen hätten.
> Dankt eurem Werner, dass er ein Handy in Griffnähe hatte :)
Mit Abstand das schlechteste Stück des Abends.Da haben wir noch mal
Glück gehabt,dass wir von denen nicht vertreten werden.Es gab scheinbar
doch noch viele ältere Zuschauer die des telefonierens mächtig waren und
sich den guten alten Grand Prix zurück wünschten.
>
> STEFAN GWILDIS: Erfüllte bestens seine Mission, die mittlerweile zu
> solchen Sendungen gehörende tumbe Stammtischgeselligkeit eines Max
> Mutzke zu vertreten.
Gute Stimme ,gute Text Idee mein 2ter Platz.
>
> MIA AEGERTER: Nee, liebe Schweiz, diese Eidgenossen-Version von April
> Lasagne behaltet mal schön für euch.
kein Komentar
>
> Sehr lustig fand ich dann in der Pause auch Al Di Meola. So sehr ich
> seine Musik auch hasse, aber der Mann scheint wirklich Humor zu haben,
> wenn er sein Lehrer-Stammpublikum mit Auftritten in solchen Sendungen
> beglücken möchte.
Du scheinst ja mit einigen Musikrichtungen richtig Problme zu haben
(hassen,kotztüte usw).
Al Di Meola gehört zu den Musikern die mich seit meiner Jugendzeit immer
mal wieder berührt haben.Die CD Romantic Warrior von Return to Forever
gehöhrt zu meinen AllTimeFavorites.
Sollte Pflicht in jedem CD Regal sein.
Das Stück an diesem Abend hat allerdings nicht mit der sonstigen Al Di
Meola Musik zu tun,war aber trotzdem der Musikaliche Höhepunkt des Abends.
Gruss Klaus
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| Re: Germany 12 Points [message #216421 ] |
Sun, 13 March 2005 13:45 |
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Lars Braesicke schrieb:
> Peter Hammer schrieb:
>
>>Auf der anderen Seite wäre es ein würdiger Vertreter für Doitschland
>>gewesen. Nach Dosenpfand, Mautsystem, und ähnlichen Blamagen wäre es
>>unserem Niveu ensprechend ;-)
>
>
> Meinst du Nivea oder Niveau?
Das fehlende "a" hast Du Dir verdient ;-)
> Dosenpfand und Mautsystem funktionieren jedenfalls erstaunlich prächtig,
Deshalb bieten wir ja nun auch ein Tsunami-Warnsystem an. Wir haben es
halt drauf.
--
Gruß
Pedro
http://www.hotsauce.de "Scharfe Chilis & teuflische Saucen"
http://www.w-c-fields.de "By god, i was born lonely."
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| Re: Germany 12 Points [message #216423 ] |
Sun, 13 March 2005 15:42 |
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Klaus Müller wrote:
>
> Hallo Werner
> >
> > THE MURPHY BROTHERS: Hausbackener US-Mainstream-Rock, in dem Rahmen fast
> > sowas wie R.E.M. (nicht schlagen, ich sagte: in *DEM* Rahmen :)
> > Selbstverständlich chancenlos.
>
> War durchaus ok.Nichts besonderes.Aber warum ist US Mainstream
> automatisch immer schlecht.Macht es sich der Kritiker da nicht ein wenig
> einfach ?
Ach Klaus, da hast du mich aber gründlich missverstanden. Ich fand diese
Murphys völlig ok und mein "selbstverständlich chancenlos" war keine
Bewertung ihres Songs, sondern nur die realistische Einschätzung, dass
sowas - so sehr Mainstream es auch sein mag - beim breiten Publikum
keinen Blumentopf gewinnen kann. Onkel Heinz fragt sich, warum die
Englisch singen, Tante Elvira findet nix zum Mitklatschen und Opa Kruse
meint sowieso nach wie vor, dass diese Langhaarigen erstmal alle richtig
arbeiten müssten. Du verstehst? Solange solche Leute noch fähig sind,
eine 12-stellige Nummer in ihr Telefon zu tippen, werden derartige Bands
nicht zum Zuge kommen, besonders dann nicht, wenn sie gegen den Meister
der volkstümelnden Umnachtung, Ralph Siegel antreten müssen.
Und das ist ja m.E. auch das grundsätzlich falsche an diesem Prozedere.
Jede, aber auch jede Blödnase kann einfach einrufen und versuchen, jeden
noch so abartigen Beitrag auf die Reise nach Kiew zu schicken. Ich würde
das mal als missverstandene Basisdemokratie bezeichnen. Und dabei will
ich diesen Leuten noch nichtmal ihre Freude an Tony Marshall oder Heino
nehmen, nur sollten sie halt aufgrund ihres Unvermögens, über den
Tellerrand zu sehen, nicht noch als Wahlvolk hofiert werden.
In einigen Staaten wird der nationale Beitrag zum Eurovision Song
Contest nicht vom Volk gewählt, sondern von einem Expertengremium.
Gerade bei den Deutschen, die ja z.T. immer noch ganz gerne annehmen,
dass am ihrem Wesen die Welt genesen könne... also die Nation, die lange
Zeit meinte, ein Abo auf den Fußballweltmeistertitel zu haben, die
lückenlose Aufklärung fordert, wenn Olympiaschwimmerinnen es wagen, ohne
Medaille nach Hause kommen, die in VW irgendwo deutsche Wertarbeit
vermutet oder die in Lloret de Mar Eisbein mit Sauerkraut bestellt... ja
gerade für die wäre es evtl. angebracht, sie bei Musikfragen mal außen
vor zu lassen.
Ich meine, so banal ein Thema wie Popmusik auch sein mag, irgendwo hat
es doch noch was mit Kunst zu tun, und man stelle sich vergleichsweise
mal vor, der deutsche Ureinwohner würde vorher per Televoting gefragt,
welche Beiträge beispielsweise auf der documenta in Kassel ausgestellt
werden dürften. Undenkbar!
Der deutsche Michel ist grundsätzlich erstmal dämlich. Dass diesmal mit
Gracia ein etwas angenehmerer und weltoffenerer Beitrag Deutschland
vertritt als man das gewöhnlich kannte, liegt nicht etwa daran, das man
plötzlich Geschmack hätte oder ahnte, dass ein Stefan Gwildis ja
vielleicht ganz nett zum Bierchen in der Eckkneipe passt, international
aber kaum beachtet würde, nein, der einzige Grund für die Massen, Gracia
zu wählen, war, dass sich "Run and Hide" schon seit einigen Wochen in
den Charts tummelt und der Deutsche als solcher ja gern auf das
Vertraute setzt. Stilistisch waren die Unterschiede zwischen Gracias
Stück und Villaines "Adrenalin" marginal, aber Villaine hatte halt das
Handicap, dass der gewöhnliche Spießer mit einer Lesbe vielleicht nicht
allzuviel anfangen kann und sie außerdem nicht schon vorher im Radio
gedudelt wurde.
So gesehen war das Televoting relativ zweckfrei, da Gracias Sieg schon
vorher klar war. Solange es die "Wildcard"-Option gibt (also dass ein
Stück mit einen großen Chartssprung in die Vorauswahl kommt), wird
jedesmal die Wildcard-Nummer gewinnen (war ja letztes Jahr genauso). Man
hätte man Gracia also auch einfach nominieren können, ohne Hinz und Kunz
(resp. H. R. Kunze) zu befragen.
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| Re: Germany 12 Points [message #216424 ] |
Sun, 13 March 2005 16:17 |
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Klaus M=FCller schrieb:
[Einleitungszeile erg=E4nzt]
> Werner Franke schrieb:
>
>> THE MURPHY BROTHERS: Hausbackener US-Mainstream-Rock, in dem Rahmen =
fast
>> sowas wie R.E.M. (nicht schlagen, ich sagte: in *DEM* Rahmen :)
>> Selbstverst=E4ndlich chancenlos.
>=20
> War durchaus ok.Nichts besonderes.Aber warum ist US Mainstream=20
> automatisch immer schlecht.
F=FCr mich war das das zweitbeste Lied. Als US-Mainstream-Country-Pop
zwar wirklich recht *gut*, aber leider v=F6llig ungeeignet, um deutsche=
s
Liedgut repr=E4sentieren zu k=F6nnen.
> Macht es sich der Kritiker da nicht ein wenig einfach ?
Ist das nicht immer so?
>> ELLEN TEN DAMME:
[...]
> Einer meiner Favoriten.Die Stimme und der Auftritt waren perfekt.=DCb=
er=20
> den Text l=E4sst sich streiten.
Wie kannst Du die Stimme beurteilen, wenn sie doch so gar nicht
gesungen hat? :-)
> Auch ohne Infos h=E4tte man auf Udo Lindenberg kommen k=F6nnen. Die
> Fortsetzung von "Warum sind Kriege da". Udo hat sich nicht ver-
> bessert,aber auch nicht verschlechtert.
Auf die Anz=FCglichkeiten im Text und in der Performance h=E4tte man
aber verzichten k=F6nnen. Aber f=FCr Udo Lindenberg ist das normal.
>> ORANGE BLUE: Wer des Englischen nicht m=E4chtig ist, sollte seine Fi=
nger
>> von abgrundverbl=F6deten Poesiealbumreimen wie "A million teardrops =
make
>> an ocean and only love can stand the tide" lassen. Ein fr=FCher
>> Befindlichkeitstest, leider hatte man dank "=F6ffentlich-rechtlich" =
keine
>> Chance auf eine Werbepause zwecks Bereitstellung von Kotzt=FCten.
>=20
> Schmalziges ges=FClze
Ack. Nicht nennenswert.
>> K=D6NIGSWERQ: Mit hochschwangerer S=E4ngerin eher ein Fall f=FCrs
>> Gimmick-Album. Grottenschlechter Nachwuchswettbewerbspoprock a la Ju=
li,
>> symptomatischerweise auch noch aus der Stadt des musikalischen Graue=
ns,
>> Mannheim.
>=20
> Durchaus ok
Klasse! *Bestes* Lied, gro=DFe Spielfreude, sympathische Band. Wenn so
etwas aus Mannheim kommt, dann bitte mehr davon! Die CD ist vorgemerkt.=
>> VILLAINE: =DCberraschung! Guter Popsong, leider nicht ganz mit der
>> Professionalit=E4t einer Gracia vorgetragen.
>=20
> Stimme,Strophe und Refrain=3D alles Grottenschlecht.Platz 2 meiner ne=
gativ=20
> Liste
Die Stimme war auch meines Erachtens ziemlich am Tiefpunkt.
>> ALLEE DER KOSMONAUTEN: Heiliger Strohsack, "Christian Rock"!!! Sein =
Lied
>> ist dein Lied und so. Xaver Naidoo in der Rocker-Variante. Ungef=E4h=
r so
>> erfreulich wie die Zeugen Jehovas vor der T=FCr.
>=20
> ACK
Ack. Belanglos.
>> GRACIA: Ich will nicht wieder =FCbertreiben, aber die Performance, d=
er
>> Song, das Aussehen etc. waren schon beachtlich professionell. Eine
>> w=FCrdige Gewinnerin und sicherlich seit 100 Jahren der unpeinlichst=
e
>> deutsche Beitrag zum Grand Prix. (Hat jemand 'nen Screenshot von der=
>> Stelle, als sie Probleme mit ihrem BH hatte? :)))
>=20
> Schlecht! peinlich!.Nach S=FCssmilch und Villaine das schlechteste St=
=FCck=20
> des Abends.Fortsetzung von Deutschland sucht den Superstar.Am=20
> peinlichsten waren die Gitaristen,die scheinbar wirklich meinten so w=
as=20
> wie Rock zu spielen.Ein Bein weit vors andere und dann heftig mit dem=
=20
> Kopf hin und her/fertig ist der Heavy Metal Gitarist.
Gracia kannte ich vorher nicht. Ich ordne sie durch diesen Auftritt
zwischen Alanis Morissette und den 4 Non Blondes ein. Und das ist
wahrlich kein Kompliment. Wenn ich an das "ei-hi-ei" (das, was
Patrick als "Pseudo-Cranberries-Jodeln" bezeichnete) denke, wird
mir schon wieder ganz flau im Magen. ;-)
War das nicht diese "Deutschland sucht den Superstar"-Tusse? Dann
wundert mich der Rummel um Gracia nicht. Verdanken kann sie den Sieg
wohl eher ihrer Fernsehbekanntheit.
[...]
>> STEFAN GWILDIS: Erf=FCllte bestens seine Mission, die mittlerweile z=
u
>> solchen Sendungen geh=F6rende tumbe Stammtischgeselligkeit eines Max=
>> Mutzke zu vertreten.
>=20
> Gute Stimme ,gute Text Idee mein 2ter Platz.
Ich mag Gwildis. Die Stimme fand ich bei diesem Auftritt aber =FCber-
raschend schlecht. Vielleicht ist ihm das Wasser im gr=FCnen Raum nicht=
bekommen. Jedenfalls kann er mehr.
>> MIA AEGERTER: Nee, liebe Schweiz, diese Eidgenossen-Version von Apri=
l
>> Lasagne behaltet mal sch=F6n f=FCr euch.
>=20
> kein Komentar
Ging so.
[Al Di Meola]
> Das St=FCck an diesem Abend hat allerdings nicht mit der sonstigen Al=
Di=20
> Meola Musik zu tun,war aber trotzdem der Musikaliche H=F6hepunkt des =
Abends.
Ja, sehr sch=F6n. Und Patricia Kaas mit einer Komposition des m=E4nnlic=
hen
Teils von "Rosenstolz" (habe den Namen jetzt vergessen) hat den Kompo-
nisten des Abends dann noch einmal deutlich gezeigt, wie man es richtig=
macht.
Insgesamt eine durchschnittlicher Abend mit einem Ergebnis, das mich
wirklich =FCberraschte, aber trotzdem v=F6llig kalt l=E4=DFt. H=E4tte K=
langwerq
gewonnen, s=E4he das nat=FCrlich v=F6llig anders aus. :-)
Ach, noch etwas: *Ganz* peinlich fand ich bei den jeweiligen K=FCnstler=
-
portraits die von den (ja, ich mu=DF schon sagen) "Wannabe-Popstars" au=
f
englisch vorgetragenen Textzeilen.
Christian
--=20
herunterladen - w=E4hlen - aktualisieren - handhaben - weiterleiten - =
Spiel
Spielfilm - Geschwindigkeit - Kinder - Ansturm - Kundendienst - Ereign=
is
Nachrichten - Leibw=E4chter - Trainer - Eintrittskarte - Rummel - K=F6d=
er - DNS
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| Re: Germany 12 Points [message #216425 ] |
Sun, 13 March 2005 16:29 |
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Werner Franke <tvc15 [at] t-online.de> schreibt:
>Solange es die "Wildcard"-Option gibt (also dass ein
>Stück mit einen großen Chartssprung in die Vorauswahl kommt), wird
>jedesmal die Wildcard-Nummer gewinnen (war ja letztes Jahr genauso).
>Man
>hätte man Gracia also auch einfach nominieren können, ohne Hinz und
>Kunz
>(resp. H. R. Kunze) zu befragen.
Genauso ist das.
Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wird immer das Lied gewinnen, das
die Leute schon kennen.
Übrigens auch der Grund (Telenovela "Verliebt in Berlin"), warum Nena
in den Charts auf Platz 1 geschossen ist. :)
Grüße
Gaby
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| Re: Germany 12 Points [message #216426 ] |
Sun, 13 March 2005 16:52 |
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Gabriele Werth tippte folgendes in die Tastatur:
> Übrigens auch der Grund (Telenovela "Verliebt in Berlin"), warum Nena
> in den Charts auf Platz 1 geschossen ist. :)
Echt? Also gibt es doch noch eine Steigerung zu Schnappi ;)
Wo guckt man sich die Charts eigentlich an? Ich bin immer mal bei hit1.de
gewesen, da strahlt einem jetzt ein Dialer entgegen. Toll. Und bis ich mich
bei MTV/Viva durchgeklickt hab...
Den Vorentscheid hab ich (leider/gott sei dank) nicht geguckt, mir aber mal
ein paar Titel angehört und nicht wirklich positiv überrascht gewesen. Das
Grazia gewinnt war irgendwie klar (wo war eigentlich StefanRaab-Juli?) aber
das ist auch wieder so ein Titel wo ich sofort den Sender wechsel.
Zum Thema Volk hat keine Ahnung, das sollen die Profis machen: Ist dem
nicht sogar so? Afaik schicken die Plattenfirmen die ihrer Meinung nach
Besten weg. Da sollte doch was Tolles dabei sein. Oder auch nicht.
Schließlich denkt die europäische Variante von Karl Müller auch nicht wie
DER Musikexperte (was immer das sein soll) und voted für seinen Liebling
(mit Kurzen Haaren).
Das die werten Herren und Damen in den Chefsesseln der MI imho sowieso
mächtig an (Geschmacks)Verwirrungen tut da jetzt wohl auch nix zur Sache.
Und zu guter Letzt: was ist eine Telenovela und was unterscheidet sie von
einer Seifenoper?
Thomas
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| Re: Germany 12 Points [message #216427 ] |
Sun, 13 March 2005 17:06 |
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Thomas Köllmer <tkoellmer [at] yahoo.de> schreibt:
>
>Und zu guter Letzt: was ist eine Telenovela und was unterscheidet sie
>von
>einer Seifenoper?
Eine Telenovela ist eine Unterform der "Soap Operas". Sie wird immer
auf ein Ende hin konzipiert, du hast also eine Geschichte, die du z.B.
in 300 Folgen erzählst. Andere Dailys, wie z.B. "Unter uns" oder
"GZSZ" laufen sozusagen endlos, es werden immer wieder neue
Geschichten drangehängt bzw. entwickelt.
Grüße
Gaby
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| Re: Germany 12 Points [message #216430 ] |
Sun, 13 March 2005 17:56 |
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Hallo,
On 13.03.2005 01:51, Werner Franke wrote:
> THE MURPHY BROTHERS: Hausbackener US-Mainstream-Rock, in dem Rahmen fast
> sowas wie R.E.M. (nicht schlagen, ich sagte: in *DEM* Rahmen :)
> Selbstverständlich chancenlos.
>
> ELLEN TEN DAMME: Weil wir's neulich gerade hatten: Sag bitte nie wieder
> jemand was zum IQ von Nena, solange Reinschlagfressen wie Udo Lindenberg
> in ein öffentliches Mikrofon lallen dürfen. Der Text der von ihm
> protegierten Hollandmamsell hatte ähnliche Qualitäten.
[usw. u. s.]
Gut das immer wieder Leute gibt, die Musik die nicht ihren Geschmack
entspricht, abgrund tief schlecht machen muß :>
Nicht das mich diese(r) kommerzielle Musik (-sendung, -stil) in
irgendeiner Weise tangiert, aber deswegen muß ich sie nicht schlecht
machen, bzw. in irgendeiner Weise beurteilen.
Ciao Stefan
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| Re: Germany 12 Points [message #216432 ] |
Sun, 13 March 2005 18:21 |
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stefan lingnau wrote:
>
> Gut das immer wieder Leute gibt, die Musik die nicht ihren Geschmack
> entspricht, abgrund tief schlecht machen muß :>
> Nicht das mich diese(r) kommerzielle Musik (-sendung, -stil) in
> irgendeiner Weise tangiert, aber deswegen muß ich sie nicht schlecht
> machen, bzw. in irgendeiner Weise beurteilen.
Nix sehen, nix hören, nix sagen. Oder wie?
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| Re: Germany 12 Points [message #216434 ] |
Sun, 13 March 2005 22:04 |
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stefan lingnau <belphegore-xyz [at] arcor.de> schreibt:
>Nicht das mich diese(r) kommerzielle Musik (-sendung, -stil) in
>irgendeiner Weise tangiert, aber deswegen mu? ich sie nicht schlecht
>machen, bzw. in irgendeiner Weise beurteilen.
Meine Meinung ist, dass man Musik schon beurteilen sollte. Der
Geschmacksfindung dient das ungeheuer. :)
Ich sach ja auch immer, dass alles Geschmackssache ist, aber ein
bisschen rede ich da natürlich halt auch um den heißen Brei herum.
Natürlich ist es schwer, gute Popmusik zu komponieren. Und deshalb
machen es sich einige Kompositeure auch zu leicht, indem sie immer
wieder dieselben _kommerziell erfolgreichen_ Tonfolgen kombinieren.
Damit gewinnen sie natürlich die Ohren der Zuhörer schnell, weil die
gern das Gewohnte hören. Sehr oft dient das letztendlich nur dem
Geldsäcklein des jeweiligen Komponisten/Producers etc. und das sollte
man schon ab und zu mal sagen können.
Grüße
Gaby
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| Re: Germany 12 Points [message #216435 ] |
Mon, 14 March 2005 00:11 |
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Werner Franke <tvc15 [at] t-online.de> wrote:
> Da sich meine Affinität zum Banalpop mittlerweile in der NG
> rumgesprochen haben dürfte, will ich mal schnell 'ne Lanze für Gracia
> brechen, nachdem ich sie vorhin mit 5 Anrufen a 12 Cent beim deutschen
> Vorentscheid zum ESC durchgeboxt habe.
Ach, Du warst das ...
> (Ach, wäre doch nur unser alter Freund Alan noch hier, er wäre sicher
> stolz auf mich :)
Soll ich ihn rufen? ;-)
> THE MURPHY BROTHERS: Hausbackener US-Mainstream-Rock, in dem Rahmen fast
> sowas wie R.E.M. (nicht schlagen, ich sagte: in *DEM* Rahmen :)
Gefällig, singbar, gut.
> Selbstverständlich chancenlos.
Leider.
> ELLEN TEN DAMME: Weil wir's neulich gerade hatten: Sag bitte nie wieder
> ORANGE BLUE: Wer des Englischen nicht mächtig ist, sollte seine Finger
D'accord.
> KÖNIGSWERQ: Mit hochschwangerer Sängerin eher ein Fall fürs
> Gimmick-Album. Grottenschlechter Nachwuchswettbewerbspoprock a la Juli,
Sooo schlecht fand ich das nicht.
> VILLAINE: Überraschung! Guter Popsong,
Was???
Das "Adrenalin" mußte man aber mit der Lupe suchen.
> ALLEE DER KOSMONAUTEN: Heiliger Strohsack, "Christian Rock"!!! Sein Lied
> ist dein Lied und so. Xaver Naidoo in der Rocker-Variante.
Auch hier:
Musikalisch durchaus hit-tauglich.
> GRACIA: Ich will nicht wieder übertreiben, aber die Performance, der
> Song, das Aussehen etc. waren schon beachtlich professionell. Eine
> würdige Gewinnerin und sicherlich seit 100 Jahren der unpeinlichste
> deutsche Beitrag zum Grand Prix.
Schnell, langsam, Wiederholung.
Das ist alles, was der Song zu bieten hatte.
> (Hat jemand 'nen Screenshot von der
> Stelle, als sie Probleme mit ihrem BH hatte? :)))
Wußte ich's doch, daß Musik hier nicht interessiert.
> NICOLE SÜSSMILCH & MARCO MATIAS: Mit Abstand der erbrechenerregendste
> Dreck dieses Wettbewerbs.
D'accord.
> STEFAN GWILDIS: Erfüllte bestens seine Mission, die mittlerweile zu
> solchen Sendungen gehörende tumbe Stammtischgeselligkeit eines Max
> Mutzke zu vertreten.
Kompletter Widerspruch.
Der Mann hat sein Handwerk gelernt, und das merkt man auch.
Musikalisch stimmt hier einfach alles, wenn er auch gestern abend leider
etwas nervös wirkte. Einer der wenigen Sänger, bei denen
deutschsprachiger Soul nicht peinlich wirkt.
Mein Favorit, wenn auch leider chancenlos.
> MIA AEGERTER: Nee, liebe Schweiz, diese Eidgenossen-Version von April
> Lasagne behaltet mal schön für euch.
Yup.
Gerhard
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| Re: Germany 12 Points [message #216436 ] |
Mon, 14 March 2005 00:11 |
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Klaus Müller <info [at] mkmueller.de> wrote:
> > GRACIA: Ich will nicht wieder übertreiben, aber die Performance, der
> > Song, das Aussehen etc. waren schon beachtlich professionell.
>
> Schlecht! peinlich!.Nach Süssmilch und Villaine das schlechteste Stück
> des Abends.Fortsetzung von Deutschland sucht den Superstar.Am
> peinlichsten waren die Gitaristen,die scheinbar wirklich meinten so was
> wie Rock zu spielen.Ein Bein weit vors andere und dann heftig mit dem
> Kopf hin und her/fertig ist der Heavy Metal Gitarist.
ROTFL, ja!
Wahrscheinlich umgeschulte Aerobiclehrer. :-)
> > STEFAN GWILDIS: Erfüllte bestens seine Mission, die mittlerweile zu
> > solchen Sendungen gehörende tumbe Stammtischgeselligkeit eines Max
> > Mutzke zu vertreten.
>
> Gute Stimme ,gute Text Idee mein 2ter Platz.
Ich mag den Kerl sehr.
Nicht nur mit seinen überstzen Soul-Klassikern sondern auch mit den
Eigenkompositionen wie "Mama mag ihn" oder dem gestern vorgetragenen
"Wunderbares Grau" trifft er bei mir musikalisch und textlich voll ins
Schwarze.
Humorvoller, genial arrangierter Soul in deutsch -- klasse!
> > Sehr lustig fand ich dann in der Pause auch Al Di Meola.
[...]
>
> Du scheinst ja mit einigen Musikrichtungen richtig Problme zu haben
> (hassen,kotztüte usw).
> Al Di Meola gehört zu den Musikern die mich seit meiner Jugendzeit immer
> mal wieder berührt haben.
Ich kenne ihn eigentlich nur von der "Friday Night in San Francisco" mit
Paco De Lucia, wo die eigentlich gute Musik gelegentlich in eine Art
wer-ist-der-schnellste-Wettbewerb ausartet.
> Die CD Romantic Warrior von Return to Forever gehöhrt zu meinen
> AllTimeFavorites.
Danke, muß ich mir mal anhören.
Gerhard
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| Re: Germany 12 Points [message #216437 ] |
Mon, 14 March 2005 00:11 |
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Werner Franke <tvc15 [at] t-online.de> wrote:
> In einigen Staaten wird der nationale Beitrag zum Eurovision Song
> Contest nicht vom Volk gewählt, sondern von einem Expertengremium.
Das gabs hierzulande auch mal.
Das Ergebnis waren die Siegel-Siege. :-)
Gerhard
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| Re: Germany 12 Points [message #216438 ] |
Mon, 14 March 2005 00:11 |
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Christian Janoff <usenet-mar-2005 [at] janoff.de> wrote:
> >> VILLAINE: Überraschung! Guter Popsong, leider nicht ganz mit der
> >> Professionalität einer Gracia vorgetragen.
> >
> > Stimme,Strophe und Refrain= alles Grottenschlecht.Platz 2 meiner negativ
> > Liste
>
> Die Stimme war auch meines Erachtens ziemlich am Tiefpunkt.
Keine Kraft, keine Dynamik.
Und damit dann ein Titel namens "Adrenalin". :-)
> Ich mag Gwildis. Die Stimme fand ich bei diesem Auftritt aber über-
> raschend schlecht.
Stimmt.
> Vielleicht ist ihm das Wasser im grünen Raum nicht bekommen.
Oder die Schokolade. :-)))
> Jedenfalls kann er mehr.
Yep.
> [Al Di Meola]
> > Das Stück an diesem Abend hat allerdings nicht mit der sonstigen Al Di
> > Meola Musik zu tun,war aber trotzdem der Musikaliche Höhepunkt des Abends.
>
> Ja, sehr schön. Und Patricia Kaas mit einer Komposition des männlichen
> Teils von "Rosenstolz" (habe den Namen jetzt vergessen) hat den Kompo-
> nisten des Abends dann noch einmal deutlich gezeigt, wie man es richtig
> macht.
Naja, Kaas' Auftritt fand ich hingegen überrraschend schwach.
> Ach, noch etwas: *Ganz* peinlich fand ich bei den jeweiligen Künstler-
> portraits die von den (ja, ich muß schon sagen) "Wannabe-Popstars" auf
> englisch vorgetragenen Textzeilen.
Ack.
Wem beim Veranstalter muß man dafür eine Merkbefreiung verpassen?
Gerhard
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| Re: Germany 12 Points [message #216439 ] |
Mon, 14 March 2005 01:04 |
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Hallo,
>Du wirst es nicht glauben, aber ich hasse die Cranberries abgrundtief,
>konnte aber bei Gracia keinerlei Ähnlichkeiten mit Dolores O'Riordans
>nervigem Gekiekse feststellen. Mich erinnert Gracia eher an Cher.
inteessanter Vergleich. Dies zieht natürlich die Frage nach sich, ob
wohl Gracia ebenfalls wesentlich besser schauspielen als singen kann?
:-)
Patrick
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| Re: Germany 12 Points [message #216440 ] |
Mon, 14 March 2005 01:09 |
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Gerhard Torges, geb. Hö lscher wrote:
>
> Werner Franke <tvc15 [at] t-online.de> wrote:
>
> > (Ach, wäre doch nur unser alter Freund Alan noch hier, er wäre sicher
> > stolz auf mich :)
>
> Soll ich ihn rufen? ;-)
Ja gerne, es war immer lustig mit ihm. Schade eigentlich, dass er nun in
musikfernen NGs den Leuten auf den Geist gehen muss. Aber ich will gar
nicht so gemein oder OT sein, ich erinnere mich, dass er immer vehement
Vanilla Ninja verteidigte und die haben ja nun mit David Brandes den
gleichen Produzent wie Gracia (und treten beim ESC für die Schweiz an).
> > (Hat jemand 'nen Screenshot von der
> > Stelle, als sie Probleme mit ihrem BH hatte? :)))
>
> Wußte ich's doch, daß Musik hier nicht interessiert.
Das ist noch nichtmal sarkastisch oder sexistisch, sondern gang und gäbe
in der Popmusik. Das Aussehen von Gracia ist selbstredend die halbe
Miete, was völlig ok ist, denn es werden ja schließlich nicht
irgendwelche Musikhochschulzeugnisse oder die schönste
Sozialarbeitervisage bewertet, sondern die Gesamtperformance. Bei Gracia
kommt für die Blondinenwitz-Chauvis leider erschwerend hinzu, dass die
Frau auch noch intelligent ist und singen kann :)))
> Kompletter Widerspruch.
> Der Mann hat sein Handwerk gelernt, und das merkt man auch.
Das meinte ich mit "Über den Tellerrand gucken". Wen in Europa soll um
Himmels Willen ein Genre interessieren, das schon in sich ein
Widerspruch ist, deutscher Soul? Ich sagte doch schon, zum Bierchen in
der Eckkneipe mag das noch passen, europaweit wär's 'ne ähnliche
Lachnummer wie Raab oder Mutzke.
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| Re: Germany 12 Points [message #216441 ] |
Mon, 14 March 2005 07:52 |
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stefan lingnau wrote:
> Gut das immer wieder Leute gibt, die Musik die nicht ihren Geschmack
> entspricht, abgrund tief schlecht machen muß :>
Hallo
Du meinst: Gut, dass es immer wieder Leute gibt, die Musik, welche
nicht ihrem Geschmack entspricht, abgrundtief schlecht machen müssen.
> Nicht das mich diese(r) kommerzielle Musik (-sendung, -stil) in
> irgendeiner Weise tangiert, aber deswegen muß ich sie nicht schlecht
> machen, bzw. in irgendeiner Weise beurteilen.
Menschen sind zum Glück unterschiedlich. Es gibt solche, die offensiv
sind und solche, die einfach alles schweigend schlucken. Du hast
vollkommen Recht, es ist gut so denn Du beurteilst ja gerade jetzt "die
anderen Menschen" :)
Gruß Lutz
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| Re: Germany 12 Points [message #216442 ] |
Mon, 14 March 2005 07:59 |
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Gabriele Werth wrote:
> Natürlich ist es schwer, gute Popmusik zu komponieren. Und deshalb
> machen es sich einige Kompositeure auch zu leicht, indem sie immer
> wieder dieselben _kommerziell erfolgreichen_ Tonfolgen kombinieren.
Hi,
dsa hat mit "leicht machen" nicht in erster Linie was zu tun.
> Damit gewinnen sie natürlich die Ohren der Zuhörer schnell, weil die
> gern das Gewohnte hören. Sehr oft dient das letztendlich nur dem
> Geldsäcklein des jeweiligen Komponisten/Producers etc. und das sollte
> man schon ab und zu mal sagen können.
Oder noch klarer: Popmusik hat nicht die Aufgabe künstlerisch zu sein
oder die Musikkultur zu bereichern. Popmusik ist Geschäft, war Geschäft
und wird es immer bleiben. Wie in jeder anderen Branche auch: Es wird
verkauft, was gekauft wird. Ein Unterschied: Im Kosumgüterbereich werden
mit Werbung oft erst Bedürfnisse geweckt die dann mit einem Produkt
befriedigt werden. In der Popmusik macht man sich den menschlichen Hang
zum Gewohnten zu Nutze, deshalb klingt nicht nur alles immer "gleich",
es ist das Gleiche, nur immer neu kombiniert. Wirkliche Veränderungen
finden in homöopatischen Dosen statt.
Gruß Lutz
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| Re: Germany 12 Points [message #216444 ] |
Mon, 14 March 2005 09:24 |
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Werner Franke schrieb:
> In einigen Staaten wird der nationale Beitrag zum Eurovision Song
> Contest nicht vom Volk gewählt, sondern von einem Expertengremium.
Tja, und damals wurden dann Wind und die Münchener Freiheit zum Grand Prix
geschickt...
Gruß
Henning
--
henning paul home: http://www.geocities.com/hennichodernich
PM: henningpaul [at] gmx.de , ICQ: 111044613
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| Re: Germany 12 Points [message #216450 ] |
Mon, 14 March 2005 13:00 |
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Am Sun, 13 Mar 2005 16:52:33 +0100 schrieb Thomas Köllmer:
> Und zu guter Letzt: was ist eine Telenovela und was unterscheidet sie von
> einer Seifenoper?
Im Prinzip ist das die brasilianische/mexikanische Variante der Seifenoper,
vorzugsweise mit einer möglichst tragisch-theatralischen Liebesgeschichte
als Inhalt.
Wenn's Dich wirklich interessiert, findest Du z.B. hier dazu ein paar
Tonnen infos:
http://www.telenovela-world.com/
Grüße,
Frank
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| Re: Germany 12 Points [message #216451 ] |
Mon, 14 March 2005 13:09 |
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Am Sun, 13 Mar 2005 16:17:48 +0100 schrieb Christian Janoff:
> Gracia kannte ich vorher nicht. Ich ordne sie durch diesen Auftritt
> zwischen Alanis Morissette und den 4 Non Blondes ein. Und das ist
> wahrlich kein Kompliment.
Hmm, zumindest letztere habe ich vor vielen Jahren mal im Vorprogramm von
Neil Young Live erleben können (das war kurz bevor sie "bekannt" wurden),
und das war schon verdammt gut - jedenfalls um Längen besser als auf der
CD. Ich kann mich noch gut daran erinnern, daß Linda Perry damals derartig
gebrüllt hat, daß ich im ersten Moment nicht sicher war, ob da eine
Sängerin oder ein Kerl auf der Bühne stand ;-) Jedenfalls klang ihre Stimme
live sehr in Richtung Axl Rose. Doch, das hatte was.
Die Sendung mit Gracia habe ich zwar nicht gesehen, aber ich kann mich an
einige Sachen von ihr erinnern, als diese "Superstar"-Sachen liefen.
Zwischen ihrer Stimme und der Röhre von Linda Perry liegen Welten imho.
Grüße,
Frank
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| Re: Germany 12 Points [message #216452 ] |
Mon, 14 March 2005 13:35 |
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Am Mon, 14 Mar 2005 01:09:48 +0100 schrieb Werner Franke:
> Das ist noch nichtmal sarkastisch oder sexistisch, sondern gang und gäbe
> in der Popmusik. Das Aussehen von Gracia ist selbstredend die halbe
> Miete, was völlig ok ist, denn es werden ja schließlich nicht
> irgendwelche Musikhochschulzeugnisse oder die schönste
> Sozialarbeitervisage bewertet, sondern die Gesamtperformance.
Logisch, das ist btw. nicht nur im Popmusikbereich so (siehe z.B. Anna
Netrebko).
Grüße,
Frank
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| Re: Germany 12 Points [message #216455 ] |
Mon, 14 March 2005 15:57 |
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Hallo,
On 13.03.2005 18:21, Werner Franke wrote:
> Nix sehen, nix hören, nix sagen. Oder wie?
Das Stichwort ist Toleranz.
Ciao Stefan
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| Re: Germany 12 Points [message #216456 ] |
Mon, 14 March 2005 15:55 |
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Werner Franke schrieb:
> Das ist noch nichtmal sarkastisch oder sexistisch, sondern gang und gäbe
> in der Popmusik. Das Aussehen von Gracia ist selbstredend die halbe
> Miete
Dann hätte sie aber echt den letzten Platz machen müssen...
Gruß
Henning
--
henning paul home: http://www.geocities.com/hennichodernich
PM: henningpaul [at] gmx.de , ICQ: 111044613
|
|
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| Re: Germany 12 Points [message #216457 ] |
Mon, 14 March 2005 15:57 |
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Werner Franke schrieb:
> ELLEN TEN DAMME:
Aah, "Word Up!" von Cameo!
> KÖNIGSWERQ:
Aah, Mousse T. mit "Right Now"!
SCNR
Henning
--
henning paul home: http://www.geocities.com/hennichodernich
PM: henningpaul [at] gmx.de , ICQ: 111044613
|
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| Re: Germany 12 Points [message #216458 ] |
Mon, 14 March 2005 17:03 |
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Henning Paul wrote:
>
> Werner Franke schrieb:
>
> > ELLEN TEN DAMME:
>
> Aah, "Word Up!" von Cameo!
Schön wär's :)
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| Re: Germany 12 Points [message #216459 ] |
Mon, 14 March 2005 17:01 |
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stefan lingnau wrote:
>
> Das Stichwort ist Toleranz.
Toleranz bedeutet nicht zwangsläufig Wegsehen, Schweigen, Ignoranz oder
gar Zustimmung.
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| Re: Germany 12 Points [message #216460 ] |
Mon, 14 March 2005 17:14 |
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Henning Paul wrote:
>
> Werner Franke schrieb:
>
> > Das ist noch nichtmal sarkastisch oder sexistisch, sondern gang und gäbe
> > in der Popmusik. Das Aussehen von Gracia ist selbstredend die halbe
> > Miete
>
> Dann hätte sie aber echt den letzten Platz machen müssen...
Zugegeben, gegen eine Avon-Beraterinnen-Hackfresse wie Nicole Süßmilch
hatte sie kaum Chancen :))) SCNR
|
|
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| Re: Germany 12 Points [message #216462 ] |
Mon, 14 March 2005 18:09 |
|
stefan lingnau wrote:
> Hallo,
>
> On 13.03.2005 18:21, Werner Franke wrote:
>
>> Nix sehen, nix hören, nix sagen. Oder wie?
>
> Das Stichwort ist Toleranz.
Quatsch, werfe nicht mit Fremdworten die Du nicht verstehst.
Lutz
EOD
|
|
|
| Re: Germany 12 Points [message #216463 ] |
Mon, 14 March 2005 18:44 |
|
Werner Franke schrieb:
> Gerhard Torges, geb. H=F6 lscher wrote:
>>=20
>> Werner Franke <tvc15 [at] t-online.de> wrote:
[...]
>> > (Hat jemand 'nen Screenshot von der
>> > Stelle, als sie Probleme mit ihrem BH hatte? :)))
>>=20
>> Wu=DFte ich's doch, da=DF Musik hier nicht interessiert.
>=20
> Das ist noch nichtmal sarkastisch oder sexistisch, sondern gang und
> g=E4be in der Popmusik. Das Aussehen von Gracia ist selbstredend die
> halbe Miete,
Mir ist das Aussehen von Gracia v=F6llig schnurz.
> was v=F6llig ok ist, denn es werden ja schlie=DFlich nicht irgendwelc=
he
> Musikhochschulzeugnisse oder die sch=F6nste Sozialarbeitervisage
> bewertet, sondern die Gesamtperformance.
Dazu geh=F6rt der BH aber definitiv nicht. Bewertet werden sollte IMHO
das Lied an sich und die Sangeskunst. Ob Gracia Probleme mit ihrem BH
hatte ist mir diesbez=FCglich also ebenso egal wie die Frage, ob Joy
Fleming auf der B=FChne gut tanzen kann. Letzteres wird mit Sicherheit
nicht der Fall sein, aber was interessiert das angesichts ihrer stimm-
lich herausragenden F=E4higkeiten, die gewisse Popsternchen (ob mit ode=
r
ohne BH) vermutlich niemals erreichen werden?
[...]
>> Kompletter Widerspruch.
>> Der Mann hat sein Handwerk gelernt, und das merkt man auch.
>=20
> Das meinte ich mit "=DCber den Tellerrand gucken". Wen in Europa
> soll um Himmels Willen ein Genre interessieren, das schon in sich
> ein Widerspruch ist, deutscher Soul?
Wer sich daf=FCr interessieren soll? Vielleicht die, die sich mehr f=FC=
r
Musik als f=FCr BHs interessieren. ;-) Hier in Deutschland soll Gwildis=
jedenfalls schon eine ganze Menge CDs verkauft haben.
> Ich sagte doch schon, zum Bierchen in der Eckkneipe mag das noch
> passen, europaweit w=E4r's 'ne =E4hnliche Lachnummer wie Raab oder
> Mutzke.
.... oder Gracia. Das kommt nur darauf an, wie man "Lachnummer" definier=
t.
Christian
np: Free - Mourning Sad Morning
--=20
herunterladen - w=E4hlen - aktualisieren - handhaben - weiterleiten - =
Spiel
Spielfilm - Geschwindigkeit - Kinder - Ansturm - Kundendienst - Ereign=
is
Nachrichten - Leibw=E4chter - Trainer - Eintrittskarte - Rummel - K=F6d=
er - DNS
|
|
|
| Re: Germany 12 Points [message #216464 ] |
Mon, 14 March 2005 19:05 |
|
Hallo,
On 14.03.2005 07:52, Lutz Bojasch wrote:
> Menschen sind zum Glück unterschiedlich. Es gibt solche, die offensiv
> sind und solche, die einfach alles schweigend schlucken. Du hast
Es ging mir nicht um schlucken, oder nicht. Es ging mir um Toleranz. Ich
tue mir diese Musik nicht an und auch solche nicht wie sie im Ersten
meistens um 20.15 läuft. Aber muß ich sie deswegen schlecht machen, nur
weil sie meinen Geschmack nicht entspricht?
> vollkommen Recht, es ist gut so denn Du beurteilst ja gerade jetzt "die
> anderen Menschen" :)
Ich hab Werner nicht beurteilt. Es ist fast schon augenscheinlich das
Musik, die nicht Werners Geschmack trifft, von ihm verrissen wird.
Deswegen ist Werner nicht schlechter als Du, aber intoleranter. Mal ganz
abgesehen von der Kompetenz ;)
Ciao Stefan
|
|
|
| Re: Germany 12 Points [message #216465 ] |
Mon, 14 March 2005 19:38 |
|
On 14.03.2005 18:09, Lutz Bojasch wrote:
>> Das Stichwort ist Toleranz.
>
>
> Quatsch, werfe nicht mit Fremdworten die Du nicht verstehst.
LOL
Ciao Stefan
|
|
|
| Re: Germany 12 Points [message #216466 ] |
Mon, 14 March 2005 19:45 |
|
Christian Janoff wrote:
>
> Mir ist das Aussehen von Gracia völlig schnurz.
Ist es denn wirklich so schwer zu begreifen? :) *Dir* mag ihr Aussehen
schnurz sein, aber wenn man das Interesse von Millionen von Televotern
im Ausland erregen möchte, isses doch wohl auch völlig legitim, wenn man
sich nicht gerade wie Else Kling präsentiert, oder?
> Dazu gehört der BH aber definitiv nicht.
Ok ok, hinter meiner Anfrage diesbezüglich hast du aber auch sicherlich
einen dreifachen Smiley bemerkt.
> Ob Gracia Probleme mit ihrem BH
> hatte ist mir diesbezüglich also ebenso egal wie die Frage, ob Joy
> Fleming auf der Bühne gut tanzen kann. Letzteres wird mit Sicherheit
> nicht der Fall sein, aber was interessiert das angesichts ihrer stimm-
> lich herausragenden Fähigkeiten, die gewisse Popsternchen (ob mit oder
> ohne BH) vermutlich niemals erreichen werden?
Menno, wo und vor allem in welcher Zeit lebt ihr denn eigentlich alle?
"Stimmliche Fähigkeiten" ist ein Attribut, das außer Fans von Maria
Callas wahrscheinlich kein Mensch mehr braucht. Und gerade Joy Fleming
halte ich für eine der verbohrtesten Kaffeetanten, die noch ab und zu
über den Bildschirm torkeln dürfen; gerade weil diese Frau in ihrer
Engstirnigkeit nichts anderes gelernt hat als auf ihre vermaledeite
Bluesröhre zu setzen und sich somit seit mindestens 60 Jahren nur
wiederholt und sämtlichen aktuellen Entwicklungen völlig befremdet gegenübersteht.
> Hier in Deutschland soll Gwildis
> jedenfalls schon eine ganze Menge CDs verkauft haben.
Du sagst es doch selbst: "Hier in Deutschland". Ich will mich noch
nichtmal in die Rolle zwängen lassen, den Gwildis niederzumachen, weil
ich ihn bei weitem nicht so bedenklich finde wie jeden anderen zweiten
deutschen Musiker, aber er ist doch nunmal ein typisch deutsches
Phänomen wie meinetwegen Pur oder Grönemeyer, sprich: für den
internationalen Markt denkbar ungeeignet. Selbst seinen Text mit dem
"wunderschönen Grau" fand ich durchaus akzeptabel und räume sogar ein,
dass der ein wenig kreativer ist als Meinungers recht plattitüdenhafte
Dichtung "Run & Hide", aber darauf kommt's doch nun überhaupt nicht an,
weil das im Ausland eh keiner verstanden hätte.
> ... oder Gracia. Das kommt nur darauf an, wie man "Lachnummer" definiert.
Lachnummer definiere ich dahingehend, dass man in der großen weiten Welt
als Deutscher unbedingt das Bild eines kleinkarierten Spießers
hinterlasse möchte. Etwas, was Gracia mit Sicherheit nicht tun wird.
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| Re: Germany 12 Points [message #216467 ] |
Mon, 14 March 2005 20:23 |
|
Werner Franke <tvc15 [at] t-online.de> wrote:
> "Stimmliche Fähigkeiten" ist ein Attribut, das außer Fans von Maria Callas
> wahrscheinlich kein Mensch mehr braucht. Und gerade Joy Fleming halte ich
> für eine der verbohrtesten Kaffeetanten, die noch ab und zu über den
> Bildschirm torkeln dürfen; gerade weil diese Frau in ihrer Engstirnigkeit
> nichts anderes gelernt hat als auf ihre vermaledeite Bluesröhre zu setzen
> und sich somit seit mindestens 60 Jahren nur wiederholt und sämtlichen
> aktuellen Entwicklungen völlig befremdet gegenübersteht.
>
Und wenn sie diesen "aktuellen Entwicklungen" nun einmal nichts
abgewinnen kann?
-- MFG, Staso.
|
|
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| MünchnerFreiheit und Blumfeld (was: Germany 12 Points) [message #216469 ] |
Mon, 14 March 2005 21:46 |
|
Henning Paul <henningpaul [at] gmx.de> wrote:
> > In einigen Staaten wird der nationale Beitrag zum Eurovision Song
> > Contest nicht vom Volk gewählt, sondern von einem Expertengremium.
>
> Tja, und damals wurden dann Wind und die Münchener Freiheit zum Grand Prix
> geschickt...
Aporpos MF -- letzens hörte ich da einen Song und dachte, er sein von
denen. Aber nein, die Band heißt "Blumfeld".
Die Stimmen der Sänger sind aber wirklich zum Verwechseln ähnlich. :-)
Gerhard
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