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Musik » de.alt.music.hiphop » Vinylabrieb
| Vinylabrieb [message #205139] |
Tue, 15 February 2005 12:08 |
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Hi,
ich hab gestern mit Erstaunen/Entsetzen festgestellt, dass meine Systeme
(Shure M 44-7) beim Scratchen doch relativ viel von der zugrunde liegenden
Platte abkratzen. Nach längerem rumgecutte auf einer Stelle ist dies sogar
beim Abspielen hörbar. Ich hab dann mal gegengeprüft mit nem Ortofon Pro
(S), von dem mir ähnliches bekannt war, mit gleichem Ergebnis. Ich dachte
eigentlich die Shures sind da nicht so schlimm bzw. ist mir das bis dato
nicht so extrem aufgefallen. Liegt das daran, dass ich meine Shure
"schief" montiert habe, also so, dass ein gerader Tonarm imitiert wird,
oder sind die Nadeln einfach durch?
Ich würde sie gerne "schief" montiert lassen, da sie da irgendwie doch
besser in der Rille liegen und deutlich weniger in Seitwärtsbewegungen
geraten bei schnellen Bewegungen.
Hat jemand ähnliche Beobachtungen gemacht? Udo, Q...?
gruß gunnar
--
reply to: djharrr Klammeraffe funkymonkeyclub Punkt de
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| Re: Vinylabrieb [message #205141 ] |
Tue, 15 February 2005 12:22 |
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Am Tue, 15 Feb 2005 12:08:55 +0100 schrieb Gunnar Mohr:
> [Kratzi] Liegt das daran, dass ich meine Shure
> "schief" montiert habe, also so, dass ein gerader Tonarm imitiert wird,
> oder sind die Nadeln einfach durch?
Ich hätte eher auf "zu neu" getippt, das Alter musst du selber
einschätzen ;-)
Ich benutze die Shures auch angewinkelt, habe mir aber schon bei meinen
alten Stantons angewöhnt, neue Nadeln immer mindestens eine Nacht in
einer Auslaufrille am Ende der Platte durchlaufen zu lassen, um sie
etwas abzuschleifen. Im Urzustand fressen die Stantons tatsächlich
ziemlich derbe. Auch mit dem Auflagegewicht solltest du es nicht
übertreiben, 3 bis max. 4 Gramm reichen bei den 44-7 imho.
Ich glaube nicht, dass der Winkel was damit zu tun hat - sphärisch
geschliffene Nadeln müsste ja eigentlich in jedem Winkel mit der
gleichen Fläche auf der Platte aufliegen.
Q
--
"die jungen hopper sind aggressiv, das ist natuerlich, denn
sie sind verwirrt und haben sich verirrt im gewirr des lebens."
[Kurt Kuene in damh, 20.12.99]
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| Re: Vinylabrieb [message #205142 ] |
Tue, 15 February 2005 12:44 |
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Am Tue, 15 Feb 2005 12:22:21 +0100 schrieb ralf theil
<usenet [at] djmasterquest.de>:
> Ich hätte eher auf "zu neu" getippt, das Alter musst du selber
> einschätzen ;-)
Die sind bestimmt schon ein halbes Jahr in Betrieb. Aber ich werde die
beiden sich mal ne Zeit lang in der Auslaufrille austoben lassen,
vielleicht hilfts ja doch noch.
>
> ziemlich derbe. Auch mit dem Auflagegewicht solltest du es nicht
> übertreiben, 3 bis max. 4 Gramm reichen bei den 44-7 imho.
mhh, da könnte ich mal dran drehen ;-) ne, eigentlich sind die bei mir so
auf 3 bis 3,5. Ich hab die Gewichte andersrum aufgedreht (Warum muss ich
eigentlich immer alles jenseits der Norm machen ;-)), das wird so um die
Werte liegen.
>
> Ich glaube nicht, dass der Winkel was damit zu tun hat - sphärisch
> geschliffene Nadeln müsste ja eigentlich in jedem Winkel mit der
> gleichen Fläche auf der Platte aufliegen.
Gerade ausprobiert: Eins der Systeme mal gerade montiert, mit beiden
Nadeln ausprobiert. Bei der ersten war kaum hörbarer Verschleiß
festzustellen, bei der zweiten Nadel, die leicht nach außen verbogen ist,
wars ganz deutlich hörbar. Liegt vielleicht doch an der verbogenen Nadel?
Ich weiß jetzt selbstverständlich nicht mehr, mit welcher Nadel ich das
beim allerersten Mal festgestellt habe, ich glaube aber, es war die
intakte. (Ich sehe es ja ein, für einen wissenschaftlichen Beweis taugt
das nichts :-))
--
reply to: djharrr Klammeraffe gmx Punkt de
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| Re: Vinylabrieb [message #205143 ] |
Tue, 15 February 2005 13:41 |
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Tach,
Gunnar Mohr schrieb:
> so auf 3 bis 3,5. Ich hab die Gewichte andersrum aufgedreht (Warum muss
> ich eigentlich immer alles jenseits der Norm machen ;-)), das wird so
> um die Werte liegen.
Die Gewichte andersrum macht man eigentlich deswegen drauf, damit man
noch mehr Gewicht draufkriegen kann wie man wenn sie richtigrum bis zum
Anschlag draufschraubt (weil die Gewichte auf der einen Seite schwerer
sind als auf der anderen, und wenn du die schwere Seite direkt am
Anschlag hast dann hast du weniger Gegengewicht, Hebelgesetze und so).
>> Ich glaube nicht, dass der Winkel was damit zu tun hat - sphärisch
>> geschliffene Nadeln müsste ja eigentlich in jedem Winkel mit der
>> gleichen Fläche auf der Platte aufliegen.
Wenn ich mich recht entsinne gabs vor einigen Jahren mal in der Juice
oder Backspin einen Artikel von imho DJ Mad, der die damals neuen ASTS
Tonarme von Vestax getestet hat (und diese will man ja mit dem schief
draufmachen der Nadel imitieren). Und eben dieser Tester meinte, dass er
seine Vinyl Perlen so nicht abspielen würde, weil das die Rillen schon
mehr belastet. Vielleicht irgendwas mit Antiskating ... oder sind die
sphärischen Nadeln wenn man von oben drauf kuckt nicht wirklich rund ...
keine Ahnung.
lyHo
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| Re: Vinylabrieb [message #205148 ] |
Tue, 15 February 2005 15:01 |
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Moin,
Daniel Gaertner <usenet [at] lyho.net> wrote:
> Wenn ich mich recht entsinne gabs vor einigen Jahren mal in der Juice
> oder Backspin einen Artikel von imho DJ Mad, der die damals neuen ASTS
> Tonarme von Vestax getestet hat (und diese will man ja mit dem schief
> draufmachen der Nadel imitieren). Und eben dieser Tester meinte, dass er
> seine Vinyl Perlen so nicht abspielen würde, weil das die Rillen schon
> mehr belastet. Vielleicht irgendwas mit Antiskating ... oder sind die
> sphärischen Nadeln wenn man von oben drauf kuckt nicht wirklich rund ...
> keine Ahnung.
Antiskating kompensiert nur die Fliehkraft der Nadel und die aendert sich
nicht durch das Verdrehen. Das Problem ist die Aufhaengung der Nadel.
Normalerweise ist der Nadeltraeger parallel zur Rille und die Kraefte
wirken senkrecht zum Nadeltraeger. Mit dem Verdrehen aendert sich dieser
Winkel und der Widerstand des Nadeltraegers gegenueber der
Rillenauslenkung steigt. Damit steigt der Verschleiss, das abgenommene
Signal wird leiser und die Kanaltrennung wird schlechter. Der Extremfall
waere ein um 90° verdreht montiertes System, bei dem man maximalen
Verschleiss mit minimalem Signalpegel erreicht ;-).
so long tho
--
Posting at the top because that's where the cursor happened to be is
like shitting in your pants because that's where your asshole
happened to be.
Unknown
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| Re: Vinylabrieb [message #205150 ] |
Tue, 15 February 2005 15:17 |
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Thomas Richter <damh-20050215 [at] tricnet.de> wrote:
>> sphärischen Nadeln wenn man von oben drauf kuckt nicht wirklich rund ...
>> keine Ahnung.
>
>Antiskating kompensiert nur die Fliehkraft der Nadel und die aendert sich
>nicht durch das Verdrehen. Das Problem ist die Aufhaengung der Nadel.
>Normalerweise ist der Nadeltraeger parallel .....
wieso war mir klar, dass darauf sofort was von tho kommt? :)
ich bin dafür, dass tho ab sofort den beinamen "Q" im namen tragen
darf. :)
snip, thos postings sehr bereichernd findend, auch wenn er manchmal
nur die hälfte versteht ;)
--
http://www.sinandsoul.com
emotional photography
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| Re: Vinylabrieb [message #205151 ] |
Tue, 15 February 2005 15:22 |
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S. Unterreitmeier wrote:
> Thomas Richter <damh-20050215 [at] tricnet.de> wrote:
>>Antiskating kompensiert nur die Fliehkraft der Nadel und die aendert sich
>>nicht durch das Verdrehen. Das Problem ist die Aufhaengung der Nadel.
>>Normalerweise ist der Nadeltraeger parallel .....
> wieso war mir klar, dass darauf sofort was von tho kommt? :)
:) weil tho unser daniel duesentrieb ist?
> ich bin dafür, dass tho ab sofort den beinamen "Q" im namen tragen
> darf. :)
dagegen. du willst doch nicht dass demnaechst dann Quelent, Qoe,
Qelodika und konsorten in hamburg durch die gegend eiern, oder? ;)
> snip, thos postings sehr bereichernd findend, auch wenn er manchmal
> nur die hälfte versteht ;)
ich finde, wir sollten eine bastlerschuerze mit thos konterfei +
loetkolben inner hand in das rl/rba-merch-sortiment aufnehmen ;)
k.
--
"If Darl McBride was in charge, he'd probably make marriage
unconstitutional too, since clearly it de-emphasizes the
commercial nature of normal human interaction, and probably is
a major impediment to the commercial growth of prostitution."
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| Re: Vinylabrieb [message #205152 ] |
Tue, 15 February 2005 15:23 |
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Marcus Klein wrote:
> dagegen. du willst doch nicht dass demnaechst dann Quelent, Qoe,
> Qelodika und konsorten in hamburg durch die gegend eiern, oder? ;)
sorry Qonsorten, mein feherl ;)
--
"buelent, mit b, wie buelent."
buelent c. waehrend des koelner karnevals 2003
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| Re: Vinylabrieb [message #205154 ] |
Tue, 15 February 2005 15:46 |
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Am Tue, 15 Feb 2005 15:22:44 +0100 schrieb Marcus Klein:
> ich finde, wir sollten eine bastlerschuerze mit thos konterfei +
> loetkolben inner hand in das rl/rba-merch-sortiment aufnehmen ;)
[x] dafür
[x] muahaha!!!1°
Q
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| Re: Vinylabrieb [message #207102 ] |
Sat, 19 February 2005 11:02 |
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On Tue, 15 Feb 2005 15:01:23 +0100
Thomas Richter <damh-20050215 [at] tricnet.de> wrote:
> Antiskating kompensiert nur die Fliehkraft der Nadel und die aendert
> sich
> nicht durch das Verdrehen. Das Problem ist die Aufhaengung der Nadel.
> Normalerweise ist der Nadeltraeger parallel zur Rille und die Kraefte
> wirken senkrecht zum Nadeltraeger.=20
Tag,
das stimmt so nicht ganz...das was Antiskating kompensieren soll ist die
Reibungskraft zwischen Platte und Nadel, bzw. das Moment das dadurch
entsteht wenn das System nicht genau zur Tonarmaufh=E4ngung zeigt. Und das
=E4ndert sich schon wenn man die Nadel verdreht. Warum w=FCrde man das sonst
=FCberhaupt machen? Und die _Kr=E4fte_ wirken auch nicht senkrecht, sondern
parallel zum Nadeltr=E4ger.
Fliehkr=E4fte entstehen nur bei rotatorischen Bewegungen, und das einzige
was sich bei meinem Plattenspieler dreht ist die Platte ;)
Gru=DF,
Sebastian, sonst nur mitlesend, aber wenn's um Technik geht...
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| Re: Vinylabrieb [message #207104 ] |
Sat, 19 February 2005 21:53 |
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Moin,
Sebastian <stilo [at] ram.rwth-aachen.de> wrote:
> On Tue, 15 Feb 2005 15:01:23 +0100
> Thomas Richter <damh-20050215 [at] tricnet.de> wrote:
>> Antiskating kompensiert nur die Fliehkraft der Nadel und die aendert
>> sich
>> nicht durch das Verdrehen. Das Problem ist die Aufhaengung der Nadel.
>> Normalerweise ist der Nadeltraeger parallel zur Rille und die Kraefte
>> wirken senkrecht zum Nadeltraeger.
>
> das stimmt so nicht ganz...das was Antiskating kompensieren soll ist die
> Reibungskraft zwischen Platte und Nadel, bzw. das Moment das dadurch
> entsteht wenn das System nicht genau zur Tonarmaufhängung zeigt.
Danke fuer die Korrektur. Hab gerade
http://www.fl-electronic.de/analog/tonabnehmer.html als Erklaerung
gefunden.
> Und das ändert sich schon wenn man die Nadel verdreht. Warum würde man
> das sonst überhaupt machen?
Aehm, ja :-). Aber damit eleminiert man die Skating-Kraft doch
eigentlich (weitestgehend), oder?
> Und die _Kräfte_ wirken auch nicht senkrecht, sondern parallel zum
> Nadelträger.
Die Nadel wird nach links/rechts oben ausgelenkt, das ist bei mir
senkrecht zum Nadeltraeger.
> Sebastian, sonst nur mitlesend, aber wenn's um Technik geht...
:-)
so long tho
--
Posting at the top because that's where the cursor happened to be is
like shitting in your pants because that's where your asshole
happened to be.
Unknown
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| Re: Vinylabrieb [message #207108 ] |
Sun, 20 February 2005 01:31 |
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Sebastian <stilo [at] ram.rwth-aachen.de> schrieb:
>Fliehkräfte entstehen nur bei rotatorischen Bewegungen, und das einzige
>was sich bei meinem Plattenspieler dreht ist die Platte ;)
Fliehkräfte sind Scheinkräfte und treten nur in rotierenden
Bezugssystemen auf. Würde sich ein Stückchen der Platte an einem Seil
um den Mittelpunkt des Plattentellers (nennt man das Ding Spindel?)
drehen, bräuchte man, befände man sich denn im Bezugssystem der sich
drehenden Platte, als Erklärung für die im Seil wirkende Zugkraft eine
Kraft, die man eben Fliehkraft nennt. Soviel mal allgemein, ja :)
Was das jetzt konkret für meinen Plattenspieler bedeutet, mag ich mir
eigentlich nicht überlegen. Das ist eh' so ne Sache für sich, man
schaue sich mal Kataloge für DJ-Equipment an, da finden sich stets die
abenteuerlichsten Erklärungen und Maßeinheiten...
>Sebastian, sonst nur mitlesend, aber wenn's um Technik geht...
Gruß, Alex, immer mitlesend, selten postend...
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| Re: Vinylabrieb [message #207110 ] |
Sun, 20 February 2005 03:10 |
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On Sat, 19 Feb 2005 21:53:01 +0100
Thomas Richter <damh-20050219 [at] tricnet.de> wrote:
> > Und das =E4ndert sich schon wenn man die Nadel verdreht. Warum w=FCrde =
man
> >=20
> > das sonst =FCberhaupt machen?=20
>=20
> Aehm, ja :-). Aber damit eleminiert man die Skating-Kraft doch
> eigentlich (weitestgehend), oder?
Ja klar...die Reibung is zwar noch (nahezu) genauso gross, aber das Moment
das den Tonarm nach innen dreht l=E4sst sich minimieren. Wenn man die Nadel
weit genug nach aussen dreht m=FCsste der Arm dann sogar nach aussen
wandern, k=F6nnte man eigentlich mal ausprobieren...
=20
> > Und die _Kr=E4fte_ wirken auch nicht senkrecht, sondern parallel zum=20
> > Nadeltr=E4ger.
>=20
> Die Nadel wird nach links/rechts oben ausgelenkt, das ist bei mir=20
> senkrecht zum Nadeltraeger.
Ok...nach der Definition hast du Recht, das ist aber eigentlich nur die
resultierende Bewegung. Ich meinte die Reibungskraft zwischen
Platte und Nadel die die Bewegung erzeugt.
Gru=DF,
Sebastian.
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| Re: Vinylabrieb [message #207111 ] |
Sun, 20 February 2005 03:15 |
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On Sun, 20 Feb 2005 01:31:29 +0100
Alex Eberspaecher <eberspaecher [at] gmx.net> wrote:
> Fliehkr=E4fte sind Scheinkr=E4fte und treten nur in rotierenden
> Bezugssystemen auf. W=FCrde sich ein St=FCckchen der Platte an einem Seil
> um den Mittelpunkt des Plattentellers (nennt man das Ding Spindel?)
> drehen, br=E4uchte man, bef=E4nde man sich denn im Bezugssystem der sich
> drehenden Platte, als Erkl=E4rung f=FCr die im Seil wirkende Zugkraft eine
> Kraft, die man eben Fliehkraft nennt. Soviel mal allgemein, ja :)
=E4hm ja...ich hab's mal etwas verk=FCrzt dargestellt ;)=20
> Das ist eh' so ne Sache f=FCr sich, man
> schaue sich mal Kataloge f=FCr DJ-Equipment an, da finden sich stets die
> abenteuerlichsten Erkl=E4rungen und Ma=DFeinheiten...
Eben, kann mir bitte mal einer erkl=E4ren warum man einfach =FCberall, selb=
st
beim Hersteller, als Angabe f=FCr das Anlaufdrehmoment kg/cm findet?!
Gru=DF,
Sebastian.
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| Re: Vinylabrieb [message #207114 ] |
Sun, 20 February 2005 12:56 |
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On Sun, 20 Feb 2005 03:10:22 +0100
Sebastian <stilo [at] ram.rwth-aachen.de> wrote:
> Ja klar...die Reibung is zwar noch (nahezu) genauso gross, aber das
> Moment
> das den Tonarm nach innen dreht l=E4sst sich minimieren. Wenn man die
> Nadel
> weit genug nach aussen dreht m=FCsste der Arm dann sogar nach aussen
> wandern, k=F6nnte man eigentlich mal ausprobieren...
Morgen,
ich hab mir das mit den Kr=E4ften nochmal durch den Kopf gehen lassen, und
ich f=FCrchte ich muss mich da revidieren.
Durch das Drehen der Nadel =E4ndert sich zwar die Lage in der Rille, und
damit auch z.B. die Kanaltrennung wie Thomas schon richtig gesagt hat.
Aber die Kraft die das Skating verrusacht wirkt immer noch in derselben
Richtung, da die Platte ja am Ort der Nadel immer noch in dieselbe
Richtung zieht. Also selbst wenn die Nadel in den Tonarmaufh=E4ngungspunkt
zeigt, die Kraftrichtung zeigt immer noch daneben und verursacht somit
Skating.=20
Hab schon seit Jahren mein Shure verdreht montiert, und nie so genau
dr=FCber nachgedacht :-/ Das hat jetzt jedenfalls ein Ende.
Was anderes ist das wenn man den Tonarm von vornherein so konstruiert,
dass auch ohne Verdrehen des Systems die Kraft durch die Tonarmaufh=E4ngung
geht UND die Nadel gerade in der Rille liegt, wie z.B. bei den Vestax
ASTS-Tonarmen. Dann sollte das auch funktionieren.=20
Mein Fazit: System verdrehen bei S-Tonarmen v=F6llig =FCberfl=FCssig.
Gru=DF,
Sebastian.
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| Re: Vinylabrieb [message #207115 ] |
Sun, 20 February 2005 13:14 |
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Sebastian Kauertz <kauertz [at] ram.rwth-aachen.de> schrieb:
>> Das ist eh' so ne Sache für sich, man
>> schaue sich mal Kataloge für DJ-Equipment an, da finden sich stets die
>> abenteuerlichsten Erklärungen und Maßeinheiten...
>Eben, kann mir bitte mal einer erklären warum man einfach überall, selbst
>beim Hersteller, als Angabe für das Anlaufdrehmoment kg/cm findet?!
Das weiß ich auch nicht, aber das ist auf jeden Fall eine der Ursachen
dafür, dass ich irgendwann mal keine Lust mehr hatte, mir zu
überlegen, was da technisch/physikalisch beim Platten-Hören los ist...
Aber jetzt muss ich doch nochmal fragen: als Skating-Kraft bezeichnet
man die Reibungskraft zwischen Nadel und Platten, ne? Diese Kraft
wirkt auf jeden Fall senkrecht zur Plattenrille und damit parallel zum
Nadelträger. Bei meinem S-förmigen Tonarm nach Technics-Art bekomme
ich jetzt nach einer Kräftezerlegung eine Kraftkomponente, die zur
Mitte des Plattentellers wirkt. Damit erhalte ich ein Drehmoment auf
den Tonarm, das die Nadel bzw. den Tonarm zur Mitte des Plattentellers
hin beschleunigen will. Antiskating beschleunigt den Tonarm nach
außen, was eben ein Expeiment bestätigt hat.
Jetzt nochmal zur gedrehten Montage: Du hattest ja auch schon
rausgefunden, dass auch bei gedrehter Montage die Reibungskräfte die
selbe Richtung haben und damit sich der Sachverhalt einfach nicht
ändert. Das erscheint mir logisch und damit will ich das mal
bestätigen :)
Gruß, Alex
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| Re: Vinylabrieb [message #207118 ] |
Sun, 20 February 2005 17:10 |
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On Sun, 20 Feb 2005 13:14:54 +0100
Alex Eberspaecher <eberspaecher [at] gmx.net> wrote:
> Aber jetzt muss ich doch nochmal fragen: als Skating-Kraft bezeichnet
> man die Reibungskraft zwischen Nadel und Platten, ne? Diese Kraft
> wirkt auf jeden Fall senkrecht zur Plattenrille und damit parallel zum
> Nadeltr=E4ger. Bei meinem S-f=F6rmigen Tonarm nach Technics-Art bekomme
> ich jetzt nach einer Kr=E4ftezerlegung eine Kraftkomponente, die zur
> Mitte des Plattentellers wirkt.
Also die Reibung wirkt nur parallel zur Rille (tangential), ergo parallel
zum Nadeltr=E4ger. Der zeigt bei einem S-f=F6rmigen Tonarm aber nicht in den
Aufh=E4ngungspunkt des Tonarms, sondern daneben. Die Reibungskraft hat also
einen Hebelarm und erzeugt ein Moment. Und das bezeichnet man glaube ich
genaugenommen als "Skating".=20
Jetzt kann man die Kraft wohl zerlegen in eine Komponente die durch den
Tonarmdrehpunkt geht und eine die Richtung Plattenmitte zeigt, das
meintest Du glaub ich. Ist aber eigentlich nicht n=F6tig.
Es gibt also auch urspr=FCnglich keine Kraftkomponente in Richtung Mitte des
Plattentellers, nur die Haltekraft die die Rille aufbringen muss um die
Nadel in der Spur zu halten, die zeigt aber nach aussen :)
Kann man immer am Besten anhand einer Zeichnung sehen...aber das is ja
nich so einfach hier.
> Jetzt nochmal zur gedrehten Montage: Du hattest ja auch schon
> rausgefunden, dass auch bei gedrehter Montage die Reibungskr=E4fte die
> selbe Richtung haben und damit sich der Sachverhalt einfach nicht
> =E4ndert. Das erscheint mir logisch und damit will ich das mal
> best=E4tigen :)
Gut, dann h=E4tten wir das mal gekl=E4rt. Und ich hab wieder was gelernt :)
Gru=DF,
Sebastian.
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| Re: Vinylabrieb [message #207121 ] |
Mon, 21 February 2005 01:18 |
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Sebastian <stilo [at] ram.rwth-aachen.de> schrieb:
>> Aber jetzt muss ich doch nochmal fragen: als Skating-Kraft bezeichnet
>> man die Reibungskraft zwischen Nadel und Platten, ne? Diese Kraft
>> wirkt auf jeden Fall senkrecht zur Plattenrille und damit parallel zum
>> Nadelträger. Bei meinem S-förmigen Tonarm nach Technics-Art bekomme
>> ich jetzt nach einer Kräftezerlegung eine Kraftkomponente, die zur
>> Mitte des Plattentellers wirkt.
>
>Also die Reibung wirkt nur parallel zur Rille (tangential), ergo parallel
>zum Nadelträger.
Jepp, ich hab' mich schlecht ausgedrückt. Die Reibungskraft wirkt
senkrecht zum gedachten Radius, das ist einfach tangential an die
Rille. Reibungskräfte machen das eigentlich immer - stets entgegen der
Bewegungsrichtung :) Ob das jetzt wieder salopp ausgedrückt ist, weiß
ich nicht, ist schon so spät ;)
>Der zeigt bei einem S-förmigen Tonarm aber nicht in den
>Aufhängungspunkt des Tonarms, sondern daneben. Die Reibungskraft hat also
>einen Hebelarm und erzeugt ein Moment. Und das bezeichnet man glaube ich
>genaugenommen als "Skating".
>
>Jetzt kann man die Kraft wohl zerlegen in eine Komponente die durch den
>Tonarmdrehpunkt geht und eine die Richtung Plattenmitte zeigt, das
>meintest Du glaub ich. Ist aber eigentlich nicht nötig.
Für das Drehmoment ist nur die Kraft maßgeblich, die senkrecht auf dem
Hebelarm steht (hier: Tonarm). Das ist hier ebene jene Kraftkomponente
in Richtung Mitte des Plattentellers. Damit brauchst Du die
Kräftzerlegung, um eine Erklärung für das Drehmoment zu finden.
Wobei die Betrachtung hier eigentlich nochmal komplizierter ist, weil
der Tonarm bei Technics und Technics-Klonen eben nicht gerade ist.
Aber das soll egal sein, das Drehmoment erkläre ich am einfachsten so.
Alles andere verwirrt mich.
>Es gibt also auch ursprünglich keine Kraftkomponente in Richtung Mitte des
>Plattentellers, nur die Haltekraft die die Rille aufbringen muss um die
>Nadel in der Spur zu halten, die zeigt aber nach aussen :)
Haltekraft? Man braucht auf jeden Fall irgend eine Kraft, um den
Tonarm gerade zu halten - quasi eine Kraft, die entgegen der nun
bereits vieldiskutierten Kraftkomponente Richtung Plattentellermitte
wirkt - diese Kraft wird von der Platte aufgebracht, das ist Reibung.
Diese Reibungskraft ist Gegenkraft (Reaktio) zur oft erwähnten
Kraftkomponente in Richtung Mitte. Und deswegen nutzt sich ein Kanal
der Platte auch besonders ab, wenn man sein Anti-Skating nicht
vernünftig einstellt. Nämlich der Kanal, der näher am Zentrum der
Platte liegt. Ob das links oder rechts ist, weiß ich nicht.
Ob es eine Kraft nun ursprünglich gibt oder nicht, ist egal. Solange
sich eine Kraft in Einzelkomponenten zerlegen lässt, deren Richtungen
voneinander verscheiden sind, darf man jede Kraft für sich
diskutieren. Hier war bis jetzt eigentlich speziell die Komponente,
die den Tonarm beim Abspielen gen Plattentellermitte beschleunigt
interessant...
Aber ich glaube, wir diskutieren eigentlich gar nicht wirklich,
sondern sagen beide in jedem Posting das selbe, nur formulieren wir es
jedes Mal anders ;)
>Kann man immer am Besten anhand einer Zeichnung sehen...aber das is ja
>nich so einfach hier.
Was gerade jetzt sicherlich schade ist...
[gedrehte Montage == fragwürdig]
>Gut, dann hätten wir das mal geklärt. Und ich hab wieder was gelernt :)
Ich auch...
Grüße, Alex, in den letzten Tagen mehr als im letzten Jahr hier
postend...
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| Re: Vinylabrieb [message #207125 ] |
Mon, 21 February 2005 05:11 |
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Moin,
Alex Eberspaecher <eberspaecher [at] gmx.net> wrote:
> Sebastian <stilo [at] ram.rwth-aachen.de> schrieb:
>>Der zeigt bei einem S-förmigen Tonarm aber nicht in den
>>Aufhängungspunkt des Tonarms, sondern daneben.
Das stimmt so nicht ganz. Das Moment in Richtung Spindel oder nach Aussen
tritt auf, wenn die Gerade(a) zwischen Tonarmlager und Nadelspitze keine
Tangente der Rille ist.
Die Lage des Nadeltraegers ist dabei eigentlich vollkommen egal. Und es
ist interessanterweise auch egal, ob der Arm gerade oder gebogen ist. Der
einzige Tonarm, bei dem kein Skating auftritt ist ein Tangentialarm.
Ausgehend von der urspruenglichen Frage nach dem erhoehten Verschleiss
bei schraegem System/geradem Tonarm, gehe ich weiterhin davon aus, dass
der durch den Fehlwinkel zwischen Tangente und Nadeltraegers entsteht.
Eine andere Moeglichkeit waere auch fehlerhaftes Antiskating, weil man
durch Drehen der Systems die Skatingeigenschaften von Tonarm/System
aendert.
Nachdem Skating auch bei geraden Armen auftritt, ist die naechste Frage,
warum ein gerader Arm/ein schraeges System weniger springt?
so long tho
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| Re: Vinylabrieb [message #207128 ] |
Mon, 21 February 2005 09:12 |
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Thomas Richter <damh-20050221 [at] tricnet.de> wrote:
>Nachdem Skating auch bei geraden Armen auftritt, ist die naechste Frage,
>warum ein gerader Arm/ein schraeges System weniger springt?
Endlich wieder ein Satz in dieser Disskusion den ich auf Anhieb
verstehe. :)
Udo
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morgen gehts los
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| Re: Vinylabrieb [message #207132 ] |
Mon, 21 February 2005 11:45 |
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Moin Tho,
erstmal vorneweg: Dein Qutoting... Du quotest Sebastian, hast Dein
Posting aber als Reply auf meines abgeschickt.
Thomas Richter <damh-20050221 [at] tricnet.de> schrieb:
>>>Der zeigt bei einem S-förmigen Tonarm aber nicht in den
>>>Aufhängungspunkt des Tonarms, sondern daneben.
>Das stimmt so nicht ganz. Das Moment in Richtung Spindel oder nach Aussen
>tritt auf, wenn die Gerade(a) zwischen Tonarmlager und Nadelspitze keine
>Tangente der Rille ist.
Ja. Eure Aussagen sind aber, so ich das richtig sehe, äquivalent.
Und ich formuliere es nochmal anders ;)
Wir bekommen genau dann ein Drehmoment auf den Tonarm, wenn die
Reibungskraft, die ihre Ursache in der Bewegung der Nadel auf der
Platte hat, sich so zerlegen lässt, dass sie eine senkrechte (!)
Komponente zur Gerade Nadel-Tonarmlager hat.
Die Orthogonalität ist wichtig, weil alles andere schlichtweg keine
Ursache für ein Drehmoment ist (T = r x F; denkt Euch die Vektorpfeile
noch drauf).
Und nochwas: ich habe irgendwann mal behauptet, dass die Form das
Tonarms relevant ist bzw. das die Betrachtung noch kompilzierter
macht. Ich glaube jetzt, das stimmt nicht. Für die Größe des
Drehmoments ist alleine die Länge des Hebelarms und der Betrag der
senkrecht dazu angreifenden Kraft relevant (natürlich unter der
Annahme, der Tonarm sei starr, aber das dürfte in guter Näherung so
sein).
>Die Lage des Nadeltraegers ist dabei eigentlich vollkommen egal. Und es
>ist interessanterweise auch egal, ob der Arm gerade oder gebogen ist. Der
>einzige Tonarm, bei dem kein Skating auftritt ist ein Tangentialarm.
Ja, das habe ich auch jetzt gerade rausgefunden :)
Tangentialarm ist aber auch so ne Sache... Ein Arm mit konstanter
Länge kann nur dann unäbhängig von der Position der Nadel auf der
Platte ein Tangentialarm sein, wenn das Tonarmlager nicht ortsfest
ist. Sprich, das geht nicht praktikabel...
>Ausgehend von der urspruenglichen Frage nach dem erhoehten Verschleiss
>bei schraegem System/geradem Tonarm, gehe ich weiterhin davon aus, dass
>der durch den Fehlwinkel zwischen Tangente und Nadeltraegers entsteht.
>Eine andere Moeglichkeit waere auch fehlerhaftes Antiskating, weil man
>durch Drehen der Systems die Skatingeigenschaften von Tonarm/System
>aendert.
Das Wort Skating irritiert mich nach wie vor...
>Nachdem Skating auch bei geraden Armen auftritt, ist die naechste Frage,
>warum ein gerader Arm/ein schraeges System weniger springt?
Sollte man dazu nicht erst überlegen, wann denn der Arm springt?
Dazu muss die Nadel aus der Rille springen. Das tut sie, wenn die
Platte unter der Nadel weg bewegt wird und die Nadel/der Tonarm der
Bewegung nicht folgen kann. Das wäre so, wenn das Loch der Platte zu
groß ist. Kennt man. Tesa drauf und gut ist.
Dann kann die Nadel noch rausspringen, wenn das Drehmoment auf den
Tonarm zu groß wird. Da frage ich mich, warum man immer empfiehlt, das
Anti-Skating auf Null zu stellen und damit schon beim normalen
Abspielen in Kauf zu nehmen, dass ein Drehmoment da ist...
Springt ein gerader Arm oder ein schräges System tatsächlich weniger
oder ist das nur clevere Einbildung? Placebe-Effekt? Sind Nadeln
perfekt sphärisch geschliffen?
Ich glaube langsam, ich finde da nichts mehr raus, sollen die
Ingenieure das machen und klären :)
Gruß, Alex, kein Ingenieur ;)
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| Re: Vinylabrieb [message #207561 ] |
Mon, 21 February 2005 14:23 |
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Moin,
Alex Eberspaecher <eberspaecher [at] gmx.net> wrote:
> Moin Tho,
>
> erstmal vorneweg: Dein Qutoting... Du quotest Sebastian, hast Dein
> Posting aber als Reply auf meines abgeschickt.
Sorry, wollte erst noch was zu Dir schreiben, hatte dann aber alles
gesagt.
> Thomas Richter <damh-20050221 [at] tricnet.de> schrieb:
>
>>>>Der zeigt bei einem S-förmigen Tonarm aber nicht in den
>>>>Aufhängungspunkt des Tonarms, sondern daneben.
>>Das stimmt so nicht ganz. Das Moment in Richtung Spindel oder nach Aussen
>>tritt auf, wenn die Gerade(a) zwischen Tonarmlager und Nadelspitze keine
>>Tangente der Rille ist.
>
> Ja. Eure Aussagen sind aber, so ich das richtig sehe, äquivalent.
Weitestgehend. Ich hatte vergessen zu schreiben, dass die S-Tonarme zwei
Punkte auf der Platte haben, wo die Tangente mit a uebereinstimmt.
>>Die Lage des Nadeltraegers ist dabei eigentlich vollkommen egal. Und es
>>ist interessanterweise auch egal, ob der Arm gerade oder gebogen ist. Der
>>einzige Tonarm, bei dem kein Skating auftritt ist ein Tangentialarm.
>
> Ja, das habe ich auch jetzt gerade rausgefunden :)
>
> Tangentialarm ist aber auch so ne Sache... Ein Arm mit konstanter
> Länge kann nur dann unäbhängig von der Position der Nadel auf der
> Platte ein Tangentialarm sein, wenn das Tonarmlager nicht ortsfest
> ist. Sprich, das geht nicht praktikabel...
Aehm, verrate das bitte nicht den existierenden
Tangentialarm-Plattenspielern :-). Damit kann man sicher nicht scratchen,
aber die Teile existieren und scheinen auch ganz ordentlich zu
funktionieren. Sowas gab es sogar in der DDR!!!1elf
>>Ausgehend von der urspruenglichen Frage nach dem erhoehten Verschleiss
>>bei schraegem System/geradem Tonarm, gehe ich weiterhin davon aus, dass
>>der durch den Fehlwinkel zwischen Tangente und Nadeltraegers entsteht.
>>Eine andere Moeglichkeit waere auch fehlerhaftes Antiskating, weil man
>>durch Drehen der Systems die Skatingeigenschaften von Tonarm/System
>>aendert.
>
> Das Wort Skating irritiert mich nach wie vor...
Die Wortwahl? Das kann ich nicht aendern :-).
>>Nachdem Skating auch bei geraden Armen auftritt, ist die naechste Frage,
>>warum ein gerader Arm/ein schraeges System weniger springt?
>
> Sollte man dazu nicht erst überlegen, wann denn der Arm springt?
Kann man machen, ich fuerchte nur, dass wird eine lange Liste.
> Dazu muss die Nadel aus der Rille springen. Das tut sie, wenn die
> Platte unter der Nadel weg bewegt wird und die Nadel/der Tonarm der
> Bewegung nicht folgen kann. Das wäre so, wenn das Loch der Platte zu
> groß ist. Kennt man. Tesa drauf und gut ist.
>
> Dann kann die Nadel noch rausspringen, wenn das Drehmoment auf den
> Tonarm zu groß wird. Da frage ich mich, warum man immer empfiehlt, das
> Anti-Skating auf Null zu stellen und damit schon beim normalen
> Abspielen in Kauf zu nehmen, dass ein Drehmoment da ist...
Das empfiehlt man, weil beim Backspin die Reibungskraft in die andere
Richtung wirkt und sich die Skating-Kraft und Antiskating addieren
wuerden. Und das will man ganz sicher nicht.
Die Nadel springt auch, wenn das System aufgrund der eigenen Traegheit
nicht der Auslenkung durch die Rille folgen kann. Tritt vorranging bei
lautem Bass auf.
Andererseits kann man auch den Unterschied zwischen den beiden Armen
ansehen und sich darueber Gedanken machen. Bei einem geraden Tonarm
wirkt die in Richtung Tonarmlager gerichtete Kraft direkt auf das Lager,
bei einem gekroepften Arm lenkt diese Kraft zum Teil die Nadel aus.
Keine Ahnung, ob dadurch das unterschiedliche Verhalten erklaert werden
kann. Und ich fuerchte ohne physikalisches Modell kommt man da auch
nicht weiter.
> Springt ein gerader Arm oder ein schräges System tatsächlich weniger
> oder ist das nur clevere Einbildung? Placebe-Effekt? Sind Nadeln
> perfekt sphärisch geschliffen?
<lutz>Ja. Nein. Ja.</> :-).
so long tho
--
Posting at the top because that's where the cursor happened to be is
like shitting in your pants because that's where your asshole
happened to be.
Unknown
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| Re: Vinylabrieb [message #207567 ] |
Mon, 21 February 2005 16:44 |
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hallo,
Thomas Richter schrieb:
>>Springt ein gerader Arm oder ein schräges System tatsächlich weniger
>>oder ist das nur clevere Einbildung? Placebe-Effekt? Sind Nadeln
>>perfekt sphärisch geschliffen?
>
>
> <lutz>Ja. Nein. Ja.</> :-).
aha. ich hab ja nun auch mitbekommen, dass das alles schwer zu sagen
undsoweiter ist, aber mache ich nun etwas falsch, wenn ich meine nadeln
wieder gerade ausrichte und das antiskating auf 0 lassen oder nicht?
oder nadeln schräg lassen und antiskating ändern? oder auf cds umsteigen?
sagt einfach irgendwas und ich hab dann so eine innere rechtfertigung
und fühle mich besser meinen platten gegenüber.
danke,
steffen
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| Re: Vinylabrieb [message #207569 ] |
Mon, 21 February 2005 17:24 |
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Am Mon, 21 Feb 2005 16:44:43 +0100 schrieb Steffen Jahn:
> aha. ich hab ja nun auch mitbekommen, dass das alles schwer zu sagen
> undsoweiter ist, aber mache ich nun etwas falsch, wenn ich meine nadeln
> wieder gerade ausrichte und das antiskating auf 0 lassen oder nicht?
> oder nadeln schräg lassen und antiskating ändern? oder auf cds umsteigen?
Ohne auch nur ein Viertel der Ausführungen hier verstanden zu haben: Der
Erfolg gibt dir im Zweifelsfall recht. Wenn die Nadel nicht springt, ist
alles gut :)
Q aka M 44-7 angewinkelt.
--
"In the end all we can know with any immediacy is that
the quest begins when needle is touched to groove; from
there, the DJ defines the journey." [Bill Murphy]
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| Re: Vinylabrieb [message #207570 ] |
Mon, 21 February 2005 17:30 |
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Am Mon, 21 Feb 2005 16:44:43 +0100 schrieb Steffen Jahn:
> aha. ich hab ja nun auch mitbekommen, dass das alles schwer zu sagen
> undsoweiter ist, aber mache ich nun etwas falsch, wenn ich meine nadeln
> wieder gerade ausrichte und das antiskating auf 0 lassen oder nicht?
> oder nadeln schräg lassen und antiskating ändern? oder auf cds umsteigen?
Auszug aus: http://www.global-multimedia.de/damdj/faq-vinyls.html
|Welche Funktion hat das Antiskating beim Plattenspieler?
|
|Antiskating ist eine Vorrichtung am Tonarm der Plattenspieler zur
|Kompensierung der sog. Skatingkraft, die den Tonarm zur Plattenmitte
|(oder zum Plattenrand) zieht.
|
|Um das Skating zu verhindern, bzw. dieses einzustellen. benutzt du am
|Besten eine nicht bespielte Schallplattenseite. Dort setzt du den
|Tonarm in der Mitte auf. Nun sollte er ohne Drift nach innen oder außen
|in der (imaginären) Spur bleiben (ähnlich einer Endlosrille). Driftet er
|ab, so kannst du das am Antiskatingrad verhindern. Die Einstellung ist
|eigentlich eine problemlose Sache.
> sagt einfach irgendwas und ich hab dann so eine innere rechtfertigung
> und fühle mich besser meinen platten gegenüber.
Mach das mal mit den Experten hier aus, ich bin schon genug verwirrt.
Gruss, Oliver
--
ab fvt, ab sha.
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| Re: Vinylabrieb [message #207571 ] |
Mon, 21 February 2005 18:20 |
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Moin,
Oliver Oehlers <joeblow.deluxe [at] gmx.de> wrote:
> Am Mon, 21 Feb 2005 16:44:43 +0100 schrieb Steffen Jahn:
>> sagt einfach irgendwas und ich hab dann so eine innere rechtfertigung
>> und fühle mich besser meinen platten gegenüber.
>
> Mach das mal mit den Experten hier aus, ich bin schon genug verwirrt.
Zum normalen Anhoeren:
Normales Auflagegewicht. System richtig montieren, Antiskating
einstellen. Bei den Technics entspricht die Skala der
Antiskatingeinstellung dem Auflagegewicht, bei 1,5 g stellt man die also
auf 1,5.
Zum Scratchen:
Antiskating auf 0. Ob man noch das System drehen will, das Gewicht
erhoeht etc. pp moege jeder nach eigener Erfahrung entscheiden.
Ob die Decks gerade stehen und der Tonarm bei aufgesetzter Nadel
waagerecht ist, sollte man auch mal pruefen.
so long tho
--
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happened to be.
Unknown
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| Re: Vinylabrieb [message #207572 ] |
Mon, 21 February 2005 19:23 |
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On Mon, 21 Feb 2005 18:20:30 +0100
Thomas Richter <damh-20050221 [at] tricnet.de> wrote:
> Zum normalen Anhoeren:
>=20
> Normales Auflagegewicht. System richtig montieren, Antiskating
> einstellen. Bei den Technics entspricht die Skala der
> Antiskatingeinstellung dem Auflagegewicht, bei 1,5 g stellt man die also
> auf 1,5.
>=20
> Zum Scratchen:
>=20
> Antiskating auf 0. Ob man noch das System drehen will, das Gewicht
> erhoeht etc. pp moege jeder nach eigener Erfahrung entscheiden.
=C4hm, ja, ich denke damit w=E4re alles gesagt :)
Mein System bleibt jedenfalls jetz grade, und Antiskating ist eh schon
seit eh und je nahe 0.
Gru=DF,
Sebastian.
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| Re: Vinylabrieb [message #207573 ] |
Mon, 21 February 2005 19:27 |
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On Mon, 21 Feb 2005 05:11:12 +0100
Thomas Richter <damh-20050221 [at] tricnet.de> wrote:
> Alex Eberspaecher <eberspaecher [at] gmx.net> wrote:
> > Sebastian <stilo [at] ram.rwth-aachen.de> schrieb:
>=20
> >>Der zeigt bei einem S-f=F6rmigen Tonarm aber nicht in den
> >>Aufh=E4ngungspunkt des Tonarms, sondern daneben.
>=20
> Das stimmt so nicht ganz.=20
hrhr, Retourkutsche, was? Aber dass mein urspr=FCngliches Posting auf Dich
nicht so ganz astrein war hab ich ja jetzt begriffen :)
=20
> Ausgehend von der urspruenglichen Frage nach dem erhoehten Verschleiss
> bei schraegem System/geradem Tonarm, gehe ich weiterhin davon aus, dass
> der durch den Fehlwinkel zwischen Tangente und Nadeltraegers entsteht.=20
Also ich denke inzwischen nicht mehr dass man da =FCberhaupt mehr
Verschleiss hat, zumindest wenn die Nadel tats=E4chlich sph=E4risch ist. Das
mit der schlechteren Kanaltrennung ist allerdings ein Punkt.=20
Und jetzt genug gefachsimpelt...
Sebastian.
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| Re: Vinylabrieb [message #207578 ] |
Tue, 22 February 2005 09:43 |
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Am Mon, 21 Feb 2005 18:20:30 +0100 schrieb Thomas Richter:
> Ob die Decks gerade stehen und der Tonarm bei aufgesetzter Nadel
> waagerecht ist, sollte man auch mal pruefen.
Ansonsten einfach die Systeme gerade montieren und den Plattenspieler
anwinkeln.
Q, scnr
--
"In the end all we can know with any immediacy is that
the quest begins when needle is touched to groove; from
there, the DJ defines the journey." [Bill Murphy]
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| Re: Vinylabrieb [message #207579 ] |
Tue, 22 February 2005 09:48 |
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ralf theil worte:::::
> Am Mon, 21 Feb 2005 18:20:30 +0100 schrieb Thomas Richter:
>
>> Ob die Decks gerade stehen und der Tonarm bei aufgesetzter
>> Nadel waagerecht ist, sollte man auch mal pruefen.
>
> Ansonsten einfach die Systeme gerade montieren und den
> Plattenspieler anwinkeln.
odre:::: EINFAHC MAL EIN SMOKEN!!!!!! YO!
PEEEEEEEAAAAAAAAAAAAACCCCCCCCCCE!!!!!!
--
mc-cool is da man! YO!
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| Re: Vinylabrieb [message #207945 ] |
Tue, 22 February 2005 15:58 |
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ralf theil schrieb:
> Ohne auch nur ein Viertel der Ausführungen hier verstanden zu haben: Der
> Erfolg gibt dir im Zweifelsfall recht. Wenn die Nadel nicht springt, ist
> alles gut :)
obwohl ich ja vor kurzem mit entsetzen feststellen musste, dass mein
tisch auf einmal wackelt. und wie. zwar nur auf der linken seite, aber
ich bin ja kein qbert. zum glück hält die nadel trotzdem.
war der thread jetzt eigentlich hilfreich oder hat er uns nur gezeigt,
wie unwissend wir alle sind?
gruss,
steffen
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| Re: Vinylabrieb [message #207984 ] |
Wed, 23 February 2005 01:50 |
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Hat jemand erfahrungen wie der vinylabrieb bei diesem system ist?
http://www.xs4all.nl/~lrvk/lejo/dj.html
:)
jens
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